| Der Hoffende ist einer, der immer unterwegs ist |
|
|
| Geschrieben von Vita-in-Deum-Katechese: "Glauben ganz von vorn erklärt" Teil 341 | |
|
Zu jeder Hoffnung gehört es, dass etwas erhofft wird, was jetzt noch nicht eingetreten ist. Wenn wir hoffen, dass der VFL Bochum sein Spiel in der Rückrunde verbessert, dann strecken wir uns nach etwas aus, das wir erst gegen Ende der Saison endgültig sagen können. Wir müssen es abwarten und werden es sehen. Wer hofft, gut heim zu kommen, der ist unterwegs oder macht sich auf den Weg. Wenn die Hoffnung eine Tugend ist, dann nur, insofern sie sich Richtung Gott hin ausstreckt. Wenn wir dort das Ziel genauer sehen, dann muss es mit uns zu tun haben. Wir sind es ja, die etwas erhoffen. Deshalb ist der eigentliche Gegenstand der Hoffnung auf Gott sehr wohl Gott selbst. Das eigentlich Erhoffte aber ist unser ewiges Glück bei ihm. „Es wird am Ende alles gut werden mit mir!“, das ist der Spruch der christlichen Hoffnung. Die Hoffnung also streckt sich aus nach einem Gut in der Zukunft. Wir bewegen uns auf diese Zukunft zu. Deshalb spricht die klassische, christliche Lehre vom Menschen immer als von jemandem, der sich auf einem Weg befindet. Der Mensch ist ein Pilger; eine Tatsache, die jeden angeht. Nicht nur der Christ ist auf dem Weg. Auch der Ungläubige pilgert ja seinem Sterben entgegen. Manche Pessimisten nennen das Leben ein Dasein zum Tode. Nicht so der Christ. Er hofft auf das ewige Glück. Von dem müssen wir allerdings sagen, dass kein Mensch der Welt dieses Glück mit eigenen Mitteln erreichen könnte. Kein Ding der Welt kann von sich aus seine eigenen Natur überschreiten. Das Glück des Himmels bei Gott ist aber ganz und gar übernatürlich. Deshalb kann auch nur Gott, der allein erhaben über alle Natur ist, dafür sorgen, dass seine Kinder dieses Glück erreichen können. Das Erhoffte Ziel ist also übernatürlich; allerdings nicht nur das. Auch die Hoffnung auf dieses Ziel hin ist übernatürlich. Glaube, Hoffnung und Liebe; das sind die drei übernatürlichen Gnaden, die Gott uns zur Stärkung auf der Reise in unser Herz ergießt. |
| < zurück | weiter > |
|---|






