Archiv für die ‘Mitschrift’ Kategorie

Mitschrift

Samstag, Juli 31st, 2010

Das rechte Nachdenken über Gott führt zum Staunen, zum Dank und zur Liebe. Am Ende steht das Kreuz. Der gesamte Himmel erschaudert vor heiligem Schrecken, Mitleid, Ehrfurcht, unendlichem Dank und Liebe in Tränen. Nur der Mensch vermag daran vorüber zu gehen, wie an einem Zeitschriftenstand.

Der Engel von der Engelsburg

Der Engel von der Engelsburg

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Sobald Gott sich zeigte und von sich sprach, sagte er nicht nur, dass es ihn gibt, sondern gleich auch, dass er sich sorgt.
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Wer aus der Furcht vor Gottes Gericht heraus will, der  muss an der Liebe wachsen. Das ist der Weg.
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Es gibt eine Weise der Gottesfurcht, die sich wirklich vor Gott fürchtet. Das ist die Furcht des Sünders, der mit Gottes Gerechtigkeit rechnet. Diese Furcht ist sicher berechtigt aber eher unvollkommen. Wer so fürchtet, der fürchtet, dass er Gottes Herrlichkeit verliert. Auch diese Furcht ist eine Gabe des Heiligen Geistes; manchmal ist sie der einzige Weg zurück. Der heilige Thomas sagt, sie bereitet uns für die Wahrheit vor.
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Es gibt eine Furcht derer, die Gott lieben. Es ist die Furcht, das Verhältnis mit Gott könne Schaden erleiden. Alle Heiligen fürchten die Sünde. Das ist keine spießige Anständigkeit, sondern kommt aus der Liebe.
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Wenn wir jemanden wirklich lieb haben, fürchten wir dann nicht, wir könnten ihn jemals verlieren, ihn zum Weinen bringen oder sonst traurig machen? Fürchten wir nicht, dass wir jemals ein Kind verletzen könnten? Es ist die Liebe, die solcher Art Furcht immer bei sich hat.
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Wer etwa ein ungerechtes Imperium errichtet hat, in dem Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung herrschen, der wird Gottes Gerechtigkeit fürchten, wie man fürchtet, dass Bäume umstürzen. Und das, obwohl Gottes Gerechtigkeit nichts anderes als die Liebe ist, die alles in Ordnung bringt.
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Die Gottesfurcht zählt zu den großen Geschenken Gottes und zu den sieben Gaben des Heiligen Geistes. Erbitten wir sie?


Die gesamte, heutige Mitschrift gibt es hier.

Mitschrift

Freitag, Juli 30th, 2010

Mit der Erbsünde war der Tod unwiderruflich ins Spiel gekommen. Wenn man so will: Gott musste etwas tun, wenn er nicht mit ansehen wollte, wie wir alle den Tod gefunden hätten. Paulus schreibt einen geheimnisvollen Satz: „Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.“ (Röm 3,23)  Gott selbst spricht bei Noah: „Das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an.“ (Gen 8,21)

Muss es nicht doch eigentlich so etwas geben?

Muss es nicht doch eigentlich so etwas geben?

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Es gibt eine Art Atheismus, der an ein glückliches Dasein nach dem Tod oder mehreren Toden glaubt. Der Buddhismus etwa oder sonstige Esoterik hier und da. Wie wenn jenseits des Lebens die Selbstverständlichkeiten weiterliefen. Eigentümlicher Optimismus, zu denken, wie ohne einen Gott die Kette eines Tages in einer Erlösung für alle ein Ende haben soll.
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Eine Theologie, die sagt, Gott verzeihe „einfach so“ und strafe nicht, weil er so lieb ist, die verlangt von den Opfern der Grausamkeiten in der Welt, dass sie mit ihren Peinigern eines Tages „einfach so“ an einem Tisch sitzen müssen. Unglaublich.
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„Selig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit“, (Mt 5) Sind das nicht ganz besonders die Opfer, über die die Täter auf Erden ungestraft hinweg trampeln konnten? Wer möchte die Unverfrorenheit besitzen, denen zu sagen, Gott ziehe nicht zur Rechenschaft?
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Gottes Gerechtigkeit ist die ordnende Liebe.
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Wird ein Täter mit wirklicher und echter Herzensreue seine gerechte Bestrafung nicht auf sich nehmen wollen? Wie soll er sich im Himmel vorkommen, wenn er sich auch hier wieder davon schleichen konnte?


Die vollständige, heutige Mitschrift gibt es hier

Mitschrift

Donnerstag, Juli 22nd, 2010

Wenn wir ein schadhaftes Auto sehen, dann glauben wir doch automatisch, dass es einst fehlerfrei produziert wurde und funktionierte, oder? Der gleiche Schluss lässt uns annehmen, dass der Mensch einst auch ohne Probleme vom Stapel gelaufen ist. Was zwischen damals und jetzt passierte, das nennen wir Erbsünde.
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Erbsünde heißt, die Menschheit hat Gott verloren.

Mitschrift und Selbstgespräch

Mitschrift und Selbstgespräch

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Erbsünde heißt nicht, dass man etwas hat, sondern dass einem etwas fehlt.
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Vor der Erbsünde hatte der Mensch ein Geschenk, dass direkt von Gott, also von außerhalb der Natur kam. Wir nennen das übernatürliche Gnade. Dieses Gnadengeschenk machte den Menschen heilig. Heiligmachende Gnade.
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Nach der ersten Sünde ging gleich das Morden los. Kain erschlug seinen Bruder – aus Neid.
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Der Baum im Paradies war keine Gemeinheit Gottes gewesen. Es war überhaupt nicht schwer, nicht davon zu essen.
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Kannst Du Dir vorstellen, ein Gebot nur aus einem Grund zu halten: Nur weil Gott es wünscht? „Schau, wie schön ich es lassen kann – nur, weil ich Dich lieb habe!“ „Darum liebe ich deine Gebote, mehr als Rotgold und Weißgold“, betet der Psalmist (Ps 119,127) In der Gottesliebe ist es geradezu eine Lust, zu tun, was Gott liebt.
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Christus ist ganz Mensch und in seiner besonderen Daseinsweise legte er den Grundstein für die ganz neue Menschheit. Der Mensch kann nun der alten Menschheit absterben und ganz neu in Christus werden. Das geschieht in der Taufe.
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Der Mensch war nach Gottes Bild geschaffen. Er hatte der Welt die Schönheit Gottes gespiegelt. Dieses Bild war von der Erbsünde völlig entstellt worden. Christus hat es wieder hergestellt und die alte Spiegelung in Teilen wieder ermöglicht: In der Heiligkeit.

Die resttliche Mitschrift von gestern gibt es hier.

Mitschrift

Dienstag, Juli 20th, 2010

Kirche

Die Bibel ist von vielen Menschen geschrieben worden. Sie wurde aber unter der Führung des Heiligen Geistes, was sie ist; Gottes Wort. Wer sie verstehen will, sollte sie mit dem gleichen Geist im Herzen lesen, mit dem sie geschrieben wurde. 
Die Kirche wird von vielen Menschen organisiert. Doch auch in ihr ist es der Heilige Geist, der sie letztlich formt. Könnte ich mich nicht darauf verlassen, ich würde sofort gehen.

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Schreiben und einen Blick aus dem Fenster tun. Hach könnte man so doch seine Kohlen verdienen.

Schreiben im Bett und einen Blick aus dem Fenster tun. Könnte man so doch seine Kohlen verdienen.

Im derzeitigen kulturellen Klima enttäuscht wahrscheinlich die Tatsache, dass die Kirche keine Demokratie ist, bei der alle Macht vom Volke ausgeht. Es würde ja heißen, „der Herr“ wäre nur noch ein Ehrentitel. Jesus will das offenbar nicht: „Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage? Lk 6,46

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Nichts Schlechtes wird gut, weil viele es tun. Nichts Gutes wird schlecht, weil niemand es will.

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Es gibt ein modernes Empfinden von Gerechtigkeit, dass denen, die es haben, das Leben immer etwas schwerer macht, wenn sie Christen sind. Diesem Empfinden gemäß drückt sich die Gerechtigkeit in Gleichheit, und Gleichheit in Gleichberechtigung aus. Jesus ist hier eigentlich schon ungerecht, weil er nur ein Mann und nicht zugleich eine Frau geworden ist. Gott ist hier auch schon deshalb nicht gerecht, weil er nur Vater und nicht zugleich Mutter heißt.

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Maria ist die Gnadenvolle. Petrus hätte jederzeit getan, was Maria aus der einzigartigen Fülle ihrer Begnadung heraus auch nur angedeutet hätte. Entscheiden und anordnen musste er allerdings als der Petrus, der Fels; wenn auch in ihrem Namen. Heilige Zusammenarbeit.


Die vollständige Mitschrift von heute sind hier zu finden.


Mitschrift und Selbstgespräch

Montag, Juli 19th, 2010

Buße

Die Buße ist eigentlich eine Frage der Ehre.

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Mit der Kirche sind wir nicht in einem Hollywoodfilm. Dort heißt Strafe Rache, Vergeltung und persönliche Genugtuung. Bei Christen muss das alles einen anderen Geschmack haben.

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Die große Ursache
Die Ursache für unser neues Leben ist der Tod Jesu. Der wiederum wurde von übergroßer Liebe verursacht.

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Zu unseren fünf Grundregeln des geistichen Lebens
Versuche den absurden Gedanken beiseite zu lassen, Deine Mitmenschen müssten alles richtig aussprechen und alles korrekt ausdrücken. Sind wir etwa berufen, für die Richtigkeiten um uns zu sorgen?

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Lass den Menschen ihre Ruhe.

MItschrift und Selbstgespräch

MItschrift und Selbstgespräch

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Sind Ruhe und Frieden nicht zwei Dinge, für die es sich lohnt, sich mal nicht aufzuspielen?

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Wollten wir die Menschen nicht lieben? Manchmal hat man den Eindruck, als müssten sie dafür erst gewisse Richtigkeiten an den Tag legen. Sei kein Spießer!

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Lass die berühmten Fünfe auch mal gerade sein. Wie liebst Du selbst es, wenn Du nicht dauernd von schlauer Seite her korrigiert wirst. Was Du nicht willst …

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Schwächen
Es gibt Menschen, die erlauben keine Schicksalsschläge. Bei ihnen darf man nicht unter der eigenen Schwäche leiden. Brüche, Fehlentscheidungen und deren verletzenden Folgen dürfen nicht gewesen sein. Ich versuche mich da meistens unauffällig aus dem Staub zu machen, weil ich da ja eh immer schon der Durchgefallene bin.

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Es gibt Menschen, bei denen ist irgendwie immer alles gerade gelaufen: Gutes Elternhaus, gesunde Kindheit, gute Ehe, selbst gute Kinder, Erfolg im Beruf, keine Brüche. Freue Dich mit ihnen. Manchmal können sie Dich allerdings nicht verstehen. Manchmal hörst Du nur etwas wie: „Du musst doch nur…“, oder: „Ich würde an Deiner Stelle…“ Da wirst Du nichts machen können, sei nicht betrübt. Manche Sensibilität kann wirklich nur im Leid erworben werden.

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Menschen, die alles können, sind klasse. Menschen, die es uns immer wissen lassen, sind nicht zu ertragen.

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Gefalle Dir niemals im Selbstmitleid. Das hindert nur.

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Wusstest Du, dass die große Sünde des Kain, der seinen Bruder aus Neid erschlug vom bohrenden Gefühl eingeleitet wurde, zu kurz gekommen zu sein?

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Auch in unserer Schwäche haben wir nicht das Recht, neidisch zu sein. Das Gegenteil: Sich mit den Erfolgreichen freuen, bleibt eine geistige Pflicht.

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Diejenigen, die die Ehre hatten, als erste das Christuskind zu sehen, waren keine ausgesuchten Heiligen, sondern Zufallshirten.

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Wir dürfen auch an schlechten Tagen nicht vergessen, Gott zu danken.

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Wir sollten uns sehr wohl einen Priester suchen, der Verständnis hat; sicher aber keinen, der nicht auch so etwas wie ein Richter über uns ist. Schon gar keinen, der zur offenkundigen Sünde sagt, es sei keine. Du wirst dort nur Zuspruch, aber keine Heilung finden. Und die willst Du doch, oder?

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Sendung
Ist es nicht ein umwerfender Gedanke, vom Herrn des ganzen Universums her gesandt zu sein für das Gute in der Welt?

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Der Prophetenlehrer ließ seinen Schüler die Dinge der Welt erst noch erledigen, bevor er dem Propheten folgen sollte. Jesus lässt das nicht mehr zu: „Lass die Toten die Toten begraben.“
Christus will unter Umständen alles ganz und gar. Allein schon als Gott hat er das Anrecht. Wie viel mehr aber als das Opferlamm für uns?

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Wahrscheinlich werden die Sieger und die Großen schon mal über Dich lächeln und Dich fortschicken. Macht nichts. Es gibt auch noch die Kleinen, die Dich brauchen.

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Stil
Wenn Du einer Dame die Tür aufhälst und die Hand küsst, dann musst Du ihr auch die Tasche tragen.

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Kirche

Kann es sein, dass die meisten Leute, die über die Kirche sprechen, gar nicht wissen, was die Kirche überhaupt ist?

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Manchmal sagen die Leute aus der Politik, sie seien der Kirche dankbar, weil sie gewisse Werte transportiert. Das geht allerdings nur solange gut, wie es diejenigen Werte sind, die der Politik des Politikers gefallen. Dass daraus eine feste Ehe wird, kann die Kirche nicht garantieren.

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Lies mal Mt 16,18: „Auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“. Es ist seine, nicht unsere.

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Die Bibel ist von vielen Menschen geschrieben worden. Sie wurde aber unter der Führung des Heiligen Geistes, was sie ist: Gottes Wort. Wer es wirklich verstehen will, sollte sie mit Hilfe des selben Geistes lesen.
Die Kirche ist aus vielen lebendigen und menschlichen Seelen zusammengesetzt. Doch auch sie wird erst unter der Führung des Heiligen Geistes, was sie ist: Jesu Kirche. Erst mit dem selben Geist als Hilfe können wir sie wirklich verstehen.

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Die Kirche ist von Gott gewollt, von Jesus gestiftet und vom Heiligen Geist geleitet. Wäre das nicht so, ich würde sie sofort verlassen. Weil das aber so ist, könnte ich das nie.

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Die Kirche hat drei Stockwerke. Die Heiligen im Himmel, die Verstorbenen, die noch nicht im Himmel, aber auf dem sicheren Weg dorthin sind; und wir, die Zeitgenossen, die sich noch herumschlagen. Wenn wir wirklich demokratisch abstimmen wollten, müssten wir auch in allen drei Stockwerken Stimmzettel verteilen.

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Im heutig-modernen Klima enttäuscht es wahrscheinlich manchen: Die Kirche ist leider keine Demokratie, in der alle Macht vom Volke ausgeht. Das kann sie niemals sein.

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Launen

St. Benedikt ist in einer Sache sehr streng: Die Mönche sollen niemals das Murren anfangen. Der heilige Mönchsvater ist einer der Patrone Europas.


Mitschrift und Selbstgespräch

Freitag, Juli 16th, 2010

Ein verantwortlicher Pädagoge warf ein, als ein Christ sich um eine Stelle bewarb: „Aber nicht, dass sie mir die Jugendlichen bekehren!“ Also nicht auf eine gesunde Weise anständige, ehrliche und pflichtbewusste Leute aus ihnen machen, die freudig Verantwortung übernehmen?
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Wenn jemand nicht gut Nein sagen kann, weil er ein zu guter Kerl ist; und Du weißt, dass er eine Sache nicht gern abgeben würde. Dann darfst Du ihn nicht danach fragen. Werde sensibel dafür!
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Es liegt eine große Versuchung in der Möglichkeit, sich selbst als erstes die Schafe ins Trockene zu stellen. Das beginnt in den ganz kleinen Dingen des Alltags. Höchst anständig, aber irgendwie heimlich und ziemlich deutlich den Platz mit der schöneren Aussicht erobern. Mach Dich davon frei, es ist erbärmlich.
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Sobald wir, was das Leben angeht, nur den Ratschlägen außerhalb unserer Religion folgen, mögen wir es zu einer guten Figur, einer Altersabsicherung und zu halbwegs passablen Leuten bringen. Was wir allerdings unser geistliches Leben nennen, das ist in der Welt schlicht kein Unterrichtsfach.

Mitschrift und Selbstgepräch

Mitschrift und Selbstgepräch

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Dein bibeltreuer Freund wird sagen, viel von dem, was Du verkündest, stehe nicht in den heiligen Schriften. Da irrt er. Weil die gute, alte Bronze erst aus verschiedenen Metallen gegossen werden muss, ist sie doch nicht unnatürlich, oder?
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Gott zeigt sich gleich ganz zu Beginn als ein Gott der Ordnung. Gleich am Anfang beseitigt er erst einmal das Chaos und formt eine Welt, ein Zuhause. Du wirst ein Chaot bleiben, wenn Du Deiner Welt nicht auch eine Ordnung gibst.
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Die Gebote der Kirche sind ein Angebot, ohne das Du einfach kein ganzer Katholik sein kannst. Da ist nichts künstlich herbei geholt; es ist einfach so. Halte die Feiertage ein, begehe die Fasttage, geh einfach zur Beichte und zur heiligen Messe. Das sind schlicht Minimalanforderungen. So wenig und schon nicht wollen? Was willst Du dann?
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Wenn irgendwo eine Religion ganz ohne geistliche Pflichten verkündet wird, dann sieh dort mal genauer nach, ob da vielleicht nicht doch nur eine Theorie herrscht, oder ob da wirklich religiöse Herzen schlagen; ich meine in Liebe zu Gott. Theorien haben wir genug.
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Darf man stolz auf etwas sein? Manche sagen Nein. Ich glaube eher, sie verwechseln gesunden Stolz mit Hochmut. Hochmut tötet. Ein gesunder Stolz dagegen ist eine prächtige Sache, wenn man was verdient hat.
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Stolz wird hochmütig, sobald er nicht mehr ganz und gar aus einer Dankbarkeit wächst, die nicht oberflächlich ist.
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Eine Kultur des Dankens gegen Gott ist das beste Mittel gegen die Gefahr, hochmütig zu werden. Keine Mahlzeit ohne ernst gemeinten Dank!
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Mit der Demut scheint es ein bisschen wie mit der Beichte zu sein. Wir müssen uns aufraffen und gehen nicht besonders gern hin. Aber es gibt nichts Herrlicheres, als gut gebeichtet zu haben. Die Demut einüben ist auch nicht immer angenehm. Sie ist aber die schönste aller guten Eigenschaften des Menschen. Die Kultur der Welt allein wird das nie kapieren.
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Ich erinnere mich plötzlich an den Spruch eines alten Priesters: Es gebe für ihn keinen lieberen Gedanken, als ein Sohn Mariens sein zu dürfen.
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Ich glaube man nennt es präpotent, wenn Grünschnäbel verkünden, schon alles zu wissen. Oder noch nichts wissen und doch schon alles besser. Bist Du so einer? Vielleicht manchmal? Höre bitte auf damit. Das ist schlimm.
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Schulmedizin oder Heilpraxis? Leider keine Ahnung. Vielleicht beides? Eins aber scheint mir sicher: Wenn Du in Deiner Depression die Mittel der Beichte, der Krankensalbung und der heiligen Kommunion nicht anwendest, bist Du so töricht wie ein Kind, das seine Medizin nicht nimmt.
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Wenn Du den Rosenkranz schon nicht beten kannst, dann trage ihn wenigstens in der Tasche und halte ihn in der Hand wie etwas besonders Gesegnetes. Das hilft!
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Die christliche Lebenslehre kommt immer in Verruf, wenn sie streng und nicht mild ist. Zurecht. Sie hört auf zu existieren, wenn sie nur mild und nicht streng ist.
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Liebevolle Strenge ist unverzichtbar. Kluge Lehrer erkennen, wann wo ein kleines Gewicht aufgelegt werden muss.
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Solange Du noch froh bist, irgendwie davon gekommen zu sein, weil Du Deine Münzen in der Tasche behalten konntest, da die anderen großzügig waren; solange bist Du alles andere als frei. “Gott liebt den fröhlichen Geber”, schreibt der Apostel.
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Irgendwie versäumen es die Christen immer, deutlich genug zu machen, dass es nichts Besseres und Wohltuenderes und Schöneres für den Menschen gibt, als ein klares, geistliches und versöhntes Leben mit Gott. Übrigens, wer bewusst unter einer begangenen Sünde leidet, der weiß das ganz genau. Such ihn und sei ihm behilflich!
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Schule über Schule, Reitkurse, Sportvereine, Musizieren und Fördergruppen sollen unseren Kindern zur Verfügung stehen. In welchem Kursus wird deutlich, dass die Welt auch ein Spiegel für die Güte Gottes ist?
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Kennzeichen und Ergebnis der Zügellosigkeit sind „verbotene Fragen“. Der Habsüchtige: „Wie viel hat der wohl auf dem Konto?“. Der Unzüchtige: „Wie sieht die wohl drunter aus?“. Der Weltverfallene: „Warum sehe ich nicht so gut aus, wie der?“ Diese Fragen sind tabu, wie das verbotene Zimmer im Märchenschloss. Weniger weg, dann hast Du es gut!

Mitschrift

Dienstag, Juli 13th, 2010
Mitschrift

Mitschrift

Dass Maria die liebreizende Königin des Himmels ist,
steht nicht in der Bibel.
Wir haben es auch nicht von den Theologen
und kein Papst hat sich das ausgedacht.
Dieses heilige Wissen haben wir,
weil Gott es so eingerichtet
und in die Kirche hinein gesprochen hat.

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Der Himmel wird nicht für alle gleich sein.
Im Erdenleben sorgen wir nicht nur dafür,
dass wir hineinkommen,
sondern ebenso, wie schön die eigene Glückseligkeit wird.
Oder meinst Du nicht auch, dass die heiligen Märtyrer
tiefere Freuden in der Ewigkeit haben,
als ein egoistischer Nichtsnutz,
den einzig die Barmherzigkeit retten konnte?

Reisenotizen

Montag, Juli 12th, 2010
Mitschrift

Mitschrift

Der Atheismus würde die Welt zu entzaubern. Wenn es keinen Gott gibt, dann gibt es keine wirkliche Heiligkeit und alle heiligen Wörter werden leere Hülsen.
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Hätte der Atheismus Recht, würden die Kulte unserer Schützen- und Militärvereine keine heimlichen Spiegelbilder mehr dafür, dass es auch einen wirklich heiligen Kult gibt. Alles wäre letztlich Quatsch.
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Man spürt irgendwie: Der Atheismus nimmt Dir die Religion, ohne etwas dafür anzubieten. Mit ihm kann man nicht handeln. Er hat nichts bei sich.
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Die Revolutionen hatten noch nie ein Modell dafür, wie es nach ihnen konkret weiter gehen würde. Deshalb enden Revolution immer erst in dieser eigentümlichen Ratlosigkeit nach dem Töten. Der moderne, kämpferische und immer so nervöse Atheismus ist revolutionistisch.
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Die alten Kommunisten, wie man sie nannte, glaubten, nach ihren Revolutionen käme eine Verbesserung der äußeren Welt. Durch diese Veränderung entstehe dann der neue, bessere Mensch, in einer Evolution sozusagen. Komisch, dass noch niemand offiziell verkündet hat, dass diese These überholt und naiv ist; dass sie nie funktionieren wird?! Statt dessen verkündet man schon wieder landauf, landab so ein Zeug. Der Mensch würde ohne seinen Erlöser und Heiligen Geist besser, in einer verbesserten Welt. Wir hören die Propheten verordneten Optimismus von den Zinnen rufen, während schon lange wieder alles schief geht.
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Der Mensch wird nur dann heil, wenn sein Schöpfer sich seiner persönlich annimmt. Das gilt für jeden, einzeln und ohne Ausnahmen.
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Es gibt ganz sicher keinen Menschen, der nicht zehn mal im Jahr eine gute Beichte nötig hätte.
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Auf der Kundgebung für den Papst streichen auch sie wieder umher: Die mit den kleinen Zettelchen zum Verteilen, auf denen steht, wie böse der Heilige  Vater in Wirklichkeit ist. Wie arm und ewig gestrig!
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Ein guter Priester hat einmal gesagt: die heilige Messe beginne für ihn eigentlich schon zu Hause, wenn er sich auf den Weg zur Kirche macht. Ab da sei ein ruhiges, freudiges Beten als innere Vorbereitung angezeigt. Wäre es nicht eigentlich für alle ein Vorschlag für die Sonntagsmesse? Es ist doch eigentlich unwürdig, sich bis vor die Kirchentür herum zu streiten oder mit dem Küster zu plaudern, bis es raus geht, oder?

Sprüche zum geistlichen Leben

Samstag, Juli 10th, 2010
Mitschrift von der Pilgerreise...

Meine Notizen von unserer Pilgerreise...


Fällt Dir nicht auch auf: Man erkundigt sich nicht, sondern man meint einfach was. Das darf uns nicht passieren.
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Frömmigkeit. Man meint schon mal, sie sei oder mache schwächlich. Das Gegenteil ist der Fall. Sie kräftigt, macht stark und ordnet das Leben.
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Auf Erden ist die Macht selten gut und die Güte selten mächtig. Bei Gott fällt beides zusammen; und zwar beides ganz vollkommen.
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Die Demut sorgt dafür, dass wir uns nicht über uns selbst erheben und nicht kleiner reden, als wir sind. Ein wirklicher Realist ist immer demütig.
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Der wirklich Demütige weiß, dass er ohne Gott nicht wäre, was er ist und kann.
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Es gehört zu den großen Lebensaufgaben, uns Gottes Liebe vor Augen zu führen und sie zu betrachten.
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Glauben heißt immer jemandem glauben. Christlich-katholisch glauben heißt der Kirche glauben, was sie uns über Jesus sagt. Jesus glauben heißt glauben, was er über Gott, den Vater sagt. Gott glauben heißt, ihm glauben, dass er uns schrecklich lieb hat.
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Den Schutzengel gibt es wirklich. Du wirst ihn als wahre Persönlichkeit kennenlernen. Warum eigentlich erst später?
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Die Katholiken „müssen“ am Sonntag zur Kirche gehen. Das ist wie wenn man sagte: Die Katholiken „müssen“ ihre Freunde besuchen und Freude mit ihnen haben.
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Richtig verstanden ist jede heilige Messe eine Freude, ganz gleich, wer sie liest oder wer predigt.
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Der Beichtstuhl ist ein dunkler Kasten. Für unsere Engel und den Himmel ist er genau das Gegenteil.
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Hab keine Furcht zu beichten. Du läufst immer dem gütigen Vater in die Arme.
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Beichte und Eucharistie gehören auf eine Weise zusammen, dass man das eine nicht ohne das andere empfangen sollte. Wenn auch nicht unbedingt gleich oft.
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Alle Sakramente sind auf die Eucharistie hin geordnet. Wir werden getauft, um die Eucharistie empfangen zu können und beichten aus dem selben Grund. Der heilige Thomas ordnet selbst die Krankensalbung in dieser Weise ein.
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Warum sehen die Menschen nicht, wie begeistert die Christen in ihrem Glauben sind? Das sind wir doch, oder?
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Der Papst braucht uns, wo immer wir sind. Stehen wir also hinter ihm!
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Die Kirche ist kein Club der Starken und der Gewinner im Leben. Auch ich habe einen Platz in ihr. Der ist sogar für mich reserviert.
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Wo steht, dass Gott nur die Starken beruft?
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Es ist nicht lieblos, eine Ordnung zu verkünden. Wäre das so, dann wäre Gott ein Schuft. Wir verkünden ja seine, eigentlich sehr milde Ordnung.
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Jesus sagt, sein Joch drückt nicht und seine Last ist leicht. Glauben wir ihm. Die Lasten dieser Welt sind allesamt schwerer.
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Der arme Mensch hat offenbar ein Problem, schlicht zu seiner Armseligkeit zu stehen. Dauernd markiert er jemanden, der was zu sagen und Macht hat. Der einzig wirklich Mächtige brauchte das nicht; er uns seine Heiligen.
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Ist es nicht eigentümlich? Die Menschen wenden unglaubliche Mühe auf, um von Leuten, die sie nie wieder sehen werden, auch nur für eien Moment lang bewundert zu werden. Ist er nicht ein komisches Geschöpf?
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Gegen die Ewigkeit ist unser Erdenleben weniger als ein kleiner Hauch, und doch entscheidet es über alles. Welche Verantwortung – und oft – welche Torheit!
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Wenn Gott uns in die Schule nimmt, dann nicht, damit wir bequem töricht bleiben. Entweder oder. Wenn Gott uns formt, dann nach seinen Regeln.
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Die Heiligen haben die Dummheit der Menschen durchschaut und überwunden. Es fällt jedoch auf, dass sie nie jemanden verachten, sondern sogar der Dummheit mit stiller Freude dienen.
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Wenn wir den Menschen dienen wollen, dann dürfen wir nicht darauf warten, dass sie sich irgendwie ändern. Wer bist denn Du eigentlich, dass Du solche Gedanken hegst? Du bist es, der noch nicht taugt.
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Die Gebote neun und zehn sagen, wir sollen nichts begehren, was uns nicht gehört. Beobachten wir uns! Das ist der erste Schritt von wirklichem Wert.
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Der heilige Kirchenlehrer Bernhard von Clairvaux lehrt uns, das Maß der Liebe sei Liebe ohne Maß. Welche Liebe meint er wohl zuerst?
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Für gewöhnlich haben die Menschen für ihr Leben keine wirkliche Philosophie, sondern lediglich einen Flickenteppich von Fetzen vieler, ganz verschiedener. Eigentlich ist so etwas gar keine.
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Das Gebet mag mit dem ersten Kreuzeichen beginnen. Es sollte allerdings nicht mit dem zweiten enden.
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Das entscheidende Gebet geschieht am Grunde des Herzens, oft ohne dass man es merkt. Bei den Freunden Gottes hört es nie auf.
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Christsein hat sehr viel mit Gewohnheit zu tun. Deshalb sollten wir den Regeln der Kirche so lange folgen, bis ihre guten Gewohnheiten uns zur zweiten Natur geworden sind.
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Im geistlichen Leben reife Menschen sehen in jedem genug Liebeswertes, um nie mehr über jemanden lachen zu können.
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Wer mit dem Schlüsselbund klappert ist stets nur der Verwalter. Der Eigentümer braucht das nicht.
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Lass Dir den Genuss nicht entgehen, vor dem Allerheiligsten zu sitzen und schlicht da zu sein. Ob Du Dich konzentrieren kannst oder nicht: Du besuchst jemanden, der auf geheimnisvolle Weise mit seiner Menschlichkeit auf Dich wartet.
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Es gibt so etwas wie geistige Naturgesetze. Wenn Du Dich gehen lässt und Dich Deiner Lieblingssünde hingibst, erlischt sogleich das geliebte geistige Feuer in Dir. Und es ist doch immer so mühsam, es wieder zu entfachen. Hab ich nicht Recht?
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Die Sexualität gehört zum Menschen, wie Essen und Trinken Zum Menschen gehört es allerdings auch, sich von all dem nicht beherrschen zu lassen. Der Mensch ist nicht geboren, um Sklave zu sein.
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Kaum etwas steht so im falschen Licht, wie die Keuschheit. Sie kann und muss uns fröhlich machen. Ansonsten stimmt etwas nicht mit ihr. Ihr Gegenteil macht jedenfalls immer eine jämmerliche Figur.
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Mit niemandem lässt es sich zärtlicher schmusen als mit einem keuschen Menschen.
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Man wird Dir wegen Deiner Keuschheit nachsagen, Du seist körperfeindlich, lebensfremd oder gar unmenschlich. Lass Dich nicht beirren, geh einfach weiter und vergiss nicht, hin und wieder nachzuschauen, wo die üble Laune wirklich steckt.
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Woher wir kommen, dafür können wir nichts. Was aus uns wird, dazu haben wir das herrliche Geschenk, den gütigen Vater bitten zu können.
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Es gibt eine starke Versuchung im Menschen: Den Wunsch, sich die Ordnung nach seinen Gelüsten neu zu formen. Das führt immer in die Verwirrung und Heimatlosigkeit.