Vielleicht mal ein kleines Andenken an einen Großen?
Hüschs Tasse
Dienstag, August 31st, 2010
Über Reporter
Dienstag, August 31st, 2010
Konvertit
Dienstag, August 31st, 2010
„Der Papst geht von der Vorbedingung aus, dass Glaube und Vernunft nicht zu trennen sind. Ich glaube, seine Vorstellung eines Dialogs beginnt genau hier.”
Magdi Allam, Konvertit aus dem Islam, der von Papst Benedikt die Taufe empfing.
Quelle: Kopten ohne Grenzen
Die wahren Verhältnisse
Dienstag, August 31st, 2010
kath.net schreibt: “Die evangelische Kirche in Deutschland (genauer: die Gesamtheit der EKD-Mitgliedskirchen) hat in der Zeit von 1950 bis 2009 18 Millionen Mitglieder verloren. Die Zahl der Mitglieder ging von 42,2 Millionen auf 24,2 Millionen zurück. Das ist ein Rückgang um 42,7 %. Die Zahl der Katholiken nahm dagegen im selben Zeitraum von 23,2 Millionen auf 24,9 Millionen zu, also um 7,3 %.”
“Im Portal zur katholischen Geisteswelt steht dazu: Dies steht in krassem Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung, die nur die Krise der katholischen Kirche im Auge hat und dementsprechend dazu führt, ihr die evangelische Kirche als Vorbild der Modernisierung hinzustellen. Wie wäre es, wenn wir umgekehrt einmal der evangelischen Kirche zur Überwindung ihrer Krise empfehlen würden, etwa den Zölibat einzuführen oder in der Abtreibungsfrage konsequent Stellung zu beziehen?”
Etwas bissig, aber der Sache nach doch richtig, oder?
Dogmatischsein
Dienstag, August 31st, 2010
Es gibt Worte, bei denen gibt es immer gleich Streit, wenn sie genannt werden. „Dogma“ ist so eines. In der derzeitig deutschen Gesellschaft gilt es schonmal geradezu als unmenschlich, dogmatisch zu sein. Bei den Gegnern des Dogmatischen gibt es mindestens ein Dogma, nämlich, dass man nicht dogmatisch sein soll. Aber nicht dogmatisch sind sie auch nicht.
Um das Wort Dogma herrscht offenbar die unsinnige Meinung, dass Dogmen unfrei machen und das eigene Denken behindern. Leute, die solche Dinge sagen, werden mich für verrückt erklären, denn ich kenne nichts Herrlicheres, als über die Dogmen nachzudenken und mich ihnen mit dem ganzen Gewicht meiner fröhlichen Freiheit unterzuordnen.

Auch das ist wohl ein Dogma.
Ich bekenne mich also mit Freuden dazu, höchst dogmatisch zu sein und damit wahrscheinlich als unfein zu gelten. Was soll’s.
Wo ich schon dabei bin, meine Liebe zu gestehen, kann ich damit auch fortfahren. Dass ich das Dogmatischsein liebe, steht nämlich in einer Reihenfolge. Zuallererst hat Gott mich geliebt (das ist übrigens auch ein Dogma, wenn ich nicht irre), dann ging offenbar eine Erwiderung von mir aus, als Antwort. Wenn man liebt, liebt man, was zum Geliebten gehört, gleich mit. Sobald man mir also beigebracht hatte, dass Gott die Kirche liebt, ergab sich naturgemäß, es ihm gleichzutun.
Es ist wie mit diesen Verträgen, die man auf der Straße unterschreibt; ist man einmal drinnen, eröffnen sie einem, dass man jeden Monat ein Buch kaufen muss. Kaum hatten sie mich also in der Kirche, rührten sie mir unter, dass die Kirche dogmatisch sei; man könne gar nicht kirchlich sein, ohne dogmatisch zu sein. Das stimmt. Man kann schließlich noch nicht einmal gesellschaftlich anständig sein, ohne sich dem Dogma zu unterwerfen, dass die kirchlichen Dogmen nichts Gutes sind.
Besonders der neue, missionarische Atheismus scheint mir immer wie großer Klotz, an dem die Dogmen kleben, wie Muscheln an einem alten Schiffsrumpf.
Dogmen sind eigentlich nichts anderes als die Beschreibung einer Einstellung, eines Glaubens. Wenn jemand nicht nur wissen will, dass es Christen gibt, sondern auch, was die Christen tun, wenn sie glauben, dann betrachtet er am besten die Dogmen der Kirche. Man kann auch anders sagen: Wer ein katholischer Christ sein will, der muss bestimmte Sätze als wahr annehmen.
Nach der Lehre des heiligen Thomas gibt es da besonders zwei Dogmen, die man nur glauben, nicht herleiten und nicht beweisen kann: Dass Gott dreifaltig und dass er Mensch geworden ist.
Natürlich kann man, wenn man eine Zeit im Glauben lebt, mit großer Sicherheit erahnen, wie wahr diese Dogmen wirklich sind. Umgekehrt allerdings geht es nicht. Niemand hätte von irgendetwas ableiten können, dass in Gott personales Leben ist und dass es irgendwie zwingend gewesen war, dass er Mensch wurde. Wenn das stimmt, dann kann man nicht mal Christ sein, ohne dogmatisch zu sein.
Gott ist ja doch in der Welt
Dienstag, August 31st, 2010
Wir reden über Gott und haben bereits Thesen aufgestellt, bei denen es natürlich Widerstand gibt. Wie kann man – als Christ – einen Artikel schreiben, in dem in allem Ernst vertreten wird, dass Gott nicht existiert? Wie kann man – als Christ schreiben, dass Gott nicht wirklich in der Welt ist? Gott ist doch da; er ist uns nahe, er ist Mensch geworden und in der heiligen Eucharistie sogar genau so greifbar unter uns, wie Jesus es damals für die Jünger war.
Auf den ersten Blick sind die bisherigen Aussagen über Gott vielleicht sogar eher islamisch. Für den Muslim ist Gott in der Tat überhaupt nicht und niemals in der Welt. Gott hat keinen Mund, der sprechen kann, Gott ist der über alles Erhabene und wird es immer bleiben.
„Allahu akbar“ heißt „Gott ist größer“, und das meint in der Tat, was wir sagten: Gott existiert nicht im gleichen Sinn, wie wir existieren. Würden wir das behaupten, dann würden wir Gott, den über alles Erhabenen, mit den Geschöpfen gleichsetzen. Das allein wäre schon Gotteslästerung.
Manchen Christen wird es wundern, aber solche ähnlichen Thesen finden sich in der Lehre des bedeutendsten Lehrers für die katholische Christenheit, bei Thomas von Aquin; und das nicht nur einmal und aus Versehen. Man fällt drüber, sobald der Gelehrte von Gott spricht.
Die Sache ist: Man kann in zweifacher Weise von Gott reden: Vor- und nachchristlich sozusagen. Vorchristlich meint hier, dass wir uns gedanklich in die Zeit vor der Verkündigung und der Menschwerdung versetzen.
Gott ist ja schon Gott gewesen, bevor er Maria die Botschaft verkünden ließ. Bevor Gott unter dem Herzen der Muttergottes Fleisch annahm, war er wirklich nicht in der Welt. Er war der über alles Erhabene, mit dem sich kein Geschöpf vergleichen kann. Wir sagen, die Geschöpfe existieren, sie sind ex-sistent. Das meint wörtlich, dass sie aus etwas heraus entstanden sind. Von Gott, insofern er die Gottheit ist, können wir das nicht sagen.
Es gibt also sozusagen eine reine Gotteslehre. Die lässt, wenn man so will, das spezifisch Christliche von der Menschwerdung, vom Vater-, Sohn- und Geistsein Gottes beiseite, ohne es zu verwerfen oder zu leugnen. Wenn wir bedenken wollen, was Schöpfung ist, dann müssen wir das machen.
Natürlich wissen wir, dass Gott nicht erst dreifaltig wurde, als er Fleisch annahm. Wir wissen auch, dass er uns immer schon sehr nahe war und geliebt hat, dass er immer schon der väterliche Gott war. Wir wissen das alles allerdings erst „in Christus“. Das heißt, wir wissen das alles erst, weil Gott uns das in und durch die Menschwerdung wissen ließ. Jesus ist der, der „Kunde gebracht“ hat. (Joh 1,18)
Wenn man so möchte, ist Gott beides. Denn in der Menschwerdung hat er auch nicht aufgehört, der über alles erhabene Schöpfer zu sein.
Der Islam ist im besten Sinn des Wortes vorchristlich. Mohammed lebte, als die Kirche schon über ein halbes Jahrtausend alt war. Der – für uns vermeintliche – Prophet nahm jedoch den christlichen Kern aus der Botschaft heraus und verkündete sozusagen ein Gottesbild, das so unvollständig ist, wie das ist, was wir in der „vorchristlichen” Gotteslehre” besprechen. Jetzt kann der Christ dem Muslim sein „Gott ist größer“ verkündigen. Gott ist nämlich mehr als Mohammed meinte.
Bedenkenswert:
Montag, August 30th, 2010
„Es kann keine Toleranz mehr für diese Intoleranz geben.”
Michael Friedmann zum Fall Sarrazin
zum Bsp. hier zu finden
Hübsches Fundstück
Montag, August 30th, 2010
“Michelangelos David kehrt nach zwei Jahren Ausleihe in Amerika zurück nach Italien-”
Herr Küng und die Vollkommenheit der Kirche
Montag, August 30th, 2010
Was einen Artikelschreiber, der sich um Redlichkeit bemüht, zur Weißglut bringt, ist die Unredlichkeit im eigenen Gewerbe oder gar bei groß genannten Autoren.
Professor Küng zum Beispiel ist unredlich, wenn er wider besseren Wissens, ein Wort missbraucht. Er sagt zum Beispiel, der Papst wolle die Kirche ins Mittelalter zurückführen. Er weiß natürlich, dass das nicht stimmt. Genau so gut weiß er, dass es gar nicht nur schlimm wäre, wenn es stimmen würde.
Professor Küng und seine Kollegen arbeiten mit den falschen Vorstellungen der Menschen. Sie wissen, das die Leute wegen der vielen Kino- und Fernsehproduktionen immer gleich Seuchen, Schmutz, Hexenverbrennungen, böse Herrscher und böse Päpste im Kopf haben, wenn das Glöckchen „Mittelalter“ angeschlagen wird.

Der Blick in die Augen eines Kindes ist der stärkste Beweis für Gottes Dasein, Größe und Güte.
Sie verschweigen dabei Tatsachen, das macht die Bosheit ihres Unternehmens aus.
Sie verschweigen, dass die Hexenverbrennungen von den Päpsten gar nicht gewünscht und von der Inquisition abgelehnt wurden.
Sie verschweigen, dass der Hexenwahn in Volk und Juristerei erst richtig losging, als das Mittelalter längst vorbei war.
Sie übersehen geflissentlich, dass die bösesten Herrscher so modern waren, dass man sie allesamt fotografieren konnte.
Sie verschweigen, dass heute so viele Menschen von Seuchen dahingerafft werden, wie zu allen Zeiten, und dass das Mittelalter ebenso gute Päpste kannte, wie die Neuzeit.
Gelehrte dieser Art verschaffen sich ihre unwissenden Mehrheiten mit Verschweigen dessen, was sie selbst besser wissen.
Sie nennen das Mittelalter finster und wissen, dass gerade unsere Moderne keinen Vergleich scheuen braucht, was den Grad an Dunkelheit angeht.
Sie werfen dem Mittelalter vor, es sei auf Protz und Größe aus gewesen. Hier werden die Tatsachen allerdings endgültig verdreht.
Protz und Größe wollten Hitler, Mussolini und Stalin. Protz und Größe demonstrieren unsere Fackelzüge, Militärparaden demokratischen Aufmärsche und sportiven Einmärsche in die Stadien.
Protz und Größe wollen unsere Groß- und Möchtegernunternehmer. Gerade heute muss etwas einfach nur viel haben, um schon als gut zu gelten.
Mittelalterlich geht ganz anders. Zu Thomas‘ Zeiten fuhr man auf dem Ochsenkarren, er selbst ging wegen seines Ordensgelübdes sogar zu Fuß. Das ändert den Blick, und das Objektiv ist ganz anders eingestellt.
Thomas orientierte sich nicht am Anblick großer Monokulturen vom Flugzeug aus. Seine Philosophie orientierte sich am Anblick der Architektur eines einzigen Blümchens, zu dem man sich am Wegesrand herablassen muss.
Für den heutigen Neuzeitling gilt am vollkommensten derjenige, der im Privatjet um die Erde fliegen und im Großbetrieb möglichst viele Menschen unter sich hat.
Die Philosophie des heiligen Thomas erblickt die Größe des Schöpfers im Blick eines einzigen Kindes in die Augen.
Dort erst spiegelt sich, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist; nicht, weil es so viele davon gibt, sondern, weil jeder einzelne dieser verletzlichen Wesen so reich beschenkt wurde, wie kein anderes Geschöpf auf der Welt.
Für Thomas gibt es gar keinen Zweifel: Die Katholische Kirche ist in gleicher Weise die Krone alles Religiösen, wie der Mensch die Krone der Schöpfung ist. Das aber eben nicht, weil jeder sechste Mensch auf der Welt katholisch ist, sondern, weil Gott höchstpersönlich die Kirche ausstattet, indem er sie zum Tempel seines Geistes macht.
In jedem kleinen Tabernakel ist Gott sogar materiell zugegen, und aus der Kirche heraus erweckt er die vielfältigsten Berufungen in die Welt hinein.
Die Kirche hat ihre besondere Stellung nicht, weil sie viel macht, sondern, weil so Vielfältiges aus ihrer Innerlichkeit hervorgeht. Es ist eben doch nur die katholische Kirche, die die hunderttausend caritativen Ordensgemeinschaften und unzählige Heilige aus sich hervorbringt, an deren Heilig- und Aufrichtigkeit nicht mal der schlimmste Kirchenhasser einen Makel findet. Keine andere Kirche oder religiöse Gemeinschaft hat Ordensleute, wie die katholische Glaubenswelt. Nur die katholische Kirche konnte Mutter Theresa hervorbringen.
Die katholische Kirche ist nicht, was sie ist, weil so viele vollkommene Leute in ihr sind. Sie ist es schon gar nicht, weil ihre Hirten vollkommener wären, als die Angestellten, die ihnen morgens die Gewänder auslegen. Keineswegs.
Die katholische Kirche ist deshalb die Krone des Religiösen, weil sie, trotz allen Makeln, von Gott am reichsten beschenkt wurde und wird. Zur Väterlichkeit Gottes tritt milde die Mutterschaft Mariens und der Kirche. Das macht sie reich.
Die väterliche Einseitigkeit Gottes durch „Gott als Mutter“ wieder auffüllen, das glauben wahrscheinlich nur solche tun zu müssen, die in ihrer eigenen Gemeinschaft die Fülle vermissen und die, die von der katholischen nichts mehr wissen. Professor Küng arbeitet gegen seine eigene Kirche, die ihn geistig und materiell am Leben erhellt. Das treibt mich schon mal auf die Palme, auf der ich ohnehin schon zu viel Zeit verbringe.
Gebetsanliegen
Sonntag, August 29th, 2010
Ihr erinnert Euch sicher an unser Gebetsanliegen.
Vielen Dank allen, die mitgebetet haben und hoffentlich noch mitbeten!!!
Hier die erste Antwort von unserer Jesus Punk!
Hüschs Tasse
Dienstag, August 31st, 2010Über Reporter
Dienstag, August 31st, 2010Konvertit
Dienstag, August 31st, 2010„Der Papst geht von der Vorbedingung aus, dass Glaube und Vernunft nicht zu trennen sind. Ich glaube, seine Vorstellung eines Dialogs beginnt genau hier.”
Magdi Allam, Konvertit aus dem Islam, der von Papst Benedikt die Taufe empfing.
Quelle: Kopten ohne Grenzen
Die wahren Verhältnisse
Dienstag, August 31st, 2010kath.net schreibt: “Die evangelische Kirche in Deutschland (genauer: die Gesamtheit der EKD-Mitgliedskirchen) hat in der Zeit von 1950 bis 2009 18 Millionen Mitglieder verloren. Die Zahl der Mitglieder ging von 42,2 Millionen auf 24,2 Millionen zurück. Das ist ein Rückgang um 42,7 %. Die Zahl der Katholiken nahm dagegen im selben Zeitraum von 23,2 Millionen auf 24,9 Millionen zu, also um 7,3 %.”
“Im Portal zur katholischen Geisteswelt steht dazu: Dies steht in krassem Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung, die nur die Krise der katholischen Kirche im Auge hat und dementsprechend dazu führt, ihr die evangelische Kirche als Vorbild der Modernisierung hinzustellen. Wie wäre es, wenn wir umgekehrt einmal der evangelischen Kirche zur Überwindung ihrer Krise empfehlen würden, etwa den Zölibat einzuführen oder in der Abtreibungsfrage konsequent Stellung zu beziehen?”
Etwas bissig, aber der Sache nach doch richtig, oder?
Dogmatischsein
Dienstag, August 31st, 2010Es gibt Worte, bei denen gibt es immer gleich Streit, wenn sie genannt werden. „Dogma“ ist so eines. In der derzeitig deutschen Gesellschaft gilt es schonmal geradezu als unmenschlich, dogmatisch zu sein. Bei den Gegnern des Dogmatischen gibt es mindestens ein Dogma, nämlich, dass man nicht dogmatisch sein soll. Aber nicht dogmatisch sind sie auch nicht.
Um das Wort Dogma herrscht offenbar die unsinnige Meinung, dass Dogmen unfrei machen und das eigene Denken behindern. Leute, die solche Dinge sagen, werden mich für verrückt erklären, denn ich kenne nichts Herrlicheres, als über die Dogmen nachzudenken und mich ihnen mit dem ganzen Gewicht meiner fröhlichen Freiheit unterzuordnen.

Auch das ist wohl ein Dogma.
Ich bekenne mich also mit Freuden dazu, höchst dogmatisch zu sein und damit wahrscheinlich als unfein zu gelten. Was soll’s.
Wo ich schon dabei bin, meine Liebe zu gestehen, kann ich damit auch fortfahren. Dass ich das Dogmatischsein liebe, steht nämlich in einer Reihenfolge. Zuallererst hat Gott mich geliebt (das ist übrigens auch ein Dogma, wenn ich nicht irre), dann ging offenbar eine Erwiderung von mir aus, als Antwort. Wenn man liebt, liebt man, was zum Geliebten gehört, gleich mit. Sobald man mir also beigebracht hatte, dass Gott die Kirche liebt, ergab sich naturgemäß, es ihm gleichzutun.
Es ist wie mit diesen Verträgen, die man auf der Straße unterschreibt; ist man einmal drinnen, eröffnen sie einem, dass man jeden Monat ein Buch kaufen muss. Kaum hatten sie mich also in der Kirche, rührten sie mir unter, dass die Kirche dogmatisch sei; man könne gar nicht kirchlich sein, ohne dogmatisch zu sein. Das stimmt. Man kann schließlich noch nicht einmal gesellschaftlich anständig sein, ohne sich dem Dogma zu unterwerfen, dass die kirchlichen Dogmen nichts Gutes sind.
Besonders der neue, missionarische Atheismus scheint mir immer wie großer Klotz, an dem die Dogmen kleben, wie Muscheln an einem alten Schiffsrumpf.
Dogmen sind eigentlich nichts anderes als die Beschreibung einer Einstellung, eines Glaubens. Wenn jemand nicht nur wissen will, dass es Christen gibt, sondern auch, was die Christen tun, wenn sie glauben, dann betrachtet er am besten die Dogmen der Kirche. Man kann auch anders sagen: Wer ein katholischer Christ sein will, der muss bestimmte Sätze als wahr annehmen.
Nach der Lehre des heiligen Thomas gibt es da besonders zwei Dogmen, die man nur glauben, nicht herleiten und nicht beweisen kann: Dass Gott dreifaltig und dass er Mensch geworden ist.
Natürlich kann man, wenn man eine Zeit im Glauben lebt, mit großer Sicherheit erahnen, wie wahr diese Dogmen wirklich sind. Umgekehrt allerdings geht es nicht. Niemand hätte von irgendetwas ableiten können, dass in Gott personales Leben ist und dass es irgendwie zwingend gewesen war, dass er Mensch wurde. Wenn das stimmt, dann kann man nicht mal Christ sein, ohne dogmatisch zu sein.
Gott ist ja doch in der Welt
Dienstag, August 31st, 2010Wir reden über Gott und haben bereits Thesen aufgestellt, bei denen es natürlich Widerstand gibt. Wie kann man – als Christ – einen Artikel schreiben, in dem in allem Ernst vertreten wird, dass Gott nicht existiert? Wie kann man – als Christ schreiben, dass Gott nicht wirklich in der Welt ist? Gott ist doch da; er ist uns nahe, er ist Mensch geworden und in der heiligen Eucharistie sogar genau so greifbar unter uns, wie Jesus es damals für die Jünger war.
Auf den ersten Blick sind die bisherigen Aussagen über Gott vielleicht sogar eher islamisch. Für den Muslim ist Gott in der Tat überhaupt nicht und niemals in der Welt. Gott hat keinen Mund, der sprechen kann, Gott ist der über alles Erhabene und wird es immer bleiben. „Allahu akbar“ heißt „Gott ist größer“, und das meint in der Tat, was wir sagten: Gott existiert nicht im gleichen Sinn, wie wir existieren. Würden wir das behaupten, dann würden wir Gott, den über alles Erhabenen, mit den Geschöpfen gleichsetzen. Das allein wäre schon Gotteslästerung.
Manchen Christen wird es wundern, aber solche ähnlichen Thesen finden sich in der Lehre des bedeutendsten Lehrers für die katholische Christenheit, bei Thomas von Aquin; und das nicht nur einmal und aus Versehen. Man fällt drüber, sobald der Gelehrte von Gott spricht.
Die Sache ist: Man kann in zweifacher Weise von Gott reden: Vor- und nachchristlich sozusagen. Vorchristlich meint hier, dass wir uns gedanklich in die Zeit vor der Verkündigung und der Menschwerdung versetzen.
Gott ist ja schon Gott gewesen, bevor er Maria die Botschaft verkünden ließ. Bevor Gott unter dem Herzen der Muttergottes Fleisch annahm, war er wirklich nicht in der Welt. Er war der über alles Erhabene, mit dem sich kein Geschöpf vergleichen kann. Wir sagen, die Geschöpfe existieren, sie sind ex-sistent. Das meint wörtlich, dass sie aus etwas heraus entstanden sind. Von Gott, insofern er die Gottheit ist, können wir das nicht sagen.
Es gibt also sozusagen eine reine Gotteslehre. Die lässt, wenn man so will, das spezifisch Christliche von der Menschwerdung, vom Vater-, Sohn- und Geistsein Gottes beiseite, ohne es zu verwerfen oder zu leugnen. Wenn wir bedenken wollen, was Schöpfung ist, dann müssen wir das machen.
Natürlich wissen wir, dass Gott nicht erst dreifaltig wurde, als er Fleisch annahm. Wir wissen auch, dass er uns immer schon sehr nahe war und geliebt hat, dass er immer schon der väterliche Gott war. Wir wissen das alles allerdings erst „in Christus“. Das heißt, wir wissen das alles erst, weil Gott uns das in und durch die Menschwerdung wissen ließ. Jesus ist der, der „Kunde gebracht“ hat. (Joh 1,18)
Wenn man so möchte, ist Gott beides. Denn in der Menschwerdung hat er auch nicht aufgehört, der über alles erhabene Schöpfer zu sein.
Der Islam ist im besten Sinn des Wortes vorchristlich. Mohammed lebte, als die Kirche schon über ein halbes Jahrtausend alt war. Der – für uns vermeintliche – Prophet nahm jedoch den christlichen Kern aus der Botschaft heraus und verkündete sozusagen ein Gottesbild, das so unvollständig ist, wie das ist, was wir in der „vorchristlichen” Gotteslehre” besprechen. Jetzt kann der Christ dem Muslim sein „Gott ist größer“ verkündigen. Gott ist nämlich mehr als Mohammed meinte.
Bedenkenswert:
Montag, August 30th, 2010„Es kann keine Toleranz mehr für diese Intoleranz geben.”
Michael Friedmann zum Fall Sarrazin
zum Bsp. hier zu finden
Hübsches Fundstück
Montag, August 30th, 2010“Michelangelos David kehrt nach zwei Jahren Ausleihe in Amerika zurück nach Italien-”
Herr Küng und die Vollkommenheit der Kirche
Montag, August 30th, 2010Was einen Artikelschreiber, der sich um Redlichkeit bemüht, zur Weißglut bringt, ist die Unredlichkeit im eigenen Gewerbe oder gar bei groß genannten Autoren.
Professor Küng zum Beispiel ist unredlich, wenn er wider besseren Wissens, ein Wort missbraucht. Er sagt zum Beispiel, der Papst wolle die Kirche ins Mittelalter zurückführen. Er weiß natürlich, dass das nicht stimmt. Genau so gut weiß er, dass es gar nicht nur schlimm wäre, wenn es stimmen würde.
Professor Küng und seine Kollegen arbeiten mit den falschen Vorstellungen der Menschen. Sie wissen, das die Leute wegen der vielen Kino- und Fernsehproduktionen immer gleich Seuchen, Schmutz, Hexenverbrennungen, böse Herrscher und böse Päpste im Kopf haben, wenn das Glöckchen „Mittelalter“ angeschlagen wird.

Der Blick in die Augen eines Kindes ist der stärkste Beweis für Gottes Dasein, Größe und Güte.
Sie verschweigen dabei Tatsachen, das macht die Bosheit ihres Unternehmens aus.
Sie verschweigen, dass die Hexenverbrennungen von den Päpsten gar nicht gewünscht und von der Inquisition abgelehnt wurden.
Sie verschweigen, dass der Hexenwahn in Volk und Juristerei erst richtig losging, als das Mittelalter längst vorbei war.
Sie übersehen geflissentlich, dass die bösesten Herrscher so modern waren, dass man sie allesamt fotografieren konnte.
Sie verschweigen, dass heute so viele Menschen von Seuchen dahingerafft werden, wie zu allen Zeiten, und dass das Mittelalter ebenso gute Päpste kannte, wie die Neuzeit.
Gelehrte dieser Art verschaffen sich ihre unwissenden Mehrheiten mit Verschweigen dessen, was sie selbst besser wissen.
Sie nennen das Mittelalter finster und wissen, dass gerade unsere Moderne keinen Vergleich scheuen braucht, was den Grad an Dunkelheit angeht.
Sie werfen dem Mittelalter vor, es sei auf Protz und Größe aus gewesen. Hier werden die Tatsachen allerdings endgültig verdreht.
Protz und Größe wollten Hitler, Mussolini und Stalin. Protz und Größe demonstrieren unsere Fackelzüge, Militärparaden demokratischen Aufmärsche und sportiven Einmärsche in die Stadien.
Protz und Größe wollen unsere Groß- und Möchtegernunternehmer. Gerade heute muss etwas einfach nur viel haben, um schon als gut zu gelten.
Mittelalterlich geht ganz anders. Zu Thomas‘ Zeiten fuhr man auf dem Ochsenkarren, er selbst ging wegen seines Ordensgelübdes sogar zu Fuß. Das ändert den Blick, und das Objektiv ist ganz anders eingestellt.
Thomas orientierte sich nicht am Anblick großer Monokulturen vom Flugzeug aus. Seine Philosophie orientierte sich am Anblick der Architektur eines einzigen Blümchens, zu dem man sich am Wegesrand herablassen muss.
Für den heutigen Neuzeitling gilt am vollkommensten derjenige, der im Privatjet um die Erde fliegen und im Großbetrieb möglichst viele Menschen unter sich hat.
Die Philosophie des heiligen Thomas erblickt die Größe des Schöpfers im Blick eines einzigen Kindes in die Augen.
Dort erst spiegelt sich, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist; nicht, weil es so viele davon gibt, sondern, weil jeder einzelne dieser verletzlichen Wesen so reich beschenkt wurde, wie kein anderes Geschöpf auf der Welt.
Für Thomas gibt es gar keinen Zweifel: Die Katholische Kirche ist in gleicher Weise die Krone alles Religiösen, wie der Mensch die Krone der Schöpfung ist. Das aber eben nicht, weil jeder sechste Mensch auf der Welt katholisch ist, sondern, weil Gott höchstpersönlich die Kirche ausstattet, indem er sie zum Tempel seines Geistes macht.
In jedem kleinen Tabernakel ist Gott sogar materiell zugegen, und aus der Kirche heraus erweckt er die vielfältigsten Berufungen in die Welt hinein.
Die Kirche hat ihre besondere Stellung nicht, weil sie viel macht, sondern, weil so Vielfältiges aus ihrer Innerlichkeit hervorgeht. Es ist eben doch nur die katholische Kirche, die die hunderttausend caritativen Ordensgemeinschaften und unzählige Heilige aus sich hervorbringt, an deren Heilig- und Aufrichtigkeit nicht mal der schlimmste Kirchenhasser einen Makel findet. Keine andere Kirche oder religiöse Gemeinschaft hat Ordensleute, wie die katholische Glaubenswelt. Nur die katholische Kirche konnte Mutter Theresa hervorbringen.
Die katholische Kirche ist nicht, was sie ist, weil so viele vollkommene Leute in ihr sind. Sie ist es schon gar nicht, weil ihre Hirten vollkommener wären, als die Angestellten, die ihnen morgens die Gewänder auslegen. Keineswegs.
Die katholische Kirche ist deshalb die Krone des Religiösen, weil sie, trotz allen Makeln, von Gott am reichsten beschenkt wurde und wird. Zur Väterlichkeit Gottes tritt milde die Mutterschaft Mariens und der Kirche. Das macht sie reich.
Die väterliche Einseitigkeit Gottes durch „Gott als Mutter“ wieder auffüllen, das glauben wahrscheinlich nur solche tun zu müssen, die in ihrer eigenen Gemeinschaft die Fülle vermissen und die, die von der katholischen nichts mehr wissen. Professor Küng arbeitet gegen seine eigene Kirche, die ihn geistig und materiell am Leben erhellt. Das treibt mich schon mal auf die Palme, auf der ich ohnehin schon zu viel Zeit verbringe.
Gebetsanliegen
Sonntag, August 29th, 2010Ihr erinnert Euch sicher an unser Gebetsanliegen.
Vielen Dank allen, die mitgebetet haben und hoffentlich noch mitbeten!!!
Hier die erste Antwort von unserer Jesus Punk!

















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