Archiv für die ‘Widerworte’ Kategorie

Dialog auf Augenhöhe

Samstag, Februar 4th, 2012
"Wie jetzt, du segnest die Leute noch?!"

"Wie jetzt, du segnest die Leute noch?!"

Franz und der Gehorsam

Samstag, Januar 28th, 2012
Gott überrascht die Welt in seinen Helden.

Gott scheint eine Vorliebe dafür zu haben, die Welt in seinen Helden gründlich zu überraschen.

Am Gehorsam scheiden sich die Lager, wie an einer Klinge. Entweder man hasst oder man liebt ihn. Für den einen muss er als erstes bekämpft werden, für den anderen ist er der Garant all dessen, was er lieb hat. Das gehört erklärt.

Der heilige Franz von Assisi zählt ohne Zweifel schon zu den großen Helden des Katholischen. Ob man durch Assisi läuft oder in den Büchern und Berichten über ihn stöbert; immer scheint es, als ob der heilige Bettler gerade um die nächste Ecke gebogen kommt und einem ein lebendiges Bild vor die Augen führt; von etwas, was Gott besonders gesegnet hat.

Als das Kreuz von Dan Daminano zu Franziskus sprach, hat der Schöpfer ihn direkt und mitten im Leben angesprochen. Ebenso direkt und schnell antwortete er mit seinem ganzen Leben darauf.
Ohne zu zögern, ohne überhaupt irgendwelche Rücksichten zu bedenken, stürmt er begeistert los und nimmt sich nicht einmal Zeit, in Ruhe Ja zu sagen, geschweige denn, etwas zu bedenken.
An Franziskus wird klar: Das liebt der Liebe Gott! Alles wagen, sich wie ein Kind in seine Arme werfen und nichts zurück behalten wollen! Solche Leute bekommen alles zehnfach und hundertfach wieder!

Es gibt aber eine kleine Geschichte im Leben des heiligen Franz, die zum letzten, großen Wendepunkt, zur letzten Prüfung wurde. Es ist die Begegnung mit dem Aussätzigen.

Von Kind an hatte sich der verwöhnte Jüngling vor dem Geruch und dem abstoßenden Äußeren der Kranken gefürchtet, wie man sich vor Schlangen ekelt. Jetzt, da er endlich ein anderer werden wollte, marschierte die Prüfung leibhaftig auf ihn zu: Ein Aussätziger kam ihm auf seinem Weg entgegen, unausweichlich. Das war die Stunde der Entscheidung: Franz nahm allen Mut zusammen, überwand seinen Ekel und tat, was er immer tat: Das Extreme!
Er fiel dem Kranken um den Hals und küsste ihn, als sei er die Großmutter. Und sogleich war ihm, als ob sich mit einem mal sein ganzes Leben ändern würde, 
Später sagte er, ab da sei ihm, was zuvor süß war, bitter, und alles Bittere sei ihm süß geworden.
Was ihn abgestoßen hatte, das bekam jetzt eine geheimnisvolle Anziehungskraft und eine zuvor nie gesehene, verborgene, aber wirkliche Schönheit. Wenn man so möchte, wurde dem erstaunten Jüngling jetzt der tiefere Blick gewährt. Der blieb nicht mehr am Äußeren hängen, sondern konnte die Dinge jetzt von ihrer tieferen, leuchtenden Wahrheit her schauen.

Wenn er jetzt den Aussätzigen küsste, dann eigentlich nicht mehr die äußeren Wunden und Krusten, sondern vielmehr dessen Seele. Jetzt leuchtete etwas, was nur jene schauen konnten, die den Weg bis hierher mitgegangen waren.

Für den reinen Beobachter, der nur äußerlich anweste, wurde der junge Franz jetzt unverständlich. Für alle, die lieber in ihrer Welt zurückgeblieben, fing Franziskus jetzt das Spinnen an. Er tat plötzlich unbegreifliche Dinge. Er verachtete, was alle lieben. Er verschenkte seine Habe, warf alles Äußere von sich und ging in der freudigen Sicherheit eines von Gott Geküssten in die Wälder. Ohne doppelten Boden.

Hier schieden sich endgültig die Geister, und der junge Franz wurde zum Stein des Anstoßes. Wer zurückblieb, der blieb zurück. Wer aber das Eigentliche erkannte und den Mut hatte, ihm zu folgen, der erlebte auch, was er erlebte. Wer mitkam, der musste jedoch auch damit rechnen, dass er den selben Spott, den Hohn und den Zorn der Oberflächlichen auf sich ziehen würde. Der bleibt keinem erspart, der die schnöden Oberflächlichkeiten der Welt von sich wirft und sie den Feigen überlässt.

Wir sind beim Gehorsam. Dabei zeigt sich, dass der, wie der Ekel vor dem Aussatz, mit zu den Dingen gehörte, die eine neue Einschätzung erfuhren. Auch der Gehorsam hörte auf, ein Schreckgespenst zu sein.

Zur Zeit des heiligen Franz hatte sich die Kirche, wie es heißt, mit Pomp und Glämmer angetan. Kirchenfürsten zogen in prächtigen Kutschen durchs Land, gefolgt und umgeben von Dienern und Vasallen, die gebratene Fasanen herbei trugen. Für viele, wahrscheinlich für so ziemlich alle, ein Stein des Anstoßes und ein willkommener Gegenstand zur gerechten Rebellion.
Nicht aber für den Spinner aus Assisi. Der verlangte von seinen Jüngern wieder das Unglaubliche. Er bestand mit Nachdruck darauf, dass sie die Kirchenfürsten umarmten, wie er zuvor den Aussatz. Er verlangte, dass sie den verwöhnten Bischöfen ihre Ringe küssten; und das nicht als äußerliche Demonstration, sondern aus ehrlicher Liebe und aus Glauben.

Franziskus zog mit seiner Schar nach Rom, um zum Papst vorzustoßen. Er ging aber nicht, um ihn zu belehren oder aufzubegehren. Er ging, um ihm vor die Füße zu fallen und ihm demütigen Gehorsam zu leisten. Er verlangte nicht, dass sein Orden anerkannt würde, sondern er bat auf Knien darum. Aus tieferer Einsicht war er der Diener geworden, der er sein sollte.

Es heißt, der Papst hatte des Nachts einen Traum, der ihm den armen Bettler als Retter der Kirche offenbarte. Daraufhin bekam Franz, was er wollte. Er bekam es nicht, weil er dem Papst die Türe eingerannt, sondern weil Gott selbst eingegriffen hatte. Franz rebellierte nicht, sondern überließ alles dem, der die Rebellion nicht wünscht, weil er sie nicht braucht.

Die Rebellion des Ungehorsams hat viele Anhänger. Die Fürsprache des heiligen Franz sicher aber nicht. Franz wusste, wie kein anderer um die Misstände der Kirche, die zu seiner Zeit größer waren als heute. Dennoch, den verwöhnten Papst umarmen hieß Gott um den Hals fallen. Unverständlich für die Äußerlichen, für ihn aber geschaute, tiefere Wahrheit.

Der heilige Thomas sagt einmal, alle lieben das Süße. Der eine mag süßen Wein, der andere süße Trauben oder Speisen. Was aber die vorzüglichste Süße sei, das möge man nicht die vielen fragen, sondern den mit dem feinsten Geschmack. In unserem Fall sollten die befragt werden, die die guten Augen haben; die mit dem gesegneten Blick. Die, die einfach mehr und besser sehen. Nicht irgendwelche äußerlichen Mehrheiten. Mögen diese sich aus demokratisch nennen.

Glückwunsch und große Freude!

Freitag, Januar 6th, 2012
Woelki und Becker

Prof. P. Becker SJ und Erzbischof Rainer Maria Woelki.


Es hat sich sicher schon herumgesprochen!
Papst Benedikt hat ein Konsistorium angekündigt, in dem Erzbischof Woelki und P. Karl Josef Becker SJ zu Kardinälen erhoben werden.
Für mich persönlich in zweifacher Hinsicht eine große Freude. Erzbischof Woelki wurde anlässlich seiner Ernennung zum Erzbischof von Berlin bereits als “Skandal-Bischof Rainer Maria Woelki, der schon ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz oft Schlagzeilen machte!” (Mit Dank an Josef Bordat für seinen wieder mal wunderbaren Kommentar!) betitelt, schon bevor er auch nur ein einziges öffentliches Wort gesagt hatte. Nach allem, was man hört und weiß, verspricht er eine Mischung aus liebenswürdig und katholisch zu sein.
Bei P. Becker hatte ich während meiner kurzen Zeit in Rom an der Gregoriana das Vergnügen, seinen Ausführungen zu lauschen.

Jetzt fehlt nur noch das Qualitätssiegel, auf das auch Josef wartet: Dass Claudia Roth ihr pontifikales Schweigen bricht, dass Hans Küng die Stimme der schweizerischen Inquisition erhebt oder gar, dass Heiner Geisler uns sagt, was Jesus sagen würde. Ich für meinen Teil freue mich doppelt!

Glückwunsch und Gottes reichen Segen den beiden neuen Eminenzen!

Mehr Priester

Freitag, Dezember 2nd, 2011
Manche sollten vielleicht doch einsehen, dass die wirkliche Reform der Kirche sich insgesamt eher konservativ gestaltet.

Manche sollten vielleicht doch einsehen, dass die wirkliche Reform der Kirche sich insgesamt eher konservativ gestaltet.

Alipius hat Recht! Der allgemeine, weltweite Trend, dass die Anzahl der Priesterausbildungen stetig steigt, ist eine Meldung wert.
Überhaupt wächst die Kirche aufs Ganze gesehen viel stärker, als hierzulande oft wahrgenommen wird. Der Gedanke gibt zur Freude Anlass!
Für unsere Reformatoren allerdings geht die Meldung wohl in eine eher unerfreuliche Richtung. Der Trend der Weltkirche scheint sich gar nicht für ihre Ideen zu interessieren. In den Augen unserer Reformer dürfte die frische, jugendliche und wachsende Kirche als schrecklich konservativ, rückständig und nach hinten ausgerichtet gelten. Und den jungen Leuten ist das schnurz.

Es wächst eine junge Priester- und Katholikengeneration heran, die augenscheinlich wenig Lust hat, die küngschen, drewermannschen und heinemannschen Fahnen zu schwingen und auch so resigniert, veraltet und versteinert durch die Gegend zu laufen; mit Forderungen, die die Kirche auf keinen Fall schneller wachsen lassen würde.
Was da heranwächst, hat sich mit anderen, neuen Problemen zu befassen und wird keine Zeit mehr haben, die alten Kamellen aufzukochen.

Der Zölibat wurde schon immer angegriffen, weil er immer ein Stein des Anstoßes war. Die Unmöglichkeit der Weihe von Frauen wird auch schon immer diskutiert; die Idee ist alles andere als neu. Auch die Forderung nach mehr demokratischen Strukturen ist ebenso mittelalterlich wie modern. Vielleicht wäre die heutige Meldung für unsere Reformer mal ein Anlass nachzudenken, ob wir uns nicht gemeinsam für eine Lösung der wirklich aktuellen Probleme einzusetzen?!

Update: Wie ich gerade sehe, wird der Gedanke in catocons Posting, der wiederum Father Z. zitiert, eindrucksvoll unterstrichen. Mit Dank für die Recherche!

Ich kann’s nicht lassen,

Sonntag, November 27th, 2011

aber ich hätte da noch eine hübsche Hymne für unsere Freunde,
die den Papst anklagen, weil er sich im Papamobil nicht anschnallt.


Auf den Punkt

Samstag, November 26th, 2011

Jobo

Wer nicht schreiben kann, kann lesen….
Es hat sich ja in der Blogozese herumgesprochen, dass der Papst wegen Fahren ohne Gurt angezeigt wurde *gääääähn*.
Wer Lust hat, einen zugleich intelligenten und witzigen Kommentar dazu zu lesen, der sollte mal bei Josef Bordat reinschauen.
Es lohnt sich.

Das Empfinden der überflüssigen Kirche

Freitag, November 18th, 2011

ReformIch weiß nun nicht, ob es Churchill oder jemand anders gewesen ist, der gesagt hat, wer mit zwanzig kein Sozialist sei, habe kein Herz. Wer mit dreißig noch einer bleiben wolle, der habe keinen Verstand.
Mir gefällt der Spruch. Nicht, dass ich glaube, alle Zanzigjährigen müssen Linke sein, um Herz zu haben. Mir gefällt die Botschaft, dass man im Leben bereit sein muss, aus seinen Träumen zu erwachen.

In meiner Jugend haben wir, wie alle damals, halb angetrunken die Schnulzen von John Lennon erlebt. Mir war das zwar schon immer irgendwie zu weichgekocht, aber gehört haben wir sie doch. Als ich aufwachte, hörte ich erst, was für Wölfe das überhaupt gewesen waren, mit denen wir geheult hatten.
Jahrelang war sein süßliches „Imagine“ auf den Feiern gelaufen. Jetzt erst ging mir auf, dass er darin von einer Welt träumte, in der man endlich die Religion abgeschafft hatte.
Eine Welt ohne Krieg, das war ja ganz hübsch und man durfte ja mal träumen. Eine Welt ohne Streit wäre auch ganz süß und man durfte mal ein sentimentales Tränchen verdrücken. Eine Welt ohne Religion aber, das wäre schrecklich!

Bei allem Träumen und zeitweiligen Spinnen; ich war eigentlich immer überzeugt, dass Gott den Menschen das Angebot seiner Religion gemacht hat, damit sie nicht elendig zugrunde gehen.
Die Menschen mochten noch so dumme Verstellungen daraus entwickelt haben. Eine Welt ohne Religion aber, das wäre schlimmer als ein Leben ohne Sonnenlicht.

Als ich später in der Kirche meine Heimat wieder gefunden hatte, zeigte sich, dass hier die gleiche Nummer läuft. Dieselbe, verträumte Spinnerei hat sich hier breitgemacht und kaum jemand merkt etwas davon. Es gibt bei Katholiken und Protestanten Bewegungen, die eigentlich davon träumen, dass man die Kirchen eines Tages nicht mehr braucht. Es gibt eine große innerkirchliche Bewegung, die ein grundsätzliches Misstrauen gegen alles Kirchliche hat, das kirchlich bleiben will. Es gibt diese starke Tendenz im Empfinden vieler Menschen, dass Gott wohl mit den Menschen befreundet sein will, dass aber alles, was darauf besteht, dass die Kirche Kirche bleibt, von vorn herein verdächtigt. Die Konservativen sind die, die nicht verstanden haben, dass sie an etwas hängen, das es eigentlich gar nicht geben dürfte.

Ein evangelischer Pastor unserer Gegend bringt es auf den Punkt. Ich verstehe zwar nicht, wie seine Kirche ihn noch bezahlen kann. Seine offene Aufrichtigkeit aber verdient Respekt. Er sagt dem Sinn gemäß, die Religion sei eigentlich eine rein geistige Angelegenheit. Letztlich sei sie etwas zwischen dem einzelnen Menschen und Gott. Derjenige, der nicht mehr zur Kirche komme, sei eigentlich schon einen Schritt weiter.
Die Kirche gilt hier als eine Zwischenstufe zur erwachsenen Religion. Wie wenn man eine Leiter von sich wegstößt, sobald man sein Stockwerk erreicht hat, seien die Kirchen eines Tages unnötig.

Seit ich erwache, werde ich das Gefühl nicht los, dass sehr viele Gläubige, oft wahrscheinlich eher unbewusst, in dieser Richtung empfinden: Eigentlich wäre es besser, wenn man die Kirche schon los wäre. Ich glaube, unsere derzeitigen Reformbewegungen nähren sich zu guten Teilen aus diesem unausgesprochenen Grundempfinden. Deshalb haben wir viel darüber zu sprechen, dass sich die Kirche ganz anders versteht.

Alles zu seiner Zeit

Donnerstag, November 10th, 2011


Die Zeit vor dem Advent ist katholisch gesehen die Zeit im Jahr, in der auch mal über die ernsten Dinge des Lebens nachgedacht wird. In den Gottesdienesten hören wir die Texte, in denen Christus sich auf sein Sterben vorbereitet und vom kommenden Gericht spricht.
In den Klöstern wird das Dies Irae gesungen; ein alter Gesang aus der Totenliturgie, voll Schönheit, voll heiligem Ernst und Trost für die Leidenden zugleich.

Ehrlich? In unseren entlosen Dialogen um Reform und Veränderung der Kirche wagt man kaum, unsere eifrigen Reformer nach ihrer Meinung in diesen Dingen zu befragen. Ihre Drohung, jede Erwähnung der menschlichen Schuldfähigkeit als Drohpredigt zu exkommunizieren, lässt an Tiefe vermissen. Die hat das Religiöse aber nunmal.

Das ist eben doch nicht alles im Leben.

Das ist eben doch nicht alles im Leben.


Das gibt es eben auch, und mir scheint nur dort, wo ein gewisser Sinn fürs Traditionelle nicht ganz verworfen wird.


Reform: Jesus contra Kirche

Sonntag, Oktober 30th, 2011

Update: Text leicht überarbeitet am 30.10. gegen 18. Uhr.


Reform


Ich werde eine Vermutung nicht los, dass hinter unserer derzeitigen Reformwelle der alte Grundsatz steht, Jesus habe die Kirche nicht gewollt. Manche, die es weniger direkt formuliert wissen wollen und vielleicht auch nicht ganz meinen, sagen lieber, Jesus habe die Kirche „so“ nicht gewollt.

Die peinliche Binsenweisheit, dass Reformen eigentlich immer konservativ sind, habe ich schon erklärt: „Re“ heißt „zurück“. Re-formieren heißt, einer Sache die alten Formen wiedergeben.
Unsere Reformer sind nicht konservativ, und ihre Reformen gehen nicht darauf hinaus, etwas Altes zu entdecken. Als Konservativer zu gelten ist der politische Tod des modernen Reformers. Es muss anders losgehen.
Die neue Reform baut auf ein anderes, ebenfalls uraltes Prinzip. Es heißt „Besinnung auf die eigentliche Absicht des Gründers“. Wenn der Orden der Franziskaner sich reformieren will, dann tut er das in der Tat am besten in der Besinnung auf das, was Franziskus ursprünglich gewollt hat. Auch der Jesuitenorden bekommt seine beste Form zurück, wenn er sich besinnt, was der heilige Ignatius wollte.

Hier ist mit einem kleinen Schlenker eine nicht konservative Reform also möglich; nämlich mit Besinnung auf die Annahme, was Jesus, der Gründer, uns heute sagen würde. Der Kern der neuen Reform lautet denn auch: „Jesus will das alles nicht so.“

Wenn Heiner Geisler seine Reformvorschläge in die Kirche donnert, dann tut er das immer genau in dieser Richtung: „Jesus will das alles doch nicht so, wie ihr es macht!“
 Bei Drewermann leuchtet das selbe Argument  ebenso durch alle Ansätze, wie bei Küng, Heinemann, Schüller, Hasenhüttl und Haag. Alle haben den Herrn auf ihrer Seite, der auf jeden Fall ganz anders ist, als die Kirche und vor allem ihre Leitung. Die Kirche ist alt, Jesus ist jung!

Die Argumente lassen sich in verschiedenen Stärken servieren. Man kann sagen: Die Kirche kann bleiben, wie sie ist, aber Jesus will den Zölibat nicht. Andere schnüren gleich Pakete und sagen, „Jesus will eigentlich gar nicht, dass Priester nicht heiraten und dass Frauen keine werden dürfen.“
Wieder andere sagen: „Jesus will den Prunkt der Kirche nicht.“ Ihre Nachbarn schnüren auch diesen Wunsch in ein Paket und kombinieren mit ihren anderen Wünschen.

In jedem Fall aber steht Christus gegen die Kirche. Die ist entweder gar nicht mehr seine oder er muss sehr unglücklich mit ihr sein. Das Unglücklichsein in der Kirche ist übrigens eine Grundstimmung, die die gesamte moderne Reformbewegung geradezu trägt, in Solidarität mit Jesus, der ebenfalls sehr traurig sein muss. Oder hat jemals jemand Hans Küng oder Eugen Drewermann heiter dreinschauen sehen?

Platsch!

Mittwoch, Oktober 26th, 2011

In den Niederlanden wurde das Töten alter und wehrloser Menschen durch neue Gesetze um einen weiteren Schritt erleichtert. (GloriaTV berichtet im letzten Drittel des Clips) Damit ist ein weiterer Damm zur Erhaltung einer menschlichen Gesellschaft weggespült.

Bauchlandung

Bauchlandung