Mitschrift

Mit der Erbsünde war der Tod unwiderruflich ins Spiel gekommen. Wenn man so will: Gott musste etwas tun, wenn er nicht mit ansehen wollte, wie wir alle den Tod gefunden hätten. Paulus schreibt einen geheimnisvollen Satz: „Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.“ (Röm 3,23)  Gott selbst spricht bei Noah: „Das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an.“ (Gen 8,21)

Muss es nicht doch eigentlich so etwas geben?

Muss es nicht doch eigentlich so etwas geben?

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Es gibt eine Art Atheismus, der an ein glückliches Dasein nach dem Tod oder mehreren Toden glaubt. Der Buddhismus etwa oder sonstige Esoterik hier und da. Wie wenn jenseits des Lebens die Selbstverständlichkeiten weiterliefen. Eigentümlicher Optimismus, zu denken, wie ohne einen Gott die Kette eines Tages in einer Erlösung für alle ein Ende haben soll.
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Eine Theologie, die sagt, Gott verzeihe „einfach so“ und strafe nicht, weil er so lieb ist, die verlangt von den Opfern der Grausamkeiten in der Welt, dass sie mit ihren Peinigern eines Tages „einfach so“ an einem Tisch sitzen müssen. Unglaublich.
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„Selig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit“, (Mt 5) Sind das nicht ganz besonders die Opfer, über die die Täter auf Erden ungestraft hinweg trampeln konnten? Wer möchte die Unverfrorenheit besitzen, denen zu sagen, Gott ziehe nicht zur Rechenschaft?
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Gottes Gerechtigkeit ist die ordnende Liebe.
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Wird ein Täter mit wirklicher und echter Herzensreue seine gerechte Bestrafung nicht auf sich nehmen wollen? Wie soll er sich im Himmel vorkommen, wenn er sich auch hier wieder davon schleichen konnte?


Die vollständige, heutige Mitschrift gibt es hier

 

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