
Manche sollten vielleicht doch einsehen, dass die wirkliche Reform der Kirche sich insgesamt eher konservativ gestaltet.
Alipius hat Recht! Der allgemeine, weltweite Trend, dass die Anzahl der Priesterausbildungen stetig steigt, ist eine Meldung wert.
Überhaupt wächst die Kirche aufs Ganze gesehen viel stärker, als hierzulande oft wahrgenommen wird. Der Gedanke gibt zur Freude Anlass!
Für unsere Reformatoren allerdings geht die Meldung wohl in eine eher unerfreuliche Richtung. Der Trend der Weltkirche scheint sich gar nicht für ihre Ideen zu interessieren. In den Augen unserer Reformer dürfte die frische, jugendliche und wachsende Kirche als schrecklich konservativ, rückständig und nach hinten ausgerichtet gelten. Und den jungen Leuten ist das schnurz.
Es wächst eine junge Priester- und Katholikengeneration heran, die augenscheinlich wenig Lust hat, die küngschen, drewermannschen und heinemannschen Fahnen zu schwingen und auch so resigniert, veraltet und versteinert durch die Gegend zu laufen; mit Forderungen, die die Kirche auf keinen Fall schneller wachsen lassen würde.
Was da heranwächst, hat sich mit anderen, neuen Problemen zu befassen und wird keine Zeit mehr haben, die alten Kamellen aufzukochen.
Der Zölibat wurde schon immer angegriffen, weil er immer ein Stein des Anstoßes war. Die Unmöglichkeit der Weihe von Frauen wird auch schon immer diskutiert; die Idee ist alles andere als neu. Auch die Forderung nach mehr demokratischen Strukturen ist ebenso mittelalterlich wie modern. Vielleicht wäre die heutige Meldung für unsere Reformer mal ein Anlass nachzudenken, ob wir uns nicht gemeinsam für eine Lösung der wirklich aktuellen Probleme einzusetzen?!
Update: Wie ich gerade sehe, wird der Gedanke in catocons Posting, der wiederum Father Z. zitiert, eindrucksvoll unterstrichen. Mit Dank für die Recherche!























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