Posts mit Tag ‘Jesus’

In allen Nöten bin ich Ihm nahe

Dienstag, Februar 22nd, 2011

Bild Jesu

Bild Jesu

Wenn heftige Versuchungen lauern – Mutlosigkeit, Widerwärtigkeiten, innerer Streit, Drangsal – und von neuem Nacht die Seele bedroht, dann legt uns der Psalmist in Geist und Mund das Wort: In allen Nöten bin ich Ihm nahe (Ps 90,15). Was bedeutet, Jesus, mein Kreuz gegenüber Deinem Kreuz? Was sind meine Schrammen gegenüber Deinen Wunden? Was bedeutet ein wenig Kummer, den Du auf meine Schultern gelegt hast, gemessen an Deiner unendlichen, gewaltigen, reinen Liebe? Und mein und euer Herz erfüllt dann der heilige Drang, dem Herrn mit Werken zu bezeugen, daß wir vor Liebe vergehen (Vgl. Hl 5,8).

Es entsteht in uns ein Durst nach Gott und das Verlangen, seine Tränen zu begreifen, sein Lächeln und sein Antlitz zu sehen… Am besten drücken wir das aus mit jenem Wort der Heiligen Schrift, das wir von neuem bedenken: Wie der Hirsch nach den Wasserquellen verlangt, so verlangt meine Seele nach Dir, o Gott (Ps 41,2). Die Seele schreitet fort, in Gott geborgen, vergöttlicht. Der Christ ist zu einem dürstenden Wanderer geworden, der seinen Mund über die Wasserquellen beugt (Vgl. Sir 26,15).

Eine solche Hingabe entfacht den apostolischen Eifer, der von Tag zu Tag wächst und andere mit demselben Verlangen ansteckt, denn das Gute will sich mitteilen. Wenn unsere armselige Natur so nahe bei Gott ist, kann es gar nicht anders sein, als daß sie vor Hunger brennt, in der ganzen Welt Freude und Frieden zu säen, alles mit den erlösenden Wassern zu überfluten, die aus der geöffneten Seite Christi hervorquellen (Vgl. Joh 19,34), und all ihr Tun aus Liebe zu beginnen und aus Liebe zu vollenden.

see his love

Montag, September 27th, 2010

Nochmals ein kleiner Artikel von Maria Valtorta

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Aglaia, eine Sünderin redet mit Jesus.
“Obgleich ich weiß und glaube, dass Gott die Güte ist, wage ich es nicht zu hoffen, dass er meine Liebe erwidert. Ich habe zuviel gesündigt… Ich werde seine Liebe vielleicht eines Tages haben… Aber vorerst bin ich noch allein mit meiner Liebe. Ich bin allein… Es ist nicht die trostlose Einsamkeit der vergangenen Jahre. Es ist die Einsamkeit voll Verlangen nach Gott, also nicht mehr eine verzweifelte… Doch ist sie so traurig, so traurig“!
Jesus spricht zu Aglaia.
“Aglaia, wie schlecht kennst du doch den Herrn! Dieses Verlangen nach ihm ist der Beweis dafür, dass Gott deine Liebe erwidert, dass er dir Freund ist, dich ruft, dich einlädt und dich will. Gott ist unfähig der Liebe seines Geschöpfes zu widerstehen; denn diese Liebe hat er selbst im Herzen erweckt; er, der Schöpfer und Herr aller Geschöpfe. Er hat dieses Verlangen entzündet, denn er hat die Seele, die nun nach ihm verlangt, mit Vorzug geliebt. Die Liebe Gottes geht immer der Liebe des Geschöpfes voraus; denn er ist der Vollkommene: daher ist seine Liebe unmittelbarer und brennender als die Liebe seines Geschöpfes”:
Aglaia: “Aber wie kann Gott meinen Schmutz lieben?”
Jesus: “Bemühe dich nicht mit dem Verstande begreifen zu wollen. Er ist ein Abgrund der Barmherzigkeit, dem menschlichen Geiste unbegreifbar. Aber dort wo die menschliche Intelligenz nicht mehr begreift, erkennt die Intelligenz der Liebe die Liebe des Geistes. Sie versteht und dringt sicher in das Geheimnis, das Gott ist, und in das Geheimnis der Begegnung der Seele mit Gott ein. Sie dringt ein, ich sage es dir. Sie dringt ein, weil Gott es will”.

“Der Gottmensch” von Maria Valtorta

Sonntag, Juli 25th, 2010

Schon vor langer Zeit habe ich von unserem lieben Freund Johannes ein wunderbares Buch geschenkt bekommen. Dieses Buch steht bei mir daheim im Bücherregal und wartete bis vor einigen Tagen nur darauf von mir gelesen zu werden. JETZT endlich bin ich dabei und kann nur sagen, dass beim lesen dieses Buches, mein ganzes Herz aufgeht, vor Freude.
Es handelt sich bei diesem Buch um eine ganze Reihe von Büchern über
“Das Leben und Leiden unseres Herrn Jesus Christus” von Maria Valtorta.
Diese Reihe umfasst zwölf Bände und wie in einem wunderbaren Film, wird hier so einzigartig über Jesu Leben und Sterben geschrieben, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen! Mein persönlicher Kommentar dazu lautet, “sehr empfehlenswert”!!!

Hier nun ein kleiner Ausschnitt Band IV

“Mein Freund, es gibt Liebe verschiedener Art. Ersten Grades ist jene, die man Gott schenkt. Die Liebe zweiten Grades ist die mütterliche oder väterliche Liebe. Denn wenn die erste Liebe ganz geistig ist, so ist die zweite zu zwei Drittel geistig und zu einem Drittel fleischlich. Hier mischt sich das menschliche Gefühl bei, aber es herrscht das höhere vor; denn eine Mutter und ein Vater, die gesund und heiligmäßig leben, beschränken sich nicht darauf, den Körper des Kindes zu ernähren und zu liebkosen, sondern geben auch dem Geist und der Seele ihres Geschöpfes Nahrung und Liebe. Es ist wahr, wenn ich sage, dass wer sich den Kindern widmet, wenn auch nur, um sie zu unterrichten, sie schließlich liebt wie sein eigenes Fleisch.”
“Fahre fort, ich bitte dich, mit der Klassifizierung der Liebe”, bittet der Zelote.
“Es gibt die Gattenliebe, die Liebe drittes Grades; sie ist zur Hälfte- ich spreche immer von einer gesunden, heiligen Liebe- geistig und zur anderen Hälfte körperlich. Der Mann ist für seine Frau außer dem Gatten ein Lehrer und ein Vater; und die Frau ist für ihren Mann außer der Gattin ein Engel und eine Mutter. Dies sind die drei Arten der höheren Liebe”.

Gebet ist ein liebevolles Gespräch mit Jesus

Freitag, Mai 28th, 2010

Nie dürfen in unserem Tagesablauf die Augenblicke fehlen, die eigens dem Umgang mit dem Herrn vorbehalten sind: Wir erheben unsere Gedanken zu Ihm, der Mund braucht nicht zu sprechen, weil das Herz voll ist mit Liebe. Räumen wir diesem Gebet die genügende Zeit ein und verrichten wir es, wenn möglich, zu festgesetzter Stunde; entweder vor dem Tabernakel, ganz nah bei Ihm, der dort aus Liebe für uns bleibt oder, wenn es anders nicht geht, einfach da, wo wir uns gerade befinden, denn Gott ist in unserer Seele, so sie sich im Stande der Gnade befindet, auf eine unaussprechliche Weise gegenwärtig. Natürlich ist es immer besser, wenn man in die Kirche gehen kann. Jeder von uns kann, wenn er nur will, seinen eigenen Weg finden, um das Gespräch mit Gott zu führen. Bittet Ihn, Er möge seinen Willen in unser Leben einprägen: nicht nur in unseren Verstand, sondern auch tief in unser Herz und ebenso in alles, was wir nach außen hin wirken. Auf diese Weise wird uns viel von den Enttäuschungen des Egoismus erspart bleiben können und wir finden die Kraft, durch den Umgang mit dem Herrn in unserer Umgebung das Gute auszubreiten. Wie viele Widerwärtigkeiten lösen sich auf, wenn wir uns innerlich ganz in die Hände Gottes geben, der uns nie verläßt! Die Liebe Jesu zu den Seinen zeigt sich jedesmal neu, jedesmal in anderen Schattierungen: Jesus sagte doch sooft zu den kranken Menschen, “was soll ich dir tun?” Und wir?? Bitten wir ihn und seine / unsere vielgeliebte Mutter, dass Licht in unser Herz kommen möge, damit auch wir sehen können und sagen können “Herr lass auch mich sehen”.

Sich mit dem Herrn auszusprechen, könnte doch heißen, besonders unsere persönlichen Schwierigkeiten, Sorgen, Ängste und Nöte  direkt vor die Stufen des Tabernakels zu legen. Das meiste, was uns unglücklich macht, rührt von unserem Egoismus her. Dieses ich bezogensein, läßt uns nur schwer unsere eigenen Fehler erkennen – aber die der anderen… sobald die anderen uns aber anders einschätzen sind wir eher beleidigt, als dies mit der christlichen Demut zu tragen. Welch gute Gelegenheit, zum Gebet zu gehen und umzudenken.