Endlich Feierabend!

Donnerstag, September 30th, 2010

Die Außenseite des Zölibats

Donnerstag, September 30th, 2010

Der Zölibat der Priester hat vor allem eine geistige Dimension. Richtig verstehen kann ihn erst, wer im selben geistigen Zusammenhang steht, aus dem er entsteht. Das ist ein bisschen wie mit der Bibel. Sie wurde mit Hilfe des Heiligen Geistes verfasst und zusammen gestellt. Wer sie wirklich verstehen will, der braucht auch zum Lesen die Hilfe des selben Geistes.

Gelungener Zölibat ist das Gegenteil von weltfremd

Gelungener Zölibat ist das Gegenteil von weltfremd

Der Zölibat ist nun eine Sache, die aus dem kirchlichen Geist wächst. Den braucht man ebenso zum tieferen Verständnis. Ganz besonders der allerdings, der den priesterlichen Zölibat wählt, der muss mit seiner ganzen Existenz aus diesem Geist der Kirche leben.
Obwohl das alles so ist, gibt es in Sachen Zölibat auch eine weniger geistige, eine äußere Seite.
So gibt es beim männlichen Teil der Menschheit einen gewissen, kleinen Prozentsatz, der so beschaffen ist, dass er zum glücklich und erfüllt sein nicht unbedingt einer Lebenspartnerin bedarf. Andere hingegen sind anders beschaffen und brauchen eine Partnerin, damit das Leben überhaupt in die richtigen Bahnen kann. Diese Menschen sagen, dass sie ohne ihren Partner, ohne ihre Partnerin, irgendwie gar nicht funktionieren.
Es gibt aber eben auch solche, die so veranlagt sind, dass sie allein sehr gut auskommen. Bei Künstlern gibt es das oft; der Dalai Lama verkündet, glücklich zu sein und viele Priester strahlen große geistige Kraft und Ruhe aus.
Die Kirche verkündet, dass sie ihre Priester aus dieser Gruppe der Männer rekrutieren möchte, was ihr gutes Recht ist. Priester sollen also jene Männer werden, die den Zölibat gut leben können. Das geht freilich nie ohne Opfer, Verzicht und geistiges Einüben. Das alles braucht eine gelingende Ehe allerdings auch. Auch eine noch so gute Ehe braucht geistiges Üben, Verzichten und sich demütig machen. Und wie der Ehemann ganz für seine Frau oder Familie leben sollte, so „gehört“ das Leben des zölibatären Priesters der Kirche. Ihr sollte er in wirklicher Liebe zugetan sein. Dass das geht, sehen wir an vielen, leuchtenden Beispielen.

Ich selbst habe schmerzlich feststellen müssen, dass ich offenbar zu der größeren Gruppe zähle, die allein nicht funktionieren.


Thomas zu den Ungeborenen

Mittwoch, September 29th, 2010

Zettelx

Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwinden

Dienstag, September 28th, 2010
Heilige Messe im Kölner Dom

Heilige Messe im Kölner Dom

Heilige Messe in Nagasaki

Heilige Messe in Nagasaki

Heilige Messe in...weiß jemand wo genau?

Heilige Messe.

Und er war DOCH ein Held und kann wieder Zuversicht schöpfen

Und er war DOCH ein Held und kann wieder Zuversicht schöpfen

Das Kreuzzeichen ist ein Gebet

Dienstag, September 28th, 2010

Im Allgemeinen gilt das Kreuzzeichen offenbar als Anfang und Ende des Gebetes, vielleicht als ein Zeichen, das man macht, eine Geste. Viele schlagen es, wie wenn sie eine Art magischen Schutz errichten wollten, wenn etwas Bedrohliches auf sie zukommt.
In Wirklichkeit möchte das Kreuzzeichen viel mehr sein, als ein Symbol oder ein markierter Anfang.
Das Kreuzzeichen beginnt nicht das Gebet, sondern es ist eins.
Wir sagen „im Namen des Vaters”.

Am besten schon als Kind

Am besten schon als Kind

Warum bedenken wir dabei nicht längst, wer und was der himmlische Vater ist. Er ist der Vater, der die Welt und uns geschaffen hat, der uns das Dasein gibt, der uns näher ist, als wir uns selbst und der seinen Sohn in die Welt gesandt hat, dass er uns erlöse. Gebet heißt nicht nur bedenken, sondern sich an Gott wenden. Warum sollte das Kreuzzeichen nicht schon ein Lobpreis und ein Dank sein?
Wir sagen „und des Sohnes”. Das ist Gelegenheit, uns an die Menschwerdung und das Leben Jesu zu erinnern. Die Worte fordern uns auch hier auf, zu meditieren, welche Bedeutung der Sohn für die Welt und für uns hat. Er kam, um unsere Sünden auf sich zu laden und durch seinen Tod hindurch weg zu tragen. Er kam nicht nur, es zu tun, sondern hat es bereits vollbracht; die Sünden der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft sind bereits in seinem Opfer getilgt. Das Kreuzzeichen ist Gelegenheit, ihm zu danken und auch ihn anbetend zu preisen.
Vielleicht gibt es einen Satz im großen Glaubensbekenntnis, der nicht ganz stimmt: Dass nämlich der Heilige Geist in gleicher Weise angebetet wird wie der Vater und der Sohn. Der Heilige Geist wird vernachlässigt und ist nicht der Bote Gottes, sondern Gott selbst und höchstpersönlich. Unsere Leiber sind Tempel des Heiligen Geistes geworden! (1 Kor 6,19) Haben wir beim Kreuzzeichen nicht die beste Gelegenheit, uns dieser großartigen, ja geradezu erschreckenden Tatsache inne zu werden und staunend anzubeten?
 Das Kreuzzeichen ist ein Schatz und wert, dass er gehoben wird.



Handy

Dienstag, September 28th, 2010

Handy

Die Moslems und ihr Prophet

Montag, September 27th, 2010

Jeder weiß, dass in der muslimischen Welt an allen Enden Flaggen verbrannt, Kirchen geschändet und Christen drangsaliert werden, sobald irgendwo jemand etwas gegen den „Propheten“ Mohammed sagt. Wer den Islam ein wenig versteht, ahnt die Gründe. 
Ein Vergleich.
 Die Bibel ist ein einheitliches Werk, von dem wir glauben, dass es mit der Hilfe des Heiligen Geistes genau das Wort ist, das Gott uns schenken wollte.

Von Anfang an: Absolute Unterwerfung - Manche Fragen dürfen nicht gestellt werden.

Absolute Unterwerfung - Es gibt Fragen, die nicht gestellt werden können.

Dieses Gotteswort wurde jedoch von vielen, einzelnen Menschen geschrieben; und das in einer Zeit, die viele Jahrhunderte währte. Bei der Bibel ist es ein wenig wie mit einem großen Gemälde: Um das Ganze sehen zu können, muss man es als Ganzes betrachten.
Geht man sehr nahe an ein großes Bild heran, sieht man hier und da kleine Brüche und Ungenauigkeiten. So etwa ist es auch mit der Bibel. Sie enthält zum Teil Passagen, die man für sich genommen als gewisse Widersprüche deuten müsste.
Die Evangelisten etwa sind sich in ihren Berichten nicht immer in allem ganz einig. Als ganzes überlieferten sie uns jedoch das in allen seinen Teilen wahre Evangelium. Es ist für das Ganze nicht schlimm, wenn Lukas etwa vielleicht einmal eine Angabe macht, die „so“ nicht stimmt. Das ganze ist irrtumslos.
Ganz anders ist das mit dem Koran. Der wurde nur von einem Mann geschrieben, und das in wenigen Jahrzehnten. Darin liegt das Problem: Wenn heute festgestellt würde, dass Mohammed sich in einem wesentlichen Punkt geirrt hätte, wäre der gesamte Islam dahin. Man wüsste ja nicht, ob er nicht woanders auch einen, vielleicht noch gröberen Fehler gemacht hätte. Hat man nur einen einzigen Boten, der seine Botschaft nicht eins zu eins und sauber bringt, kann niemand seiner Botschaft Vertrauen schenken.
Weil das so ist, hat die Unberührbarkeit des Ansehens Mohammeds größte Bedeutung für den gesamten Weltislam. Daher sagen die Muslime in der Regel wie aus der Pistole geschossen, der Prophet sei absolut heilig und ganz ohne Sünde gewesen. Wird das bezweifelt, wird‘s immer gleich sehr laut um einen.

Was “die Bischöfe” nicht kapieren

Montag, September 27th, 2010

“Wir haben uns mit der deutschen Übersetzung des Messbuchs (Ordo Missae) von 2002 befasst”, ist im jüngsten Schreiben der Deutschen Bischöfe zu lesen.
„Wir“ haben beschlossen, dem Papst nicht zu gehorchen, kann man getrost übersetzen.
Für die Laien unter den Laien: Vor Jahren hatte der Papst angeordnet, dass die Texte des gängigen Messbuches in Deutschland überarbeitet werden sollten. Es seien einige Ungenauigkeiten darin, hieß es, besonders das “für alle” sei zu überdenken: 
Jedem, der die Messe in deutscher Sprache kennt, sind die Worte „mein Blut, das für euch und ,für alle‘ vergossen wird“, geläufig.

Der Priester verspricht "Ehrfurcht und Gehorsam". Was aber soll er machen, wenn die Bischöfe ungehorsam sind?

Der Priester verspricht "Ehrfurcht und Gehorsam". Was aber soll er machen, wenn die Bischöfe ungehorsam sind?

Jedem, der die Messe auch in Latein kennt und ein paar Worte Latein kann, fällt auf, dass das „für alle“ im lateinischen Original gar nicht da steht. „Alle“ müsste „omnibus“ heißen, da steht aber „pro multis“, was „für viele“ heißt. Es steht da schlicht ein falsches Wort, und das will der Papst als Theologe richtig gestellt wissen. Das war‘s eigentlich schon. 

Man könnte jetzt eine sprachtheologische Untersuchung anstellen oder auch der Frage nachgehen, warum man vor Jahrzehnten einfach falsch übersetzt hat. Vielleicht tun wir das mal an dieser Stelle.
Zunächst ist vielleicht aber zu fragen, was „die“, die sich da unter den Bischöfen hinter ihrem Wort verstecken, nicht begriffen haben: Für einen Katholiken, der mit Herz und Hirn bei der Sache ist, ist es eine Lust, dem Papst zu gehorchen! Und es könnte eine Lust sein, sich vor und hinter die Bischöfe zu stellen.
Schlimm ist nicht nur, dass sie partout nicht nur nicht umsetzen wollen, was ihr “Chef” (als mehr scheinen sie den Heiligen Vater nicht anzusehen) sagt, sondern besonders, dass sie ihre Priester im Stich und im Regen stehen lassen. Was soll ein Priester vor Ort jetzt tun? Wem soll er nachkommen? Dem Papst, der – richtigerweise – fordert, dass „für viele“  gesagt wird, oder den Bischöfen, die aus Feigheit oder ideologischen Gründen an der falschen Übersetzung kleben? Jeder Priester hat in die Hände seines Bischofs Gehorsam versprochen. Und wer im Amt ist, hat zu tun, was die Bischöfe wünschen. Der Papst ist allerdings hier kein Bischofskollege, sondern spricht als Nachfolger Petri. Dem wäre in erster Linie zu folgen. Den Bischöfen ist aufgetragen, genau hier für Einheit zu sorgen, indem sie in Einheit mit dem Heiligen Vater handeln. Genau da proben sie jetzt wieder mal einen typisch deutschen Aufstand im Wasserglas. Wer mit Liebe dabei ist, und sich auch nur ein wenig auskennt, der kann sich wieder mal nur schämen. Memmen in der Nachfolge der Apostel. Deum in adiutorium meum intende!

remanebit inane 5

Montag, September 27th, 2010

Diesesmal habe ich die Fußnotennummern nicht gelöscht. Wer die Quelle zu einer bestimmten Sache erfahren möchte, kann einfach – per Kommentar oder Mail – die Nummern erfragen. Ich schreibe sie dannm gern zurück.


Philosophie und Theologie beim heiligen Thomas
Gott selbst wird nun zum Prinzip und Ziel allen philosophischen Forschens. So dient die Metaphysik der theologischen Erkenntnissuche. Hier ist Metaphysik bereits ihre eigene Anwendung. Gott ist Gegenstand dieser Wissenschaft und er ist gleichfalls ihr Subjekt. Dies wird bereits auf den ersten Seiten der theologischen Summe in aller Deutlichkeit festgelegt. In der Theologie wird letztlich alles vom Standpunkt Gottes aus betrachtet, da sie von Gott selbst handelt, bzw. von der Wirklichkeit, die ja von ihm ausgeht und ihr Ziel in ihm hat.42
Spitze und höchste Möglichkeit aller Wissenschaft ist also die Theologie, da in sie alles andere mündet. 43

So tritt Gott in diese Wissenschaft. Das bedeutet, die philosophische Disziplin der Metaphysik ist immer auch Theologie, denn sie stößt vor in Richtung dessen, dem sich alles verdankt, sie zielt auf den Grund, auf dem alles steht. Nur so kann sie alles betrachten.
Thomas übernimmt sehr wohl die antiken, hauptsächlich durch Aristoteles vertretenen metaphysischen Grundsätze und Ergebnisse, verlegt jedoch seinen Standpunkt, indem er nicht mehr von der (gegebenen44) Tatsache des Vorhandenseins der Dinge ausgeht, sondern von deren Geschöpflichkeit. Mit anderen Worten: Thomas fragt nicht nach dem ens, sondern nach dem ens-creatum. Alle Dinge kommen als Geschöpfe vor den Blick. Geschöpflichkeit meint keinesfalls einen Umstand, der als Dreingabe hinzugedacht werden kann oder auch nicht, sie meint vielmehr das konstitutive Element und gleichfalls das letzte Um-willen allen Seins.

Theologie und Philosophie gehören zusammen.

Ohne die Philosophie des Aristoteles kann man den Glauben sehr wohl ganz gut leben, nicht aber tiefer verstehen.

Das neuplatonische Schema
Die Richtung des Blicks geht also auf den letzten Grund der Dinge, der zugleich ihr Ursprung ist. Damit wird ersichtlich, daß Thomas sich das vom christlichen Neuplatonismus her stammende Schema von exitus und reditus zu eigen macht. Er übersteigt das aristotelische Weltbild und nimmt “seine Zuflucht zu dem platonischen Thema von Ausgang [Emanation] und Rückkehr.”45 Bekanntlich ist die spät verfaßte und unvollendete theologische Summe nach diesem Schema der doppelten Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf konzipiert. Die Tatsache allerdings, daß der Heilige in seinem Sentenzenkommentar, einem Werk früher Schaffenszeit, bereits in einem großen Wurf dieses Schema vorlegt, spricht dafür, daß Thomas überhaupt eine große Vorliebe hat für “diese Organisation des theologischen Wissens”.46
Die im Sentenzenkommentar vorgenommene Beschreibung stellt das Schema ausdrücklich in Bezug zur Menschwerdung.47 Es ist ausgesprochene Theologie der Inkarnation. Hier ist bereits angedeutet, was im Aufbau der theologischen Summe klar zum Ausdruck kommen wird: Die tertia pars ist eine breite Dokumentation der einen Aussage, daß die Rückkehr in Christus geschieht und zu suchen ist.
Man kann sagen, die gesamte Konzeption des thomanischen Denkens und Werkes findet in diesem Schema der Bezogenheit aller Geschöpflichkeit auf Gott und ihrem Weg zu diesem hin ihren grundsätzlichen Rahmen.

Über Wahrheit
Um diese kurze Skizze thomanischen Denkens weiterzu-führen, mag mit einem Seitenblick das Verhältnis der Geschöpfe zum Intellekt eigens in den Blick genommen werden. Letztlich ist dies eine Frage nach der Wahrheit.
Die Konzeption von Wahrheit ist nicht ohne die Annahme des Schöpfungsgedankens zu denken. Augustinus schreibt im dreizehnten Buch seiner Bekenntnisse: “So sehen wir denn die Dinge alle, die du geschaffen hast, weil sie sind; weil aber du sie siehst, sind sie. Und wir sehen draußen, daß sie sind, und drinnen, daß sie gut sind. Du aber sahst sie dort geschaffen, wo du sahst, daß sie geschaffen werden sollten.”48 Dieser kurze Text sagt in seiner poetischen Ausführung bereits das Wesentliche. Die Geschöpfe stehen, wenn sie erkannt werden, gleichsam zwischen Gott und dem erkennenden kreatürlichen Intellekt. Thomas gibt in seiner quæstio disputata de veritate hinreichend Auskunft über seine Überzeugung, wie Wahrheit zu denken ist: Sie ist Übereinstimmung des erkennenden Verstandes mit dem erkannten Gegenstand und daher zunächst im Erkennenden. Immer wenn der Mensch mit Hilfe seines theoretischen Verstandes49 etwas erkennt, empfängt er sein Maß vom erkannten Gegenstand. Gemeint ist eine Angleichung, ein Gleichwerden des Verstandes mit dem Erkannten. “Der theoretische Verstand wird, da er von den Dingen empfängt, von den Dingen bewegt, und so bildet das Erkannte sein Maß. Daraus geht hervor, daß die natürlichen Dinge, von denen unser Verstand sein Wissen nimmt, unseren Verstand bemessen.”50
Die erkannten Dinge sind nun gewissermaßen zweimal erkannt. Denn von der Seite Gottes existieren sie auch als Erkannte und eben nur, weil sie erkannt sind. Thomas nennt sie gemessen im göttlichen Verstand, wie Kunstwerke im Verstand eines Künstlers (sicut omnia artificiata in intellectu artificis). Somit wird ein Ding der Natur, das zwischen diesen beiden Verstandesvermögen steht, gemäß der Angleichung an jedes der beiden ‘wahr’ genannt.”51 Erkennen ist in diesem Sinne Nachdenken dessen, was Gott bereits denkt.
Und hier eröffnet sich Wesentliches: Die Dinge sagen etwas, sie sind Träger von Bedeutung. Alles Sein ist lichtvolle Wirklichkeit und Träger von Wahrheit, von sich Kunde gebendes Existieren, das sich im Prozeß des Daseins veranschaulicht und als solches auch beschrieben werden kann. Die Dinge erzählen von sich durch die Weise ihres Existierens. Sie sind keinesfalls statisch und stumm, vielmehr müssen sie sich mitteilen, um überhaupt als Gut erkannt werden zu können. Gemäß der Ontologie des heiligen Thomas heißt Substanzialität, also eigenständiges Sein, dynamisches, redendes, sich vollziehendes Tätigsein.52

Hier findet sich ein Denken von der Schöpfung und von der Stellung des erkennenden Geistes in ihr, welchem jeder Gedanke von Fremdheit der Welt fernsteht. Durch die Fähigkeit, Gedanken Gottes nachdenken und auf diese Weise unverbrüchliche Wahrheit wahrnehmen zu können, wird die Welt dem Menschen im besten Sinn des Wortes sein Zuhause.
Diese Sehweise bleibt durch die Geistesgeschichte keineswegs selbstverständlich. Spinoza etwa wird sagen, die Dinge seien “stumm” und in der Romantik findet sich die Rede vom Schweigen der Natur “als Zeichen ihrer fast unheimlich gewordenen Fremdheit”.53
Thomas dagegen lebt in einer durchlichteten Welt. Seine gesamte Lehre ist geprägt von dieser hoffnungsvollen Sicht und von Freude am Erkennen alles Wahren.

Sehens- und hörenswert

Montag, September 27th, 2010

…heute gleich in mehrfacher Hinsicht. Später mehr dazu.