Heilige Rosa von Lima

Isabel de Flores kam am 20. April 1586 als Tochter eines armen spanischen Ehepaares in Lima (Peru) zur Welt. Laut Legende sah ihre Mutter bald nach der Geburt über der Wiege des Säuglings eine blühende Rose schweben, fortan rief man das Mädchen nur noch „Rosa“. Es heißt aber auch, eine Indiofrau habe Isabel kurz nach der Geburt wegen ihres schönen Gesichtes „Rosa“ genannt.
Wie dem auch sei: Fortan riefen alle Isabel de Flores nur noch Rosa. Bereits als Kind besaß Rosa eine erstaunliche Selbstbeherrschung, was vielleicht ein erstes Anzeichen ihrer mystischen Begabung war. Als man dem Mädchen einen gequetschten Finger amputieren musste, ertrug es dies tapfer ohne einen Schmerzenslaut.
Nachdem Rosa sich zu einem attraktiven jungen Mädchen entwickelt hatte, wollten ihre Eltern sie mit einem reichen Jüngling verheiraten. Doch Rosa hatte andere Pläne für ihr weiteres Leben, schnitt sich ihre langen Haare ab und entgegnete den Eltern, sie wolle Ordensfrau werden. Wegen dieser Antwort wurde sie von ihrer Mutter geschlagen.
1606 schloss sich Rosa de Flores dem dritten Orden des heiligen Dominikus (um 1170–1221) an. Von da ab nannte sie sich „Rosa a Santa Maria“. Mit ihrer Arbeit am Webstuhl und als Gärtnerin trug sie zum Unterhalt ihrer Familie bei. Schon seit ihrer Kindheit betete sie dafür, dass das Wort Gottes dahin eile und die Welt erfülle. Besonders ins Herz schloss sie den Franziskanermissionar Franz Solanus, der unter den Indios wirkte.
Als Terziarin des heiligen Dominikus hatte sich Rosa die heilige Katharina von Siena (um 1347–1380) zum Vorbild genommen, die wie sie Terziarin gewesen war. Sie baute im Garten ihres Elternhauses in Lima eine Bretterhütte, lebte darin, besuchte Arme und Kranke, gab sich dem Gebet hin, aß und schlief wenig.
Schwerste körperliche und seelische Schmerzen ertrug Rosa von Lima mit ungewöhnlicher Geduld. Wiederholt wurden ihr mystische Gnadenbeweise zuteil. Die bedeutende Mystikerin wies mutig auf die schädlichen Folgen der spanischen Eroberung hin und erntete damit heftige öffentliche Kritik. Durch ihr hartes Büßerleben wollte sie die Schandtaten ihrer spanischen Landsleute an den einheimischen Indios sühnen.
Weil es kein Kloster in Lima gab, in das sie gerne als richtige Nonne eingetreten wäre, beschloss Rosa, eines zu errichten. Unterstützung bei diesem Vorhaben erfuhr sie durch eine reiche Freundin, die Frau eines hohen Beamten.
Rosa von Lima starb am 24. August 1617 im Alter von nur 31 Jahren in Lima. Weil der Andrang der Menschen so groß war, die ihre Leiche noch einmal sehen wollten, musste die Beisetzung in der Dominikanerkirche zu Lima mehrfach verschoben werden. An ihrem Grab ereigneten sich immer wieder Wunder.

Ein wunderschöner Ausspruch wird ihr zugesagt, sie sagte einmal, ”
“Die einzige Leiter die zum Himmel führt ist das Kreuz”.

 

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