Am Wochenende habe ich mich in einer freien Stunde mal durch eine Menge Streetdrummer geklickt. Dabei kann man auf große Talente und fähige Leute stoßen. Hier ist mit ziemlichen Abstand der beste, den ich fand.
Engelbilder
16. Januar 2012 von Johannes

Die Engel Gottes besingen seine Menschwerdung.

Die Engel beim Tode des Gerechten Josef.

Der Legende nach waren es die heilige Engel, die dem heilgen Thomas einen Gürtel um die Lenden legten, der seine innere Freiheit zum Schreiben schützen sollte.
Katholische Fremdwörter NR. 45: Die Engel ohne Botschaft
15. Januar 2012 von Johannes

Der Oberlehrer meint: Was mit fremden Wörtern erklärt wird, bleibt unverstänlich.
Es gibt einen zweiten Grund, warum es nicht lohnt, sich in Esoterikläden nach Engeln zu erkundigen: Man wird keine guten finden.
Der Name Engel kommt bekanntermaßen aus der griechischen Sprache, wo “aggelos” schlicht Abgesandter oder Bote heißt. Soweit ich in den esoterischen Angeboten von Engeln lesen konnte, waren sie alles mögliche, außer Boten.
Bote ist eine Berufsbezeichnung wie Briefträger oder Funker. Ein Bote, der keine Botschaft bringt ist kein guter Bote und ein Funker, der keine Funksprüche weitergibt ist kein guter Funker. So ist auch ein Wesen, das nicht von Gott erzählt, kein guter Engel.
Die Engel in der esoterischen Literatur meiner Kenntnis machen alles mögliche, außer das, was sie ihrem Namen nach eigentlich tun sollten: Von ihrem Herrn berichten oder wenigstens deutlich genug in seinem Namen unterwegs sein.
In der Bibel sind Engel eigentlich keine Sensation. Sie gehören in der gleichen Selbstverständlichkeit zum Geschehen wie der Tempel zu Jerusalem. Engel tauchen so selbstverständlich auf, wie Nathanael hinterm Feigenbaum hervorkommt.
Dass der Engel Gabriel plötzlich bei der heiligen Jungfrau erscheint, hat etwas von der gleichen Selbstverständlichkeit, wie wenn ihre Mutter Anna herein käme. Es steht einfach zu Lesen, dass ein Bote Gottes ins Geschehen tritt. Für Maria wird die Überraschung groß gewesen sein. Das Überraschende war aber nicht, dass es den Engel gab, sondern eher, dass er gerade zu ihr kam.
Dem heiligen Josef erklärt der Engel mit selbstverständlicher Gelassenheit die Jungfräulichkeit Mariens, wie wenn der weise Gamaliel sie ihm dargelegt hätte. Den Engek brauchte es nur wegen der Nachdrücklichkeit. Auch am leeren Grab steht der Engel wie selbstverständlich da. Die Verwunderung war natürlich groß. Die drehte sich aber nie um die Engel, sondern um das Geschehen, das sie erklären.
Nicht die Engel sind das Sensationelle, sondern das Geschehen. Neben der Menschwerdung verblasst die schlichte Tatsache, dass es ein Engel war, der sie erklärte. Im Licht der Auferstehung verschwindet der Engel, der sie deutet.
Für den aufgeklärten Katholiken verblassen die Engel, weil die Gläubigen bei ihrem Erscheinen immer mit einer viel größeren Überraschung zu rechnen haben, die Gott heißt und die er parat hat. Im Licht des Schöpfers ist sogar das übernatürliche Leuchten der Engel wie eine Kerze im Nebel.
Wann immer es bei den Engeln mit rechten Dingen zugeht, ist Gott die Sensation, nicht seine Boten. Das scheint mir in der Esoterik völlig zu fehlen. Hier weist über den Engel nichts hinaus, er selbst ist die Sensation. Das macht ihn zum schlechten Engel. Ein Esoteriker wird völlig überwältigt und befriedigt sein, wenn ihm ein Engel auf der Straße erscheint und wieder verschwindet. Ein Katholik wird ihm hinterherrufen und fragen, ob er nicht das Wichtigste vergessen hat.
Viel mehr noch. Ein Esoteriker wird, wenn er einen Engel sieht, kaum zweifeln und sich freuen, auch wenn er einfach so wieder verschwindet. Ein Katholik wird einem Engel, der ohne Botschaft oder einen Hinweis auf Gott da steht, nicht über den Weg trauen. Er wird sich entweder die Augen reiben und sich fragen, was er getrunken hat, oder er wird ihn achtkantig aus dem Haus werfen. Ein Engel ohne Gottesbotschaft ist eben ein schlechter Engel. Für schlechten Engel haben wir andere Bezeichnungen und die klare Weisung: Nicht mit ihnen sprechen und sofort hinauswerfen, und zwar achtkantig!
Katholische Fremdwörter Nr. 44: Die Engel und die Esoterik
14. Januar 2012 von Johannes

Der Oberlehrer meint: Was mit fremden Wörtern erklärt wird, bleibt unverstänlich.
Wenn wir über den Teufel reden, dann reden wir im Grunde über einen Engel. Das ist, wie wenn wir über Mussolini, Stalin oder Hitler sprechen. Auch da sprechen wir von Menschen; wenn auch von solchen, die den Weg des Menschlichen verlassen haben.
Im ähnlichen Sinn hat der Teufel, der eigentlich ein Engel ist, den Pfad der Engel verlassen.
Mich wundert, dass das so gut wie nie erwogen wird. Die Regale in den esoterischen Buchläden sind gesteckt voll mit Büchern über Engel. Offenbar haben tausende von Leuten mit geheimen Lichtwesen Kontakt, die sie als Engel beschreiben. Unzählige schildern Erlebnisse mit Engeln oder stehen sonst im lebendigen Austausch mit ihnen. Kaum eines dieser Werke aber kommt auf den naheliegenden Gedanken, sie nach deren Aufrichtigkeit zu fragen.
Es werden dauernd Engel geschildert, die Unglücke abwehren, die bei Unfällen plötzlich zur Stelle sind und die wichtige Botschaften senden.
Wenn aber ein Engel beim Unfall hilft, wird man doch davon ausgehen können, dass er helfen wollte. Wenn ein Engel eine Botschaft sendet, wird man davon ausgehen können, dass er sie senden wollte.
Da dürfte doch die Frage gestattet sein, ob es nicht auch Engel gibt, die zur Unfallstelle fliegen, ohne zu helfen. Man könnte sich doch fragen, ob es nicht auch Engel gibt, die sich einfach gern unsere Unfälle anschauen.
Wenn ein Engel eine wertvolle Botschaft sendet, weil er sie senden will, dann müsste es doch auch sein können, dass es Engel gibt, die sich einen Spaß daraus machen, die Botschaften für sich zu behalten.
Wenn ich richtig beobachte, wird den Engeln in aller Regel zugetraut, dass sie stark sind. Sie sind lichtvoll, mächtig, groß und kräftig. Aber keiner von ihnen scheint frei zu sein. Den Lesern wird gesagt, sie werden von Engeln begleitet, die sich um sie kümmern.
Es sind Engel in unserer Nähe, die Licht geben und positive Energie verströmen. Das ist ja alles gut.
Wenn wir es aber mit freien Wesen zu tun haben, dann müsste doch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass sie sich ganz anders entscheiden. Davon wird nicht gesprochen. Ich vermute, das geschieht nicht, weil man dann über Teufel zu reden hätte.
Wenn jemand ein Buch über die Menschheit schreibt, dann werden wir es als höchst unvollständig ansehen, wenn darin nur Helden und tugendhafte Wesen geschildert werden. Jeder würde sagen, die anderen, bösen, müssten der Vollständigkeit auch erwähnt werden. Andererseits wird die Wirklichkeit überhaupt nicht gespiegelt. Im gleichen Sinn müsste ein gutes Buch über die Engel entweder auch das Teuflische erwähnen, oder es müsste erklären, warum Engel nicht böse sein können. Ein solches Buch habe ich in den Esoterikecken bislang nicht angetroffen. Das ist ein Grund, warum es nicht lohnt, sich in Esoterikläden nach den Engeln zu erkundigen. Es gibt noch einen weiteren, auf den wir als nächstes zu sprechen kommen sollten.
Aus der Serie:
13. Januar 2012 von Johannes
Ein Papst, wie er leibt und lebt.

Papst Johannes XXIII, zu Lebzeiten gern Johannes, der Gute genannt.
Bild des Tages
13. Januar 2012 von Johannes
Also hier musste ich wirklich bremsen,
als ich es in meinen Archiven herumliegen sah!

Viktor Vasnetsov, Portrait
Schönes Wochenende!
13. Januar 2012 von Johannes
Du merkst, dass nach den Feiertagen der Alltag wieder Einzug gehlaten hat, wenn es wieder SWClips gibt!
Der zweite in diesem Jahr ist hübsch, fetzig und weiblich.
Eine schicke Nummer zum gute Laune kriegen.
Bühne frei für Ladyhawke – My Delirium!
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