Aglaia, eine Sünderin redet mit Jesus.
“Obgleich ich weiß und glaube, dass Gott die Güte ist, wage ich es nicht zu hoffen, dass er meine Liebe erwidert. Ich habe zuviel gesündigt… Ich werde seine Liebe vielleicht eines Tages haben… Aber vorerst bin ich noch allein mit meiner Liebe. Ich bin allein… Es ist nicht die trostlose Einsamkeit der vergangenen Jahre. Es ist die Einsamkeit voll Verlangen nach Gott, also nicht mehr eine verzweifelte… Doch ist sie so traurig, so traurig“!
Jesus spricht zu Aglaia.
“Aglaia, wie schlecht kennst du doch den Herrn! Dieses Verlangen nach ihm ist der Beweis dafür, dass Gott deine Liebe erwidert, dass er dir Freund ist, dich ruft, dich einlädt und dich will. Gott ist unfähig der Liebe seines Geschöpfes zu widerstehen; denn diese Liebe hat er selbst im Herzen erweckt; er, der Schöpfer und Herr aller Geschöpfe. Er hat dieses Verlangen entzündet, denn er hat die Seele, die nun nach ihm verlangt, mit Vorzug geliebt. Die Liebe Gottes geht immer der Liebe des Geschöpfes voraus; denn er ist der Vollkommene: daher ist seine Liebe unmittelbarer und brennender als die Liebe seines Geschöpfes”:
Aglaia: “Aber wie kann Gott meinen Schmutz lieben?”
Jesus: “Bemühe dich nicht mit dem Verstande begreifen zu wollen. Er ist ein Abgrund der Barmherzigkeit, dem menschlichen Geiste unbegreifbar. Aber dort wo die menschliche Intelligenz nicht mehr begreift, erkennt die Intelligenz der Liebe die Liebe des Geistes. Sie versteht und dringt sicher in das Geheimnis, das Gott ist, und in das Geheimnis der Begegnung der Seele mit Gott ein. Sie dringt ein, ich sage es dir. Sie dringt ein, weil Gott es will”.





boah, wie schön! Vielen Dank!!!
Zitiere, zitiere, zitiere Valtorta.
Und du wirst irgendwann begreifen.
Danke für diesen kurzen aber schönen Text; es ist Balsam auf der Seele.
Martial