Ich habe heute in meinem alten Gotteslob ein wunderschönes Bildchen mit einem noch schöneren Gebet gefunden. Dieses Gebet erinnert mich so sehr an meine erste Reise ins heilige Land, als ich unter Tränen auf Golgotha kniete.
“Heilige Mutter, drück die Wunden,
die dein Sohn am Kreuz empfunden,
tief in meine Seele ein.
Dass mein Herz von Lieb entbrenne,
dass ich noch Jesus kenne,
dass ich liebe Gott allein.
Ach, das Blut, das Er vergossen,
ist für mich dahingeflossen;
lass mich teilen seine Pein.
Lass mit dir mich herzlich weinen,
ganz mit Jesu Leid vereinen,
solang hier mein Leben währt.
Unterm Kreuz mit dir zu stehen,
dort zu teilen deine Wehen,
ist es, was mein Herz begehrt.
O´du Jungfrau der Jungfrauen,
Wollst in Gnaden mich anschauen,
lass mich teilen deinen Schmerz.
Lass mich Christi Tod und Leiden,
Marter, Angst und bittres Scheiden
fühlen wie dein Mutterherz.
Mach, am Kreuze hingesunken
mich von Christi Blute trunken
und von seinen Wunden wund.
Dass nicht zu der ewgen Flamme
der Gerichtstag mich verdamme,
sprech für mich dein reiner Mund.
Christus, um der Mutter Leiden
gib mir einst des Sieges Freuden
nach des Erdenlebens Streit.
Jesus, wann mein Leib wird sterben,
lass dann meine Seele erben
deines Himmels Seligkeit! Amen”.





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