Mal wieder ein bisschen was für Feinschmecker.

Mal wieder ein bisschen was für Feinschmecker.

Lange keinen Zettel mehr aus meinem Thomaskasten gezogen.
Heute habe ich einen passenden gefunden:

Lange keinen Zettel mehr an die Pinwand geklebt.
Daher vielleicht ganz passend ein kleiner Gruß
des heiligen Thomas an die beiden Neupriester
aus den Reihen der Blogozese.





Aus der Summe der Theologie
Dort, wo der heilige Thomas sich in der Summe der Frage stellt, ob die Verkündigung des Glaubens zum Heil notwendig sei, findet sich ein interessanter Gedanke. Im zweiten Einwand heißt es, die Verkündigung komme eigentlich nur denen zu, denen es eigent gegeben ist.
Auf unserem Zettel steht die Antwort: Normalerweise stimmt das. In Zeiten aber, in denen der Glaube in Gefahr ist, müssen die Christen sozusagen zusammenrücken und die Verkündigung gemeinsam übernehmen.
Ob solche Zeiten nicht gerade verstärkt auf uns zukommen?
Wann immer moderne Reformen der Kirche gefordert werden, haben diese eine Verankerung im zweiten vatikanischen Konzil. Wenn beklagt wird, dass die Kirche sich nicht genügend oder genügend schnell ändert, wird meist gefordert, das zweite vatikanische Konzil solle durchgesetzt werden. Das ist der Maßstab.
Da trifft es sich gut, dass der heilige Thomas gerade von diesem Konzil als ganz besondere Autorität und als Lehrer betont wird. Kein Konzil hat das vorher getan. Im Dekret über die christliche Erziehung wird der heilige Thomas sogar ganz direkt als Vorbild herausgestellt.
Man wird also sagen können, dass die Reformer eine Umsetzung der Lehre des heiligen Thomas fordern. Das verbindet mich mit ihnen.
Ist mein thomanischer Zettelkasten gar ein Sprachrohr der modernen Reformer?
Wie immer auch: Hier jedenfalls mein neuster Zettel. Er sagt in schlichter Weise, dass der Heilige Geist für die Kirche sorgt. Wir brauchen also nicht hektisch werden….

Wir müssen es leider sagen:
Der heilige Thomas von Aquin,
vom zweiten vatikanischen Konzil eigens,
ausdrücklich
und ganz besonders
allen als lehrender Maßstab
ans Herz gelegt,
ist,
was die Kirche angeht,
einfach nicht als Demokrat zu gewinnen.

Aus der Summe, die der heilige Vater vorgestern noch als ganz besonders wertvolles Werk bezeichnet hat.
Nach diesem Befund des Heiligen ist der wichtigste
und entscheidendste Schritt zu einer sinnvollen Reform
offenbar die Wahl eines theologisch möglichst feinsinnigen
Papstes. Den haben wir – Gott sei Dank.

concede mihi
Auf meinem heutigen Zettel steht der Beginn des “Concede mihi”,
meines Lieblingsgebetes, das der heilige Thomas täglich gebetet hat
und das auch ich täglich bete.
Als Leckerbissen in Latein,
und hier in deutscher Übersetzung.
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