“Die einfachen Dinge sind die größten – und darum auch am schwersten zu bewältigen!
Was sind die einfachen Dinge?
Leben, ohne zu zweifeln.
Lieben, immer wieder lieben, auch wenn diese Liebe nicht erwidert wird.
Anfangen, stets von neuem anfangen, auch im Alter sich nicht zu schämen, abermals zu beginnen.
Beten. Beten ist so einfach, meinen wir in jungen Jahren. Beten fällt uns mit den Jahren manchmal sehr schwer. Beten lernen ist eine Lebensaufgabe.
Die Dinge sehen wie sie sind: ohne Vorurteile, ohne Spott, ohne Haß. Sie sehen wie sie sind heißt doch unter anderem auch, sie annehmen, sie lieben lernen.
Leiden. Auch das gehört zu den “einfachen” und doch so unendlich schweren “Dingen” in unserem Leben.
Herr, mit dem Alter wächst das Verständnis für die einfachen Dinge. Mit dem Altwerden sollte auch unsere Einsicht wachsen,
daß die einfachen Dinge die wahrhaft wichtigen sind.
daß einfache Menschen große Menschen sind.
daß alles Große sich im Kleinen und Einfachen einfangen läßt.
`Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …´, sagte Dein Sohn zu seinen Landsleuten.
Wenn wir nicht werden wie die Kinder
kindlich einfach,
kindlich gläubig,
kindlich wahr,
warten wir vergebens auf den Anbruch Deines Reiches.”
Am heutigen Sonntag begeht die Kirche das Fest Maria Namen -also den Namenstag Mariens- . Vielleicht kann dieser besondere Marientag dazu dienen, wieder einmal neu den Engel des Herrn zu beten. Drei mal am Tag ruft die Kirche die Gläubigen dazu auf, dieses wunderschöne Gebet zu sprechen, nämlich morgends um 6.00 Uhr, mittags um 12.00 Uhr und abends um 18.00 Uhr.
Ich habe heute in meinem alten Gotteslob ein wunderschönes Bildchen mit einem noch schöneren Gebet gefunden. Dieses Gebet erinnert mich so sehr an meine erste Reise ins heilige Land, als ich unter Tränen auf Golgotha kniete.
“Heilige Mutter, drück die Wunden,
die dein Sohn am Kreuz empfunden,
tief in meine Seele ein.
Dass mein Herz von Lieb entbrenne,
dass ich noch Jesus kenne,
dass ich liebe Gott allein.
Ach, das Blut, das Er vergossen,
ist für mich dahingeflossen;
lass mich teilen seine Pein.
Lass mit dir mich herzlich weinen,
ganz mit Jesu Leid vereinen,
solang hier mein Leben währt.
Unterm Kreuz mit dir zu stehen,
dort zu teilen deine Wehen,
ist es, was mein Herz begehrt.
O´du Jungfrau der Jungfrauen,
Wollst in Gnaden mich anschauen,
lass mich teilen deinen Schmerz.
Lass mich Christi Tod und Leiden,
Marter, Angst und bittres Scheiden
fühlen wie dein Mutterherz.
Mach, am Kreuze hingesunken
mich von Christi Blute trunken
und von seinen Wunden wund.
Dass nicht zu der ewgen Flamme
der Gerichtstag mich verdamme,
sprech für mich dein reiner Mund.
Christus, um der Mutter Leiden
gib mir einst des Sieges Freuden
nach des Erdenlebens Streit.
Jesus, wann mein Leib wird sterben,
lass dann meine Seele erben
deines Himmels Seligkeit! Amen”.
Josef von Nazareth war der Bräutigam der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria und der väterliche Beschützer des Jesuskindes, der dem menschgewordenen Sohne Gottes gegenüber auf Erden die Vaterstelle vertrat. Die theologische Erforschung des Hl. Josef wird Josefologie genannt.
Josef stammte aus dem Geschlecht des König Davids und lebte als Zimmermann in Nazareth. Er war mit Maria verlobt. Als Maria schwanger wurde, wollte er sich gemäß dem Gesetz von ihr trennen. Ein Engel Gottes teilte ihm in einer Erscheinung mit, dass das Kind vom Heiligen Geist gezeugt sei. Er nahm im Vertrauen darauf Maria ohne Einwände und Bedenken zur Frau.
Nach der Anordnung zur Volkszählung durch die Römer reiste er mit seiner schwangeren Frau nach Bethlehem, wo Jesus das Licht der Welt erblickte. Nach einer neuerlichen Engels-Erscheinung, die vor dem geplanten Kindermord in Bethlehem warnte, floh er mit seiner Frau nach Ägypten. Möglicherweise im Jahre 4 kehrten sie ins Heilige Land zurück. Zuletzt wird der Hl. Josef noch im Lukas-Evangelium erwähnt, als er Jesus im Tempel vorfindet und sieht, wie er mit den Schriftgelehrten diskutiert. Ansonsten gibt es vom Hl. Josef in den Evangelien keine weiteren Berichte.
Der hebräische Name “Josef” bedeutet: “Gott hat hinzugefügt”. Josef von Nazareth ist der gerechte Mann, der erfüllt ist von einem tiefen Glauben an die Vorsehung Gottes. Dies veranlaßt ihn, dem Ruf Gottes auch dann zu gehorchen, wenn menschliche Einsicht versagt.
Vom heiligen Joseph sagt die heilige Theresia in ihrer Lebensbeschreibung: “Wer keinen Lehrer für das Beten findet, der nehme sich diesen großen Heiligen als Lehrer, und er wird den Weg nicht verfehlen.”
Er verdient unsere Liebe. Außerdem ist der Umgang mit ihm uns sehr hilfreich, weil er Meister des inneren Lebens ist und vor Gott und vor der Mutter Gottes sehr viel vermag.
Mit welcher übergroßen Liebe hat sich der Heilige Josef seiner kleinen Familie hingeben. Maria, die bis zum Ende jungfräulich blieb und Jesus dem er Vater sein durfe.
Wie zahlreich sind die Gründe, den heiligen Josef zu verehren und von seinem Leben zu lernen: Er war stark im Glauben… Durch mühevolle Arbeit ernährte er seine Familie, Jesus und Maria
Er behütete die Reinheit Mariens, die Gott ihm als Frau gegeben hatte; er verehrte – er liebte!!! – das freie Walten Gottes, der nicht nur die allerseligste Jungfrau als Mutter auserwählt, sondern auch ihn zum Ehemann Mariens bestimmt hatte.
Nie dürfen in unserem Tagesablauf die Augenblicke fehlen, die eigens dem Umgang mit dem Herrn vorbehalten sind: Wir erheben unsere Gedanken zu Ihm, der Mund braucht nicht zu sprechen, weil das Herz voll ist mit Liebe. Räumen wir diesem Gebet die genügende Zeit ein und verrichten wir es, wenn möglich, zu festgesetzter Stunde; entweder vor dem Tabernakel, ganz nah bei Ihm, der dort aus Liebe für uns bleibt oder, wenn es anders nicht geht, einfach da, wo wir uns gerade befinden, denn Gott ist in unserer Seele, so sie sich im Stande der Gnade befindet, auf eine unaussprechliche Weise gegenwärtig. Natürlich ist es immer besser, wenn man in die Kirche gehen kann. Jeder von uns kann, wenn er nur will, seinen eigenen Weg finden, um das Gespräch mit Gott zu führen. Bittet Ihn, Er möge seinen Willen in unser Leben einprägen: nicht nur in unseren Verstand, sondern auch tief in unser Herz und ebenso in alles, was wir nach außen hin wirken. Auf diese Weise wird uns viel von den Enttäuschungen des Egoismus erspart bleiben können und wir finden die Kraft, durch den Umgang mit dem Herrn in unserer Umgebung das Gute auszubreiten. Wie viele Widerwärtigkeiten lösen sich auf, wenn wir uns innerlich ganz in die Hände Gottes geben, der uns nie verläßt! Die Liebe Jesu zu den Seinen zeigt sich jedesmal neu, jedesmal in anderen Schattierungen: Jesus sagte doch sooft zu den kranken Menschen, “was soll ich dir tun?” Und wir?? Bitten wir ihn und seine / unsere vielgeliebte Mutter, dass Licht in unser Herz kommen möge, damit auch wir sehen können und sagen können “Herr lass auch mich sehen”.
Sich mit dem Herrn auszusprechen, könnte doch heißen, besonders unsere persönlichen Schwierigkeiten, Sorgen, Ängste und Nöte direkt vor die Stufen des Tabernakels zu legen. Das meiste, was uns unglücklich macht, rührt von unserem Egoismus her. Dieses ich bezogensein, läßt uns nur schwer unsere eigenen Fehler erkennen – aber die der anderen… sobald die anderen uns aber anders einschätzen sind wir eher beleidigt, als dies mit der christlichen Demut zu tragen. Welch gute Gelegenheit, zum Gebet zu gehen und umzudenken.
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