Archiv für die ‘Kirchliches’ Kategorie

Gedenktag

Mittwoch, Februar 8th, 2012

Heute ist der Gedenktag der heiligen Josefina Bakita.
Bakita wurde als junges Mädchen auf Sklavenmärkten gehandelt und landete nach zahlreichen, grausamen Stationen in Venedig. Als ihre Besitzer geschäftlich nach Afrika mussten, brachten sie das Mädchen bei Nonen im Kloster unter. Dort lernte sie den katholischen Glauben kennen. Als die Besitzer sie zurückforderten, weigerten sie und die Schwestern sich. Der Kardinal von Venedig setzte sich dafür ein, Bakita zum freien Menschen zu erklären.
Bakita wurde unter größter Anteilnahme der Bevölkerung von Venedig getauft und durfte nach einer Zeit und mit Sondergenehmigung Ordensschwester werden.
Später unternahm sie zahlreiche Reisen, auf denen sie von ihrem Schicksal erzählte. Sie starb, von schweren Krankheiten geplagt, im italienischen Schio. Die Bewohner der Stadt Venedig zogen in Scharen an ihrem Leichnam vorbei. Ihr Leben wurde zum Gegenstand der Betrachtung und zum Trost für viele.

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Gedenktag

Dienstag, Januar 31st, 2012

Heute, am Tag des heiligen Don Bosco, gedenkt die Kirche eines der großen Helden meiner persönlichen Frömmigkeit. Ihm zu Ehren eine kleine Bilderstrecke.

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9 Die Signatur.

9 Die Signatur.

Franz und der Gehorsam

Samstag, Januar 28th, 2012
Gott überrascht die Welt in seinen Helden.

Gott scheint eine Vorliebe dafür zu haben, die Welt in seinen Helden gründlich zu überraschen.

Am Gehorsam scheiden sich die Lager, wie an einer Klinge. Entweder man hasst oder man liebt ihn. Für den einen muss er als erstes bekämpft werden, für den anderen ist er der Garant all dessen, was er lieb hat. Das gehört erklärt.

Der heilige Franz von Assisi zählt ohne Zweifel schon zu den großen Helden des Katholischen. Ob man durch Assisi läuft oder in den Büchern und Berichten über ihn stöbert; immer scheint es, als ob der heilige Bettler gerade um die nächste Ecke gebogen kommt und einem ein lebendiges Bild vor die Augen führt; von etwas, was Gott besonders gesegnet hat.

Als das Kreuz von Dan Daminano zu Franziskus sprach, hat der Schöpfer ihn direkt und mitten im Leben angesprochen. Ebenso direkt und schnell antwortete er mit seinem ganzen Leben darauf.
Ohne zu zögern, ohne überhaupt irgendwelche Rücksichten zu bedenken, stürmt er begeistert los und nimmt sich nicht einmal Zeit, in Ruhe Ja zu sagen, geschweige denn, etwas zu bedenken.
An Franziskus wird klar: Das liebt der Liebe Gott! Alles wagen, sich wie ein Kind in seine Arme werfen und nichts zurück behalten wollen! Solche Leute bekommen alles zehnfach und hundertfach wieder!

Es gibt aber eine kleine Geschichte im Leben des heiligen Franz, die zum letzten, großen Wendepunkt, zur letzten Prüfung wurde. Es ist die Begegnung mit dem Aussätzigen.

Von Kind an hatte sich der verwöhnte Jüngling vor dem Geruch und dem abstoßenden Äußeren der Kranken gefürchtet, wie man sich vor Schlangen ekelt. Jetzt, da er endlich ein anderer werden wollte, marschierte die Prüfung leibhaftig auf ihn zu: Ein Aussätziger kam ihm auf seinem Weg entgegen, unausweichlich. Das war die Stunde der Entscheidung: Franz nahm allen Mut zusammen, überwand seinen Ekel und tat, was er immer tat: Das Extreme!
Er fiel dem Kranken um den Hals und küsste ihn, als sei er die Großmutter. Und sogleich war ihm, als ob sich mit einem mal sein ganzes Leben ändern würde, 
Später sagte er, ab da sei ihm, was zuvor süß war, bitter, und alles Bittere sei ihm süß geworden.
Was ihn abgestoßen hatte, das bekam jetzt eine geheimnisvolle Anziehungskraft und eine zuvor nie gesehene, verborgene, aber wirkliche Schönheit. Wenn man so möchte, wurde dem erstaunten Jüngling jetzt der tiefere Blick gewährt. Der blieb nicht mehr am Äußeren hängen, sondern konnte die Dinge jetzt von ihrer tieferen, leuchtenden Wahrheit her schauen.

Wenn er jetzt den Aussätzigen küsste, dann eigentlich nicht mehr die äußeren Wunden und Krusten, sondern vielmehr dessen Seele. Jetzt leuchtete etwas, was nur jene schauen konnten, die den Weg bis hierher mitgegangen waren.

Für den reinen Beobachter, der nur äußerlich anweste, wurde der junge Franz jetzt unverständlich. Für alle, die lieber in ihrer Welt zurückgeblieben, fing Franziskus jetzt das Spinnen an. Er tat plötzlich unbegreifliche Dinge. Er verachtete, was alle lieben. Er verschenkte seine Habe, warf alles Äußere von sich und ging in der freudigen Sicherheit eines von Gott Geküssten in die Wälder. Ohne doppelten Boden.

Hier schieden sich endgültig die Geister, und der junge Franz wurde zum Stein des Anstoßes. Wer zurückblieb, der blieb zurück. Wer aber das Eigentliche erkannte und den Mut hatte, ihm zu folgen, der erlebte auch, was er erlebte. Wer mitkam, der musste jedoch auch damit rechnen, dass er den selben Spott, den Hohn und den Zorn der Oberflächlichen auf sich ziehen würde. Der bleibt keinem erspart, der die schnöden Oberflächlichkeiten der Welt von sich wirft und sie den Feigen überlässt.

Wir sind beim Gehorsam. Dabei zeigt sich, dass der, wie der Ekel vor dem Aussatz, mit zu den Dingen gehörte, die eine neue Einschätzung erfuhren. Auch der Gehorsam hörte auf, ein Schreckgespenst zu sein.

Zur Zeit des heiligen Franz hatte sich die Kirche, wie es heißt, mit Pomp und Glämmer angetan. Kirchenfürsten zogen in prächtigen Kutschen durchs Land, gefolgt und umgeben von Dienern und Vasallen, die gebratene Fasanen herbei trugen. Für viele, wahrscheinlich für so ziemlich alle, ein Stein des Anstoßes und ein willkommener Gegenstand zur gerechten Rebellion.
Nicht aber für den Spinner aus Assisi. Der verlangte von seinen Jüngern wieder das Unglaubliche. Er bestand mit Nachdruck darauf, dass sie die Kirchenfürsten umarmten, wie er zuvor den Aussatz. Er verlangte, dass sie den verwöhnten Bischöfen ihre Ringe küssten; und das nicht als äußerliche Demonstration, sondern aus ehrlicher Liebe und aus Glauben.

Franziskus zog mit seiner Schar nach Rom, um zum Papst vorzustoßen. Er ging aber nicht, um ihn zu belehren oder aufzubegehren. Er ging, um ihm vor die Füße zu fallen und ihm demütigen Gehorsam zu leisten. Er verlangte nicht, dass sein Orden anerkannt würde, sondern er bat auf Knien darum. Aus tieferer Einsicht war er der Diener geworden, der er sein sollte.

Es heißt, der Papst hatte des Nachts einen Traum, der ihm den armen Bettler als Retter der Kirche offenbarte. Daraufhin bekam Franz, was er wollte. Er bekam es nicht, weil er dem Papst die Türe eingerannt, sondern weil Gott selbst eingegriffen hatte. Franz rebellierte nicht, sondern überließ alles dem, der die Rebellion nicht wünscht, weil er sie nicht braucht.

Die Rebellion des Ungehorsams hat viele Anhänger. Die Fürsprache des heiligen Franz sicher aber nicht. Franz wusste, wie kein anderer um die Misstände der Kirche, die zu seiner Zeit größer waren als heute. Dennoch, den verwöhnten Papst umarmen hieß Gott um den Hals fallen. Unverständlich für die Äußerlichen, für ihn aber geschaute, tiefere Wahrheit.

Der heilige Thomas sagt einmal, alle lieben das Süße. Der eine mag süßen Wein, der andere süße Trauben oder Speisen. Was aber die vorzüglichste Süße sei, das möge man nicht die vielen fragen, sondern den mit dem feinsten Geschmack. In unserem Fall sollten die befragt werden, die die guten Augen haben; die mit dem gesegneten Blick. Die, die einfach mehr und besser sehen. Nicht irgendwelche äußerlichen Mehrheiten. Mögen diese sich aus demokratisch nennen.

Glückwunsch und große Freude!

Freitag, Januar 6th, 2012
Woelki und Becker

Prof. P. Becker SJ und Erzbischof Rainer Maria Woelki.


Es hat sich sicher schon herumgesprochen!
Papst Benedikt hat ein Konsistorium angekündigt, in dem Erzbischof Woelki und P. Karl Josef Becker SJ zu Kardinälen erhoben werden.
Für mich persönlich in zweifacher Hinsicht eine große Freude. Erzbischof Woelki wurde anlässlich seiner Ernennung zum Erzbischof von Berlin bereits als “Skandal-Bischof Rainer Maria Woelki, der schon ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz oft Schlagzeilen machte!” (Mit Dank an Josef Bordat für seinen wieder mal wunderbaren Kommentar!) betitelt, schon bevor er auch nur ein einziges öffentliches Wort gesagt hatte. Nach allem, was man hört und weiß, verspricht er eine Mischung aus liebenswürdig und katholisch zu sein.
Bei P. Becker hatte ich während meiner kurzen Zeit in Rom an der Gregoriana das Vergnügen, seinen Ausführungen zu lauschen.

Jetzt fehlt nur noch das Qualitätssiegel, auf das auch Josef wartet: Dass Claudia Roth ihr pontifikales Schweigen bricht, dass Hans Küng die Stimme der schweizerischen Inquisition erhebt oder gar, dass Heiner Geisler uns sagt, was Jesus sagen würde. Ich für meinen Teil freue mich doppelt!

Glückwunsch und Gottes reichen Segen den beiden neuen Eminenzen!

Die Sedia Gestatoria

Montag, Januar 2nd, 2012

thysus und ich haben gestern (hier) bedauert, dass es die Sedia Gestatoria, den Stuhl, mit dem der Papst durch die Menge getragen wurde, nicht mehr gibt. Gestern bei der Papstmesse hatten die Ordner alle (am Schluss immer vergebliche) Mühe, die Leute davon abzuhalten, dass sie in den hinteren Reihen auf die Stühle steigen, um den Papst einmal im Leben wirklich sehen zu können. Mit der Sedia könnten sie getrost auf dem Boden stehen bleiben. Der Papst wäre für alle bis ganz hinten sichtbar. Statt dessen marschiert jetzt sozusagen unten durch die Menge und nur die ersten beiden Reihen haben etwas davon.

Die Abschaffung der Sedia ist ein unpraktisches Zeichen und, wie ich meine, ein dummes Zugeständnis an eine eigentümliche Demut, die in der Kirche um sich gegriffen hat. Der heilige Petrus soll nicht mehr auf eine Kiste steigen, wenn er die Leute begrüßt und vor allem segnet. Es könnte für die Fremden der Eindruck entstehen, er wolle sich persönlich erheben….So ein Unsinn!

Hier, ätsch, ein Clip mit Johannes Paul I. auf der Sedia!




Das Römische und die jüdische Kirche

Montag, Januar 2nd, 2012
In der Tat die beiden entscheidendsten Säulen der Kirche.

In der Tat die beiden entscheidendsten Säulen der Kirche: Die Statuen von Petrus und Paulus auf dem Petersplatz in Rom.

Wie wir wissen, zogen Petrus und Paulus unabhängig von einander und doch gemeinsam nach Rom, um dort zu sterben. Im Nachhinein haben sie damals die Kirche römisch, und damit katholisch, weltumspannend gemacht. Zugleich gaben sie dieser jetzt römischen Kirche ihre zutiefst jüdische Wurzel.
Manche Protestanten und andere Leute, die eher Gegner dieses Gedankens sind, sagen, mit diesem Schritt hätten sie die Kirche sozusagen noch einmal ganz neu gegründet. Dem würde ich zuzustimmen. Was ich jedoch nicht glaube, ist ihre Behauptung, sie hätten sich damit von Christus entfernt. Ich glaube dagegen, dass Christus das ganze vielmehr geleitet und gewollt hat, um so die sakramentalen Wohltaten, die er den Menschen geben möchte, allen und überall zur Verfügung zu stellen.

Zuvor war die kleine Herde jüdisch. Die Welt in und um Jerusalem war zwar von den Römern besetzt. Die Römer hatten es aber nie schaffen können, sie römisch zu machen.
Vor ihnen hatten sich die Griechen im Gefolge Alexanders des Großen übrigens schon die Köpfe wund gerieben und die Zähne ausgebissen. Auch die Griechen hatten schon viel früher nicht vermocht, die todesmutige Sturköpfigkeit des kleinen, jüdischen Volkes zu brechen. Sie hatten große Stadien für neue Kulte gebaut, den angestammten Gottesdienst verboten und versucht, mit Zwang und Gewalt die alte Kultur gegen die neue zu tauschen. Diese Rechnung hatten sie ohne den Wirt gemacht. In erbitterten Kämpfen der Verzweiflung gewannen die Juden immer wieder zu viele kleine, aber entscheidende Schlachten. Israel war einfach nie wirklich zu besiegen. Wenn man die Juden in den Tod trieb, wurde ihr Blut gerade zum Samen, der tief ins Erdreich niedersank.
Auch die Römer hatten es nun nicht geschafft, aus Israel eine wirkliche Filiale ihrer Weltkultur zu machen. Das Römische war zwar im Land und herrschte mit Feuer und Schwert. Römisch wurde diese Welt aber nie. Sie blieb aus ihren tiefen Wurzelschichten her jüdisch.

Mich erinnert der Umstand an den Kampf der menschlichen Zivilisation mit der Natur, der immer ein erbittertes Anrennen bleibt. Sobald der Mensch von einem Stück Erde verschwindet hört er auf, seine Zivilisation der Natur abzutrotzen. Die holt sich das Land sogleich und mit stiller Geduld wieder zurück. Binnen weniger Jahre wachsen alle glänzenden Errungenschaften zu und die Reste des grauen Betons versinken unter blühendem Unkraut und hohen Bäumen.
Ähnlich verhielt es sich mit Juda und Rom. Sobald die Römer abgezogen wären, hätte sich der Geist Israels alles Land und alle Kultur wieder einverleibt und nur noch Reste, die man später ausgraben hätte können, wären übrig geblieben.

Jetzt war es so, dass die neue Bewegung Christi dem weiter bestehenden Israel mehr und mehr fremd wurde. Oder besser gesagt zeigte sich, dass Israel auch hier nicht bereit gewesen war, sich einverleiben zu lassen. In dieser Zeit  der Entscheidung zogen die beiden Hauptsäulen der christlichen Verbreitung weg. Sie gingen nach Rom, um dort als Märtyrer zu sterben.

Gerade mit ihrem Tod setzten die beiden entscheidenden Figuren der neuen Bewegung die große, neue Marke. Sie pflanzten ihr Wurzelwerk in die Tiefe der römischen Erde. Ihr vergossenes Blut wurde zum Samen der neuen, kirchlichen Weltbewegung. Die Gräber der Apostelfürsten, besonders das des besonders bevollmächtigten Petrus, wurden zur bedeutendsten Pilgerstätte der neuen Christenheit, bis heute.

Im Jahre siebzig nach Christus zerstörten die Römer den großen Tempel in Jerusalem endgültig und versetzten dem jüdischen Volk den empfindlichsten Schlag. Der zentrale Tempelkult fand mit einem Mal sein endgültiges Ende.
Zehn Jahre zuvor waren die beiden Fürsten der neuen Bewegung ins Zentrum der bekannten Welt gezogen und hatten dort mit ihrem gewaltsamen Tod die Saat der ab da alles überdauernden Kirche ausgestreut. Später sollte sich zeigen, dass die Kraft dieser Aussaht das gesamte Heidentum überwinden und besiegen konnte.

Petrus und Paulus waren in der Zusammenstellung ihrer Persönlichkeiten bereits eine Vorahnung auf eine ganz neue Durchmischung der Kulturen. Petrus war ein rein israelitischer Fischer, Paulus war bereits römischer Bürger, allerdings mit pharisäischer Abstammung. Dass diese beiden ihre ganz besondere Apostelberufung hatten, wirkt im Nachhinein wie eine Vorahnung und ein göttlicher Wink. Die neu gepflanzte Kirche wurde international und war zugleich wurzeltief israelitisch.
Die Priester der Kirche tragen bis heute römische Gewänder und begehen ihren Kult in römischen Basiliken. Ihre Anbetung aber ist wurzeltief jüdisch auf den einen und einzigen Gott Abrahams gerichtet.
Das kirchliche Recht ist zutiefst römisch. Es ist aber organisiert, um den Glauben an den wahren Gott Israels zu ummauern.
Die Kirche verbreitete sich auf dem gewaltigen Straßen- und Wegenetz Roms in alle Welt. Und doch war es überall der Hirtenstab des jüdischen Fischers, der in die fremde Erde gepflanzt wurde.

Bei allem geschichtlichen Werden, Treiben und Verändern hat sich bis heute das Römische des Paulus und das Jüdische des Petrus erhalten. Von Nordsibirien bis Südaustralien, vom westlichsten Zipfel Amerikas bis den den fernsten Osten der Welt, überall hängen die römischen Gewänder in den Schränken. Überall zwinkert das kleine, rote Flämmchen, das ewige Licht in den Kirchen, und bedeutet den Eingeweihten, dass sie Gott hier genau so nahe sein können, wie Petrus damals, als er mit Christus am judäischen See Fisch gegessen hat.

Gedenktag

Mittwoch, November 30th, 2011

Heute ist der Tag des heiligen Apostels Andreas.
Andreas ist der Bruder des heiligen Petrus und der, der seinen Bruder zu Christus geführt hat.
Andreas ist ein bisschen ein moderner Heiliger. Er soll nämlich (unter anderem auch deshalb) gefoltert und umgebracht worden sein, weil er der Frau des Statthalters von Patras zur ehelichen Enthaltsamkeit riet, nachdem er sie zuvor geheilt hatte.
Das geht natürlich nicht!
Dem heiligen Apostel gebührt eine kleine Bilderstrecke.

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1. Andreas ist einer der großen ökumenischen Heiligen. Er wird auch in der gesamten orthodoxen Welt am heutigen Tag hoch verehrt.

2. Darstellung von José de Ribera.

2. Darstellung von José de Ribera.

3. Andreasgruppe aus dem berühmten Abendmahl.

3. Andreasgruppe aus dem berühmten Abendmahl.

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4. El Greco.

5. Mittelalterliche Darstellung in großer Dramatik.

5. Mittelalterliche Darstellung in großer Dramatik.

6. Mein Favorit.

6. Mein Favorit.

7. Darstellung von Zurbaran.

7. Darstellung von Zurbaran.

8. Kinderbibelszene: Andreas führt seinen Bruder zu Christus.

8. Kinderbibelszene: Andreas führt seinen Bruder zu Christus.

9. Das Andreasdenkmal in Kiev.

9. Das Andreasdenkmal in Kiev.

Papstkult und Unfehlbarkeit

Montag, November 28th, 2011
Manchmal lastet auf dem Papst wegen seines Amtes eine schwere Last.

Manchmal lastet auf dem Papst wegen seines Amtes eine schwere Last.

Als ich schon vom Katholischen überzeugt war und in einer Wohngemeinschaft lebte, wurde angekündigt, dass Mutter Theresa von Kalkutta eine Gemeinde in der Nähe besuchen würde. Ich traf begeistert alle Vorbereitungen, hin zu pilgern.
Einer meiner Mitbewohner kam ins Zimmer und wunderte sich, warum man um eine einfache Frau einen solchen Personenkult treiben konnte. Ich erinnere mich, dass wir eine Zeit diskutierten. Heute weiß ich, dass ich vergessen hatte zu fragen, was das Poster von Jimmy Hendrix über seinem Bett bedeute.

Mutter Theresa war kein Popstar und wollte nie einer sein. Ein Stern war sie dennoch, und das eher gegen ihren Willen. Bei allen Leuten, die geistig reifen, fällt auf, dass ihnen das, was zuvor süß war, mehr und mehr unangenehm wird.
Viele wollen berühmt sein, beneidet werden und glänzen. Menschen von Format wollen das im Allgemeinen nicht mehr.
Menschen, deren geistige Reifung sich in Richtung Heiligkeit bewegt, sind vom Glämmer um ihre Person eher angewidert. Und alle, die sich geistig nie auf den Weg machen, können das so wenig verstehen, wie fremde Sprachen. Unsere Popstarkultur und das allgemeine Streben nach Prominenz, Reichtum und Glanz bleibt, geistig gesehen, in der Pubertät.
In den Klöstern heißt es, die Oberen, die keine werden wollten, sind später die besten.

Es ist zu fragen, warum der Papst den Kult um seine Person zulässt. Die Antwort ist denkbar einfach. Unverständlich wird sie dagegen eher bei Jimmy Hendrix.
Vom Papst hängen unzählige kleine Poster an den Wänden. In allen Räumen, in allen Sakristeien hängt ein Bild von ihm; in allen Klosterpforten und unzähligen frommen Wohnzimmerecken gläubiger Menschen ebenfalls. Hier wird der Papst aber nicht verehrt, weil er Erfolg und Geld hat. Hier wird niemand geehrt, weil er im Leben irgendwas geschafft hat.
Der Papst wird aus zwei Gründen verehrt. Erstens, weil er der Nachfolger des heiligen Petrus ist und zweitens, weil er uns den Glauben schützt.

Ich möchte den zweiten Grund besprechen, weil er unbekannter ist. Der Papst gilt traditionellerweise als oberster Glaubenswächter der Kirche. Bei uns Heutigen wird das oft kritisiert. Ich verstehe nicht warum. Das, was wir den Glauben nennen, haben wir immer von anderen. Wer meint, er müsse oder solle sich seinen Glauben selbst zusammenschneidern, der ist wie einer, der ein geschenktes Auto mit dem Argument ablehnt, er wolle lieber selbst eins erfinden.
Ich weiß wohl, viele protestantische Gläubige lehnen das katholische Lehramt ab, weil sie sich ihren Glauben nicht vorschreiben lassen wollen. Sie sagen, sie können dem Papst nicht glauben, weil er ihnen die Freiheit nimmt. Zugleich hängen sie in kindlichem Glauben an den Lippen ihrer Prediger, die sagen, man könne dem Papst nicht trauen.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie jemand meinen kann, er könne sich seinen Glauben allein aus der Bibel destillieren. Wer nur die Bibel in die Hand bekommt und sich von niemandem etwas sagen lässt, der wird es nie zu einem klaren Glauben an die Dreifaltigkeit bringen. Wer nur die Bibel kennt, wird nie dahin gelangen, in einer protestantischen oder katholischen Kirche zur Beichte, zur Eucharistie oder zum Abendmahl zu gehen.
Wer glaubt, es reiche, an sich selbst zu glauben, der sollte, wie Chesterton sagt, vielleicht mal in die Irrenhäuser gehen. Die sind voll von Leuten, die fest an sich selbst glauben.

Der Papst ist die Instanz auf Erden, bei dem der Glaube der Kirche sozusagen aus erster Hand verkündet wird. Wenn jemand ganz unbefangen und mit einem Mal den katholischen Glauben ohne Verdrehung und Verflälschung, ohne persönliche Beimischung und Interpretationen kennenlernen will, der schaut sich am besten an, was der Papst verkündet.

Die Kirche hat sich im Papstamt eine Stelle eingerichtet, an der der Glaube immer im Original erhalten bleibt. In allen Gemeinden, Büchern, Blättern und Predigtorten, selbst bei den größten Theologen können einem kleine oder größere Verdrehungen unterkommen. Im Papstamt hält sich die Kirche sozusagen eine unverfälschte Sammelstelle.

Ich freue mich übrigens am Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit aus diesem Grund am meisten: Sie schützt das Papstamt vor persönlichen Irrtümern des jeweiligen Papstes. Die Unfehlbarkeit sagt ja nicht nur, dass der jetzige in gewissen Situationen nicht irrt. Sie sagt vor allem, dass seine Vorgänger nicht geirrt haben! Die Unfehlbarkeit des Papstes sorgt dafür, dass der heutige nicht mehr umwerfen kann, was seine Vorgänger sammelten.
Ich verstehe daher gar nicht, was hierzulande für ein Bohei betrieben wird, um den Papst nur irgendwie zu schwächen, zu entmachten und abzusetzen. Für mich kann er nicht prunkvoll genug daherkommen. Und ich bin sehr froh, eine Stelle zu haben, an der ich den Glauben der internationalen Kirchengemeinschaft kennenlernen kann und weiß, woran ich bin. Deshalb ist an meinem frommen Altärchen schon jetzt ein Platz für den nächsten Papst reserviert; mag er schwarz, weiß, dick oder dünn sein. In Sachen Glauben geht es schließlich um mein ewiges Leben.

Advent

Montag, November 28th, 2011
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Die Kerze ist ein starkes Symbol für nächtliche, fromme Erwartung.

Der Advent ist eine stille und doch sehr feierliche Zeit,
und es gehört zur lieben, christlichen, geistlichen Kunst,
sich die Atmosphäre der stillen, freudigen Erwartung
durch den Alltag im Herzen zu bewahren.
Vor Zeiten sollte dezenter,  schlichter Schmuck auf den Straßen
und in den Geschäften dieser meditativen Kunst
zu Diensten sein und helfen, sich den christlichen Geist
im täglichen Allerlei zu bewahren.
Heute ist es etwas schwieriger, da man sich mühen muss,
die innere Haltung trotz des Schmucks zu pflegen.

Hier der Introitus, das katholische Eingangslied für die
adventliche Zeit.



Umbenennen jetzt!

Sonntag, November 20th, 2011

Elsa, Alipius, Dorothea und Frischer Wind haben eine Bekräftigung abgegeben (Giovanni gibt aus Österreich solidarische Schützenhilfe), der ich mich in aller Form und Deutlichkeit anschließen möchte.
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat gefordert, den Diakonat für die Frau einzuführen. Die deutschen Bischöfe haben diese Einlassung als eine erhebliche Belastung der innerkirchlichen Diskussion abgewiesen.
Nicht nur deshalb schließe ich mich an und bekenne:

ZDK

Der Name ZdK wird mehr und mehr irreführend. Weil das Zentralkommitee eigentlich nur eine organisierten Vertretung bestimmter Interessen ist, die sich mit der Lehre des Katholischen oft nicht in Deckung bringen lassen, schlage ich vor, bei ihnen eine Forderung einzureichen, wegen Irreführung eine Namensänderung vorzunehmen. Es ist eben nicht drin, was drauf steht!