Posts mit Tag ‘Maria’

Madonna

Samstag, Dezember 31st, 2011

Wenn es eine Mariendarstellung gibt, in die ich mich wirklich verliebt habe, dann ist es die salus populi romani hier in Rom (Maria Maggiore). Es gibt allerdings auch andere, ganz entzückende Marienbilder in ganz anderen Ländern.

Mein Liebling unter den Marienbildern: Die Salus Populi in Rom.

Mein großer Liebling unter den Marienbildern: Die Salus Populi in Rom.


Osteuropäische Darstellung, wenn ich nicht irre.

Osteuropäische Darstellung, wenn ich nicht irre.


Darstellung aus Japan.

Darstellung aus Japan.


Eine zweite japanische.

Eine zweite japanische.


Darstellung in chinesischer Tracht.

Darstellung in chinesischer Tracht.


Heilige Familie aus China.

Heilige Familie aus China.


In russischer Kunst.

In russischer Kunst.


Mein Adventskalender: 3. Dezember

Samstag, Dezember 3rd, 2011

Kalender3

Heute ist Samstag. Da gehört es sich, beim heiligen Thomas zu stöbern und einen Gedanken über Jesu liebe Mutter aufzutun.
Ecco!

“Man muss sagen, es war angemessen, dass die Empfängnis Christi der seligen Jungfrau angekündigt wurde….
(u.a.) damit offenkundig werde, dass eine gewisse geistige Vermählung zwischen dem Sohn Gottes und der Menschlichen Natur geschehen sollte.
Mit der Verkündigung war die Erwartung verknüpft, dass die Jungfrau im Namen der gesamten menschlichen Natur ihre Zustimmung gebe.”

“Dicendum quod congruum fuit beatae virgini annuntiari quod esset Christum conceptura…
ut ostenderetur esse quoddam spirituale matrimonium inter filium Dei et humanam naturam. Et ideo per Annuntiationem expetebatur consensus virginis loco totius humanae naturae.”  Sth III,1,co

Ich wünsche allen Lesern einen gesegneten 2. Advent!

Die sieben Schmerzen Mariens

Donnerstag, September 15th, 2011

Der heutige Gedenktag erinnert an die sieben Schmerzen Mariens, die in der Bibel Erwähung finden:

Die Begegnung mit Simeon im Tempel: Dir aber wird ein Schwert durch die Seele fahren.

Die Begegnung mit Simeon im Tempel: Dir aber wird ein Schwert durch die Seele fahren.

Maria muss mit ihrem Sohn nach Ägypten fliehen, um dem Kindermord des Herodes zu entgehen.

Maria muss mit ihrem Sohn nach Ägypten fliehen, um dem Kindermord des Herodes zu entgehen.

Maria sucht ihren zwölfjährigen Sohn und findet ihn erst nach drei Tagen im Tempel.

Maria sucht ihren zwölfjährigen Sohn und findet ihn erst nach drei Tagen im Tempel.

Maria begegnet ihrem Sohn auf dessen Weg ans Kreuz.

Maria begegnet ihrem Sohn auf dessen Weg ans Kreuz.

Maria erlebt den Tod ihres Sohnes unter dem Kreuz.

Maria erlebt den Tod ihres Sohnes unter dem Kreuz.

Der verstorbene Sohn wird vom Kreuz herbgenommen und seiner Mutter in den Schoß gelegt.

Der verstorbene Sohn wird vom Kreuz herbgenommen und seiner Mutter in den Schoß gelegt.

Jesus wird ins Grab gelegt.

Jesus wird ins Grab gelegt.

Die Mutter im Detail von Caravaggios Bild.

Die Mutter im Detail von Caravaggios Bild.

Gedenktag

Donnerstag, September 15th, 2011
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Heute ist der Gedenktag der Schmerzen Mariens; der Frau, der ich mein Blog gewidmet habe.

Mariae Geburt

Donnerstag, September 8th, 2011

Heute, neun Monate nach dem Fest Mariae Empfängnis am 08.Dezemter,
feiern wir das Fest der Geburt der Gottesmutter.

MariaGeburt

Amen.
Heilige Jungfrau,
bitte für uns!

Maria eine Königin? Wie kann das sein?

Montag, August 22nd, 2011
Velázquez, Diego: Krönung Mariens, Ausschnitt.

Velázquez, Diego: Krönung Mariens, Ausschnitt.


Heute ist der Gedenktag „Maria Königin“. Warum aber, wenn Maria doch nie königlich war?

Wer ein König oder eine Königin ist, der weiß das und nennt sich so. Es hat wohl noch keinen König gegeben, der nicht um sein Königtum wusste und kaum ein König erzählt keinem, dass er ein König ist.

An der einzigen Stelle im Evangelium, wo Maria von sich selbst spricht, sagt sie ihr berühmtes „ecce ancilla domini“ – „Siehe, ich bin die Magd des Herrn.“ Offenbar das Gegenteil einer Königin.

Ein Blick auf die Kunst, die uns die Szenen aus ihrem Leben zeigen, stellen uns Maria in Alltagskleidung vor. Auch da ist nichts von Brokat und königlichen Gewändern.

Ein Gedanke. 
Es gibt innerhalb der Theologie eine eigene Lehre über Maria, die Mariologie genannt wird.
Die Mariologen sagen aber, dass es keine eigene Lehre über Maria gibt. Das klingt paradox, meint aber das Entscheidende.

Wenn Theologen über Maria sprechen, dann zur Erklärung theologischer Dinge. Diese Erklärung zeigt jedoch nicht auf Maria selbst, sondern mehr auf ihren Sohn und sein Wirken.

Maria ist überhaupt nur wegen ihres Sohnes das, was sie ist.
Ein Beispiel. Wir nennen Maria die Neue Eva. Die alte hatte mit ihrer Entscheidung das Verhältnis der Menschheit mit Gott verdorben.
Gott wollte das wieder gut machen und mit einer neuen Eva beginnen. Der Verrat der alten Eva war die erste Sünde auf der Welt.
Dadurch, dass Eva bis dahin nicht gesündigt hatte, war ihre Entscheidung ganz frei, ganz ungetrübt und ganz unverfälscht.
Da Gott mit einer neuen Eva wieder neu beginnen wollte, bewahrte er diese frei von jeder Trübung, also frei von jeder Sünde. Auch sie sollte ganz unverfälscht, frei und ungetrübt Ja oder Nein sagen können.
Maria war ohne Sünde. So konnte sie überhaupt erst die neue Eva sein. Aus dieser freien und ungetrübten Entscheidung ging ihr Sohn hervor.

Wir sehen, Maria ist überhaupt nur wegen ihres Sohnes und durch ihren Sohn das, was sie ist. Eine Wissenschaft über Maria betreiben heißt, über ihren Sohn und über sein Werk, die Kirche sprechen.

Nun ist es so, dass ihr Sohn mehr oder weniger verkleidet über die Welt ging. Er verbarg seine eigentliche Majestät und offenbarte sie nur selten.

Jesus sah nicht aus, wie ein König, er war aber einer. Er kam daher wie ein Bettelmann und war doch der Herrscher des Weltalls. Er sah aus wie einer, den man einfach hinrichten konnte und besiegte in seiner Macht am Kreuz den Tod.

Paulus schreibt, jedes Knie wird sich vor ihm beugen und jede Zunge wird bekennen: „Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes des Vaters.“ (Phil 2)

Jesus ist der König und sein Königtum spricht sich bereis im Namen aus. Er ist der „Christus“, was „der Gesalbte“ heißt.
Hier tut sich nun ein Umstand auf, um den die Christen leider nicht viel wissen: Auch sie werden im Ritus der Taufe mit dem heiligen Chrisamöl gesalbt. Damit haben sie Anteil an Christus selbst und Anteil an seinem königlichen Titel!
Wenn man so möchte, sind die getauften Christen allesamt durch ihre Zugehörigkeit zum König des Weltalls kleine, aber wahre Prinzen und Prinzessinnen am kirchlichen Hof, der in die Welt gestiftet ist.

Es schließt sich eine Klammer: Christus ist der König des Himmels und der Erde. Die Christen bekommen in den Sakramenten Anteil an seinem Königtum und werden Söhne und Erben genannt. Mitten da hinein ordnet sich Maria, die Mutter und zweite Eva. Jetzt als  geistliche Mutter der neuen, getauften und königlichen Menschheit; zugleich als Mutter des Gesalbten, des Königs des Weltalls. Wenn all das sie nicht zur Königin macht, was dann?

Halleluja!

Montag, August 15th, 2011

Heute ist das Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel.
Ein Fest, das mein Herz so lieb berührt, wie kaum ein anderer Gedanke auf der Welt.

Hab lange überlegt, was man da auf das Blog stellen könnte.
Nach längerem Stöbern in der Bilderwelt,
nach Ausflügen in die Gesänge aller möglichen Gemeinschaften,
führte mich der Weg wieder zurück in die wohl vollkommenste Musik,
die es auf Erden geben kann: Zum einstimmigen, melancholischen Choral der Kirche.
Ohne Studio, ohne Abmischung und Verschönerung, ganz aus dem Leben der ecclesia orans,
der betenden, bittenden, preisenden und anbetenden Kirche.

ASSUMPTA EST MARIA IN CAELUM
GAUDENT ANGELI
LAUDANTES BENEDICuNT DOMINUM.

Maria ist mit Leib und Seele von Gott
in den Himmel aufgenommen worden,
die Engel freuen sich,
und loben und preisen den Herrn.





Was ist Jungfräulichkeit eigentlich? Zweiter Teil.

Donnerstag, Juni 16th, 2011
Maria ist das große Vorbild der Jungfräulichkeit um des großen Zieles willen.

Maria ist das große Vorbild der Jungfräulichkeit um des großen Zieles willen.

Viele kennen das: Ein solches Entzücken für einen Partner oder ein Kind, dass die Seele ausruft: Dafür lohnt es sich zu leben!
Beinharte Männer, die plötzlich Vater werden, bekommen Tränen in die Augen und ändern ihr Leben, um ganz für ihren kleinen Schatz da zu sein.
Großartige Menschen stellen ihr Leben um eines hohen Zieles willen um und werden darin noch großartiger.

Was es auch gibt: Viele Fälle, in denen aus dem Wind irgendwann eine Flaute wurde, aus der Flaute Stillstand und daraus ein Ende. Begeistert sein ist nicht schwer, verknallt sein auch nicht. Zur hohen Kunst gehört das Erhalten und Pflegen seiner Leidenschaft.

Ein Meister des geistlichen Lebens hat einmal gesagt, es sei leicht, für kurze Zeit heilig zu sein. Die Kunst bestehe darin, das Feuer über die Zeiten hinweg am brennen zu halten. Es gilt die Fackel auch dann treu weiter zu tragen, wenn die Zeiten lang werden und die Bedingungen ungünstig.

Mir ist ein tragischer Fall in frischer Erinnerung. Alle Voraussetzungen waren da: Eine wunderbare Frau, ein entzückendes Kind, ein Job und alles in allem gute Umstände.
Dann kam etwas Banales dazwischen: Ein schnödes Computerspiel. Eine platte, einsame Beschäftigung für dreißig Euro vermochte es, den bis dahin hochherzigen Kerl an sich zu binden und zuerst innerlich, dann äußerlich von seinen hohen Zielen abzubringen.

Beispiele dieser Art gibt es viele, und es müssen nicht billige Spiele sein, die einem den Kurs verstellen. Es können auch an sich gute, lohnenswerte Dinge sein. Wahrscheinlich gibt es kein herrlicheres Geschenk Gottes, als ein großes, kühles Bier nach getaner Arbeit. Es kann allerdings geboten sein, zur rechten Zeit selbst auf diese Gabe zu verzichten, wenn es sein muss.

Was das alles mit der Jungfräulichkeit zu tun hat? Der bewusst jungfräulich lebende Mensch enthält sich mancher Dinge, die an sich gut und schön sein mögen. Er gut es um einer Liebe willen, die ihm alles bedeutet; um einer Liebe willen, die wahrscheinlich nicht viele wirklich verstehen.

Bild des Tages

Dienstag, Juni 14th, 2011
chinesische Muttergottesdarstellung.

chinesische Muttergottesdarstellung.

Was bedeutet Jungfräulichkeit eigentlich?

Dienstag, Juni 14th, 2011
Jesu Mutter wird seit je als die große Ausnahmeerscheinung unter den Menschen angesehen.

Jesu Mutter wird seit je als die große Ausnahmeerscheinung unter den Menschen angesehen.

Jetzt aber vielleicht endlich ein paar Gedanken zur Jungfräulichkeit selbst, damit wir wissen, worum es überhaupt geht.

Es dürfte ja von Interesse sein, warum die alten Kirchen während der langen Zeit ihres Bestehens so ein Aufhebens um die Jungfräulichkeit gemacht haben.

Bei meiner Arbeit an der Schule kommt das Wort Jungfrau hier und da im Gespräch bei den Jugendlichen vor. Etwa in der Frage: „Bist du noch Jungfrau?“ Damit ist eigentlich weniger der Körper oder das Befinden des gefragten Mädchens angefragt. Es wird da nicht gefragt, wie es ihr geht und was mit ihr ist. Die Frage zielt eher darauf, ob sie schon bestimmte Erfahrungen gemacht hat. Die Mädels wollen wissen, ob jemand schon in sexueller Hinsicht mit einem jungen Mann zusammen gekommen ist oder nicht.

Vor kurzem hatte ich in diesem Rahmen ein Gespräch mit jungen, muslimischen Mädchen. Im kulturellen Denken ihrer Familien legt man größten Wert darauf, dass die Mädchen „noch Jungfrau“ sind, wenn sie, zum Teil sehr früh, in die Ehe gegeben werden.
Auch hier meint Jungfräulichkeit zunächst nichts anderes als ein „noch nicht“ und bezieht sich auch auf das sexuelle Zusammenkommen zwischen Mann und Frau. Wenn man so möchte, hat der Bräutigam so etwas wie ein Recht darauf, seine Braut derart unberührt in die Ehe zu führen, dass er der erste ist, der mit ihr schläft.

In unserem, christlichen Zusammenhang ist das ganze eher etwas anders gemeint. 
Vielleicht darf ich noch mal auf ein Bild zurück kommen, das ich im Zusammenhang mit der Reinheit schon bemüht habe. Es gibt zwei Arten von Reinheit. Das Gegenteil der einen ist schmutzig. Ein Arzt muss reine Hände bei seiner Tätigkeit haben. Er reinigt sie vom Schmutz der Straße, um seine Patienten nicht zu verunreinigen.
Die zweite Weise der Reinheit gibt es beim deutschen Bier etwa. Das Reinheitsgebot spricht nicht davon, dass das deutsche Bier frei von Schmutz sein soll. Das wird von alle anderen Biere auch verlangt. Deutsches, reines Bier soll ohne Zusatzstoffe; eben nur „reines“ Bier sein. Die anderen Biere sind nicht unrein im Sinn von Schmutzig. Sie sind lediglich nicht ganz und gar ohne Beimengung (ansonsten durchaus guter Sachen).

Ähnlich ist es mit der Jungfräulichkeit im christlichen Sinn gemeint. Der Vergleich ist natürlich etwas grob und fragwürdig. Das Reinheitsgebot aber sagt, das deutsche Bier dürfe nur Bier und nichts anderes sein. Alle Inhaltsstoffe gehen nur darauf hinaus, dieses eine Bier zu werden.
Etwas ähnlich sagt die Reinheit einer geistigen Jungfrauenschaft, eine Seele möchte nur auf eines hinaus sein und ganz und gar für dieses eine Leben: Für die Begegnung mit Gott, stellvertretend für die ganze Welt und damit in tiefer Einheit mit den Menschen. Morgen mehr dazu.