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Empfehlung


1. Februar 2012 von Johannes

Ich bin zugegebenermaßen etwas schweigsam auf meinem Blog.
Das mag daran liegen, dass ich mich in die Lektüre der Gnadenlehre beim heiligen Thomas vergraben habe.
Das soll mich aber nicht abhalten, wenigstens eine schicke, warme Empfehlung für kaltes Schietwetter weiter zu geben:
Und zwar für Ladies und Gentleman in gleicher Weise!

Bildschirmfoto 2012-02-01 um 15.21.54


Gedenktag


31. Januar 2012 von Johannes

Heute, am Tag des heiligen Don Bosco, gedenkt die Kirche eines der großen Helden meiner persönlichen Frömmigkeit. Ihm zu Ehren eine kleine Bilderstrecke.

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9 Die Signatur.

9 Die Signatur.

Minitanz


31. Januar 2012 von Johannes

Manche Menschen haben es wohl von klein auf im Blut…


Bild des Tages


31. Januar 2012 von Johannes

Irgendwie ist der Mensch zugleich ganz groß und ganz klein.


Bau


Wenn er sich nicht mehr als Geschöpf sieht, läuft er Gefahr,
sich in die falsche Richtung zu vermessen.

Katholische Fremdwörter Nr. 48 Über die Gnade, Einleitung


31. Januar 2012 von Johannes
Der Oberlehrer meint: Was mit fremden Wörtern erklärt wird, bleibt unverstänlich.

Der Oberlehrer meint: Was mit fremden Wörtern erklärt wird, bleibt unverstänlich.

Ich gehe schon seit Tagen mit dem Wunsch durch mein Leben, etwas über die Gnade zu schreiben. Wann immer ich mich aber an den Rechner setzte und losschreiben wollte,  war mir ein bisschen, wie früher einmal, als ich einen meiner ersten Liebesbrief schreiben wollte. Ich legte los, schrieb die erste Zeile, fand den Anfang ganz unmöglich und warf das Blatt weg, um neu anzufangen.
Ich erinnere mich noch genau an den Anblick nach einiger Zeit der Verzweiflung: Der Papierkorb wurde immer voller, der Block immer dünner und meine Verse blieben mir im Herzen stecken.

Ein Kapitel über die Gnade dürfte etwas anderes werden als mein erster Liebesbrief, von dem ich übrigens gar nicht mehr weiß, ob ich ihn je zustande gebracht habe. Das Wort Gnade hat aber etwas von jener Überforderung bei sich, die ich damals verspürte, als ich nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Niemand kann genau sagen, wo die Gnade anfängt und wo sie beginnt.

Die einzigen, die schnell mit der Gnade fertig sein dürften, sind die missionarischen Atheisten unserer Tage. Sie trompeten im Brustton ihrer unwissenschaftlichen Überzeugung, es gebe keinen Gott. Wenn sie Recht haben, dann kann es auch keine Gnade geben. Ohne Gott keine Gnade.

Sobald wir aber glauben, dass der Atheismus auf dem Holzweg marschiert, wird es mit der Gnade unerklärlich.
In der Schule des heiligen Thomas habe ich mich an den Gedanken gewöhnt, dass Gott allen Geschöpfen auf unbeschreibliche Weise viel näher ist, als sie sich selbst je sein können.
Dieser Gedanke, den Thomas oft wiederholt und wendet, schien mir immer (und scheint mir noch) wie eine Denkaufgabe für Jahre zu sein: Wenn wir die Welt wirklich als Schöpfung denken, dann muss der Schöpfer allen Geschöpfen und überhaupt allem, was kreucht und fleucht, immer ganz innerlich und nahe sein!
Das ist in der Tat eine Annahme, über den man ein ganzes Leben nachdenken kann, zumal man ihm im Alltag gleich immer wieder vergisst. Wer denkt beim Reifen wechseln, beim Essen kochen, Schuhe zubinden oder im Spielkasino schon daran, dass Gott ihm gerade jetzt das ganze Dasein verleiht, das zu jeder Zeit so frisch ist, wie ein Neugeborenes?

Der heilige Augustinus, von dem Thomas den Gedanken kannte, hatte viel darüber nachgedacht. Eines Tages ließ er sich zu dem geheimnisvollen Satz hinreißen, alles sei im Grunde Gnade. Alles muss Gnade sein!
Der Gedanke hat etwas Bestechendes: Gott schläft nicht. Er ist allen Geschöpfen immer ganz nahe. Er kann alles und nichts, was geschieht, geschieht ohne sein Zulassen. Wenn das so ist, dann kann es gar nicht anders sein, dann ist alles irgendwie Gnade: Nichts geschieht ohne Gottes Hilfe im weitesten Sinn.

Augustinus meinte den Satz aber gar nicht nur hinsichtlich der Tatsache, dass alle Geschöpfe Geschöpfe sind. Er wollte ebenso sagen, dass der Mensch ohne die Hilfe Gottes nichts wirklich Gutes zustande bringt. Das macht den Satz noch mal viel schwieriger, und er wurde dann auch über lange Zeit zum Streitthema Nummer eins zwischen Protestanten und Katholiken: Kann der Mensch sich vor Gott selbst etwas erwerben oder nicht?

Das Problem wurde letztlich zur Frage, was die Sünde mit dem Menschen angerichtet hat: Die einen sagten immer schon, die Sünde zerstört etwas im Menschen und lässt ihn ziemlich verkommen. Sie zerstört ihn aber nie so sehr, dass er keine Möglichkeit mehr hat, von sich aus etwas Gutes zu wollen.
Andere schrieben nun dagegen, die Sünde habe die menschliche Natur derart tief zerrüttet, dass niemand mehr von sich aus etwas Gutes wollen, und schon gar nichts zustande bringen kann. „Alles ist Gnade“ hat hier noch einmal einen zweiten, tiefen Kern: Wenn der Schöpfer, der schon so gut ist, dass er uns nicht gleich wieder vernichtet, nicht noch einmal mit einer Extragnade eingreift, kann niemand seine Heimat bei ihm erreichen!

Ich sitze also hier und versuche, über die Gnade zu schreiben. Wenn ich nicht, wie früher, alle Anfänge gleich wieder in den Müll werfe, dann wird mein Kapitel, so lang es auch werden mag, bis zum Schluss hin wahrscheinlich eine Einleitung bleiben.

Wahnsinn!


30. Januar 2012 von Johannes

Einen ähnlichen Clip hatte ich ja schon vor einiger Zeit. Dieser aber schlägt die bisherigen, finde ich.


Bild des Tages


30. Januar 2012 von Johannes

Es ist schon öfter vorgekommen, dass die Tauben beim Papst nicht recht losfliegen wollten oder dass sie wieder kamen.

PapstundTaube


Klasse!


29. Januar 2012 von Johannes

Umschau


29. Januar 2012 von Johannes
Was sich bei draußen, bei den Banknachbarn so tut.

Was sich bei draußen, bei den Banknachbarn so tut.

Pünktlich zur Heilig-Rock-Wallfahrt gibt es bei catholicism wow natürlich wieder ein passendes T-Shirt, das zur Gewinnung des üblichen Ablasses den würdigen Rahmen darstellen könnte.

Bildschirmfoto 2012-01-29 um 10.14.38

Ein Muss für alle Pilger, würde ich sagen!

Mein lieber Feiertag


28. Januar 2012 von Johannes

Aquinas2


Es heißt: Reginald von Piperno, der Freund und Schreiber des heiligen Thomas lag einmal sterbenskrank darnieder. Der Heilige legte ihm eine Reliquie der heiligen Agnes auf die Brust und sagte, er müsse jetzt einen ganz festen Glauben haben. Der Freund wurde durch ein Wunder gesund, und wie es sich für einen ordentlichen Heiligen gehört, versprach Thomas ein Dankopfer: Er lud seine Studenten am Fest der heiligen Agnes zum Essen ein.

Das sollte Grund genug sein, heute, am Gedenktag des heiligen Thomas, meinen großen Liebling unter den Heiligen dadurch zu ehren, dass ich etwas Gutes esse und den nächstbesten Freund, der mir über den Weg läuft, einlade um, wenn er Lust hat, ein gutes Gespräch mit ihm zu führen.


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