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Mittwoch, 10. März 2010
           
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In der Nacht

Ich erhebe mich, um für die Sünden, die in der Nacht begangen werden, zu sühnen, um das Böse von den Schwachen fernzuhalten, damit die Schuldigen sich besinnen und bereuen, damit ihre guten Vorsätze beim ersten Sonnenlicht Wirklichkeit werden.
Kann die Hoffnung überhaupt eine Tugend sein? PDF E-Mail
Geschrieben von Vita-in-Deum-Katechese: "Glauben ganz von vorn erklärt" Teil 340   





Kann die Hoffnung überhaupt eine Tugend sein?

 

Wenn wir bedenken, was die Alten über die Tugenden gesagt haben, dann kann die Hoffnung eigentlich gar nicht zu den Tugenden gezählt werden. Die Tugenden machen den Menschen doch besser, und das in jedem Fall. Der heilige Thomas schrieb doch, dass die Tugenden sich auf gar keinen Fall auf etwas Böses hin ausstrecken. Da kann in Sachen Hoffnung etwas nicht stimmen: Wenn ein Bankräuber hofft, dass sein Raubzug gelingt, wird ihn das kaum zu einem besseren Menschen machen. Wir werden einen Bankraub auf jeden Fall nichts Gutes nennen können.

Es gibt einen zweiten Grund, der uns zweifeln lässt, ob die Hoffnung eine Tugend ist. Sie ist oft unsicher. Die Hoffnung ist wage. Wie oft werden Hoffnungen enttäuscht! Enttäuschte Hoffnungen bringen den Menschen immer in Gefahr zu verbittern und kleinmütig zu werden. Wie viele Menschen lassen sich nicht mehr auf das Geschenke der Liebe ein, weil ihren Hoffnungen schon zu oft enttäuscht wurden! Kaum jemand wird also die Hoffnung zu den Tugenden zählen, die den Menschen auf jeden Fall besser machen.

Die Einwände stimmen allesamt und Normalerweise kann die Hoffnung in der Tat keine Tugend sein, sie ist es aber; und zwar nur für die Christen. Die Hoffnung ist nur eine Tugend, weil sie zu den theologischen Tugenden zählt. Die Hoffnung zählt zu den Tugenden, indem sie sich unmittelbar auf Gott und das erreichbare Glück bei ihm ausrichtet.

Jede Hoffnung streckt sich auf etwas aus. Hoffnung ist immer eine Art Spannung und hat immer etwas Unruhiges. Je bewusster sich jemand den Gegenstand seiner Hoffnung macht, desto mehr wird etwas unruhig in ihm. Das gilt für sowohl für die Hoffnungen der Welt, als auch für die Hoffnung auf Gott. Allein die Hoffnung auf Gott hat allerdings den Keim einer unbedingten Sicherheit: Die Hoffnung wird nicht zu Grunde gehen, schreibt Paulus im Römerbrief. (Röm 5,5) Auf Gott ist Verlass. Dennoch liegt im Hoffenden ebenso ein Keim der Unsicherheit, wie wir sehen werden.

 
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