Posts mit Tag ‘Papst Benedikt’
Francesco und der Papst
Sonntag, Februar 6th, 2011Peter Seewald und Manuel Herder stellen das Interview-Buch mit dem Papst “Licht der Welt” vor
Samstag, November 13th, 2010Papst Benedikt XVI. weiht die Kirche der ‘Sagrada Familia’ in Barcelona
Sonntag, November 7th, 2010Gerade hat unser lieber Heiliger Vater Papst Benedikt in Barcelona die Kirche Sagrada Familia geweiht.
Hier zu sehen ist er gerade bei der Salbung des Altares.


Benedikt XVI. schreibt an die Seminaristen
Dienstag, Oktober 19th, 2010
Papst Benedikt
Ich habe hier einen wunderschönen Artikel auf kath.net gefunden und der ist wie ich finde, wirklich sehr lesenswert!
Die böse Macht und die Notwendigkeit des Priesters angesichts der Verwüstungen
Als ich im Dezember 1944 zum Soldatendienst eingezogen wurde, fragte der Kompaniechef jeden einzelnen von uns, welchen Beruf er für die Zukunft anstrebe. Ich antwortete, ich wolle katholischer Priester werden. Darauf der Leutnant: Da müssen Sie sich etwas anderes suchen. Im neuen Deutschland werden Priester nicht mehr gebraucht. Ich wusste, dass dieses „neue Deutschland” bereits am Ende war und dass nach den ungeheuren Verwüstungen, die dieser Wahn über das Land gebracht hatte, erst recht wieder Priester nötig sein würden.
Wo der Mensch Gott nicht mehr wahrnimmt, wird das Leben leer. Alles ist zu wenig. Er sucht dann seine Zuflucht im Rausch oder in der Gewalt, von der gerade die Jugend heute zunehmend bedroht wird.
Der lebendige Gott
Gott lebt. Er hat jeden von uns geschaffen und kennt daher jeden. Er ist so groß, dass er Zeit hat für unsere Kleinigkeiten: „Alle Haare eures Hauptes sind gezählt.” Gott lebt, und er braucht Menschen, die für ihn da sind und die ihn zu den anderen Menschen bringen.
Das Priesterseminar: die Weggemeinschaft der Jünger
Das Priesterseminar ist Weggemeinschaft auf den priesterlichen Dienst zu. Es braucht die „Jüngergemeinschaft”, das Miteinander derer, die der gemeinsamen Kirche dienen wollen.
Regel 1: Pflegt die persönliche Beziehung zu Gott!
Der Priester muss ein „Gottesmensch“ sein
Gott ist für uns nicht eine ferne Hypothese, nicht ein Unbekannter, der sich nach dem Urknall zurückgezogen hat. Gott hat sich gezeigt in Jesus Christus. Im Gesicht Jesu Christi sehen wir das Gesicht Gottes. In seinen Worten hören wir Gott selbst mit uns reden. Deshalb ist das Allerwichtigste auf dem Weg zum Priestertum und das ganze Priesterleben hindurch die persönliche Beziehung zu Gott in Jesus Christus.
Der Priester ist der Bote Gottes
Der Priester ist nicht der Verwalter irgendeines Vereins, dessen Mitgliederzahl er zu erhalten und zu vergrößern versucht. Er ist der Bote Gottes unter den Menschen. Er will zu Gott hinführen und so auch die rechte Gemeinschaft der Menschen untereinander wachsen lassen.
Der Sinn des Betens
Wenn der Herr sagt: „Betet allezeit“, dann fordert er uns natürlich nicht dazu auf, dauernd Gebetsworte zu sprechen, sondern dazu, den inneren Kontakt mit Gott nie zu verlieren. In ihn uns einzuüben, ist der Sinn unseres Betens.
Regel 2: Die persönliche Beziehung zu Christus in der Eucharistie ist grundlegend!
Das Sakrament der Eucharistie
Mitte unserer Gottesbeziehung und unserer Lebensgestaltung ist die Eucharistie. Sie von innen her mitzufeiern und so Christus leibhaftig zu begegnen, muss Zentrum aller unserer Tage sein.
Lex orandi – lex credendi im Atem der Jahrhunderte
Zur rechten Eucharistiefeier gehört es auch, dass wir die Liturgie der Kirche in ihrer konkreten Gestalt kennen, verstehen und lieben lernen. In der Liturgie beten wir mit den Gläubigen aller Jahrhunderte – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft berühren sich in einem einzigen großen Chor des Gebetes. Allmählich verstehen zu lernen, wie dies alles gewachsen ist, wie viel Erfahrung des Glaubens im Aufbau der Meßliturgie liegt, wie viele Generationen sie betend geformt haben, ist etwas Begeisterndes, wie ich von meinem persönlichen Weg her sagen darf.
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Regel 3: Geht oft zur Beichte!
Das Bußsakrament – Schule der Ehrlichkeit vor Gott gegen die seelische Verwilderung
Auch wenn wir immer wieder mit den gleichen Fehlern zu ringen haben, ist es wichtig, der seelischen Verwilderung entgegenzuwirken; der Gleichgültigkeit, die sich damit abfindet, dass ich nun einmal so bin. Es ist wichtig, auf dem Weg zu bleiben – ohne Skrupulosität, in dem dankbaren Bewusstsein, dass Gott mir immer neu vergibt. Aber auch ohne Gleichgültigkeit, die nicht mehr um die Heiligkeit und um das Besserwerden ringen würde. Und indem ich mir vergeben lasse, lerne ich auch, den anderen zu vergeben.
Regel 4: Würdigt die Volksfrömmigkeit, auch wenn sie zur Irrationalität tendiert!
Achtet die Volksfrömmigkeit!
In der Volksfrömmigkeit ist der Glaube in das Herz der Menschen eingetreten, ist Teil ihres Empfindens, ihrer Gewohnheiten, ihres gemeinsamen Fühlens und Lebens geworden. Deswegen ist die Volksfrömmigkeit ein großer Schatz der Kirche. Der Glaube hat Fleisch und Blut angenommen. Sie muss sicher immer wieder gereinigt, auf die Mitte hin bezogen werden, aber sie verdient unsere Liebe, und sie macht uns selber auf ganz reale Weise zu „Volk Gottes”.
Regel 5: Studiert, studiert, studiert!
Die intellektuelle Dimension ist dem christlichen Glauben wesentlich: „Seid stets bereit, jedem Antwort zu geben, der euch nach der ‚Vernunft‘ (Logos) eurer Hoffnung fragt“ (1 Petr 3,15)
Ich kann Euch nur dringend bitten: Studiert eifrig! Nützt die Jahre des Studiums! Ihr werdet es nicht bereuen. Sicher, oft erscheinen Materien des Studiums weit von der Praxis des christlichen Lebens und des pastoralen Dienstes entfernt. Aber es ist trotzdem ganz verkehrt, immer sogleich die pragmatische Frage zu stellen: Kann ich das einmal brauchen? Hat das praktischen, pastoralen Nutzen? Es geht eben nicht bloß darum, das augenscheinlich Nützliche zu erlernen, sondern darum, das innere Gefüge des Glaubens so in seiner Ganzheit zu kennen und zu verstehen, dass es Antwort auf die Fragen der Menschen wird, die äußerlich gesehen von Generation zu Generation wechseln und doch in ihrem tiefsten Grund dieselben bleiben.
Die glaubende Kirche ist die Voraussetzung der wahre
Theologie
Liebt das Studium der Theologie, und folgt ihm mit dem wachen Sinn für die Verankerung der Theologie in der lebendigen Gemeinschaft der Kirche, die mit ihrer Autorität nicht etwa ein Gegenpol zur theologischen Wissenschaft, sondern ihre Voraussetzung ist. Ohne die glaubende Kirche hört Theologie auf, sie selber zu sein und wird zu einem Bündel verschiedener Disziplinen ohne innere Einheit.
Regel 6: In allen Dimensionen des Menschseins reifen!
Der Seminarist – work in progress
Für den Priester, der andere auf dem Weg durchs Leben und bis zur Pforte des Todes begleiten soll, ist es wichtig, dass er selbst Herz und Verstand, Vernunft und Gefühl, Leib und Seele ins rechte Gleichgewicht gebracht hat und menschlich „intakt” ist. Die christliche Überlieferung hat daher immer mit den „göttlichen Tugenden” auch die von der Erfahrung des Menschseins, von der Philosophie her gefundenen „Kardinaltugenden” und überhaupt die gesunde ethische Überlieferung der Menschheit verbunden.
Priestersein, Sexualität und Zölibat: die notwendige Integration der Sexualität ins Ganze der Persönlichkeit
Die Sexualität ist eine Gabe des Schöpfers, aber auch eine Aufgabe an das eigene Menschwerden. Wenn sie nicht in die Person integriert ist, dann wird sie banal und zerstörerisch zugleich.
Der sexuelle Missbrauch von Kindern – das Zerrbild des Priesteramtes
Statt Menschen zu reifer Menschlichkeit hinzuführen und sie ihnen selbst vorzuleben, haben (die betroffenen Priester) durch ihren Missbrauch Zerstörungen hervorgerufen, die wir mit tiefem Schmerz bedauern. Aber der zutiefst zu missbilligende Missbrauch kann die priesterliche Sendung nicht diskreditieren, die groß und rein bleibt.
Neue Wachsamkeit während der Ausbildung
Das Geschehene muss uns freilich wacher und aufmerksamer machen, gerade auf dem Weg zum Priestertum sich selber vor Gott gründlich zu befragen, ob dies sein Wille für mich ist. Es ist Aufgabe der Beichtväter und Eurer Vorgesetzten, Euch auf dem Weg dieser Entscheidung zu begleiten und zu helfen. Es ist ein grundlegendes Element Eures Weges, im Aufblick zu dem in Christus offenbaren Gott die grundlegenden Tugenden des Menschseins zu üben und von ihm her immer neu reinigen zu lassen.
Regel 7: Zusammenleben muss gelernt werden!
Die neuen Orte des Heranwachsens der Priesterberufung und das Leben auf ganz verschiedenen „spirituellen Kontinenten“ darf die Gemeinsamkeit des künftigen Auftrags und seines spirituellen Weges nicht beeinträchtigen
Gerade deshalb ist das Priesterseminar wichtig als Weggemeinschaft über die verschiedenen Formen der Spiritualität hin. Die Movimenti sind eine großartige Sache. Ihr wisst, wie sehr ich sie als Gabe des Heiligen Geistes an die Kirche schätze und liebe. Aber sie müssen daran gemessen werden, wie sie alle auf das gemeinsame Katholische, auf das Leben der gemeinsamen Kirche Christi offen sind, die in aller Vielfalt doch nur eine ist.
Das Priesterseminar – Schule der Toleranz als Schule des Sich-Annehmens und Sich-Verstehens
Das Priesterseminar ist die Zeit, in der Ihr miteinander und voneinander lernt. In dem manchmal vielleicht schwierigen Miteinander müsst Ihr die Großzügigkeit und Toleranz erlernen, einander nicht nur ertragen, sondern gegenseitig bereichern, so dass jeder seine spezifische Gabe ins Ganze einbringen kann, aber doch alle der gleichen Kirche, dem gleichen Herrn dienen. Diese Schule der Toleranz, mehr: des Sich-Annehmens und des Sich-Verstehens in der Einheit des Leibes Christi gehört zu den wichtigen Elementen der Jahre im Priesterseminar.
Den Papst verteidigen -aber wie?
Freitag, September 24th, 2010Ich habe hier einen wunderschönen Podcast über unseren Papst Bendikt gefunden, den ich nur jedem ans Herz legen möchte. Kardinal Meissner erzählt dort wunderschön über seinen Freund.
Weltjugendtag 2011
Freitag, September 3rd, 2010Gerade habe ich bei www.kath.net etwas über den Weltjugendtag in Madrid gelesen und wollte hier ein paar kleine Ausszüge aus der Botschaft von Papst Benedikt darlegen.
Der Weltjugendtag 2011 steht unter dem Motto „Verwurzelt in Christus und gegründet auf ihm, fest im Glauben“.
Benedikt XVI. fordert die Jugend vor allem dazu auf, sich in Christus zu verwurzeln und das Vertrauen auf ihn zu setzen. Durch die Begegnung mit Christus sei die Jugend in der Lage, dem Leben eine „neue Dynamik“ zu verleihen. Jesus solle als „wahrer Freund“ empfunden werden, mit dem der Weg des Lebens geteilt werden kann. „Mit ihm an eurer Seite werden ihr fähig sein, voll Mut und Hoffnung den Schwierigkeiten, den Problemen und auch den Enttäuschungen und Niederlagen zu begegnen. Ständig werdet ihr mit leichteren Vorschlägen konfrontiert, aber ihr selbst werdet merken, dass sie sich als trügerisch offenbaren, euch weder Ruhe noch Freude geben. Nur das Wort Gottes weist uns den echten Weg!“.
Wie der Papst feststellt, stünden die Christen in der Gegenwart vor einer starken laizistischen Denkströmung, die „Gott aus dem Leben der Menschen und der Gesellschaft drängen will, während sie in Aussicht stellt, ein ‚Paradies’ ohne ihn zu schaffen. Doch die Erfahrung lehrt, dass die Welt ohne Gott eine ‚Hölle’ wird“. Wo dagegen die Menschen die Gegenwart Gottes annähmen, ihn anbeteten und auf seine Stimme hörten, „wird konkret die Zivilisation der Liebe errichtet“.
Seid Zeugen der christlichen Hoffnung auf der ganzen Welt: Es gibt viele, die sich danach sehnen, diese Hoffnung zu empfangen! Wenn ihr glaubt, werdet auch ihr es verstehen, euren Glauben jeden Tag zu leben und zu bezeugen; ihr werdet zum Werkzeug werden, um die anderen Jugendlichen den Sinn und die Freude des Lebens wiederfinden zu lassen, das der Begegnung mit Christus entwächst.“





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