Du kennst mich ja Gott sei Dank… Jeder Tag ein Kunstwerk im selbstgemachten Chaos. Heute morgen vor lauter Schreiben meinen ersten Termin um zehn Minuten verpennt und bis jetzt die immer so wichtigen Dinge des Tages, noch nicht gemacht, die irgendwie wichtig sind, die dauernd über einem schwebenden Pleite zu verhindern.
Aber jetzt – breake! – eine Zeile nur für Dich, die Du nun schon fast die Hälfte Deiner Zeit in der Klinik abgesessen hast So darf man das doch nennen, oder? Bei aller therapeutischen Kunst, bei allem Guten; wenn man nicht dort sein kann, wo man doch sooooo gern wäre, hat das ja sowas.

geht doch!
Elena und ihr Mann sind wieder in ihrer Heimat. Ein nicht ganz leichter Abschied, nach anderhalb Jahren flossen Tränen und es wurde ihr mit einem Mal so schwer ums Herz, als sie wusste, was sie wieder mal ihre Söhne verlassen muss. Weißt Du, sie ist eigentlich eine große Frau. Plötzlich stand sie mit einem Schwung auf, machte eine typisch italienisch wegwischende Handbewegung und sagte laut ins Lokal hinein (in ihrer Landessprache, sie wusste, dass Steffi und ich, was sie sagte, verstehen würden): Ach was, Gott wird mir die Kraft geben!
Da blitzte es wieder auf, dieses Geheimnis, wenn jemand das, was wir den Glauben nennen, wirklich lebt. Elena braucht keine Gottesbeweise. An ihr können soviele Busse mit Atheistensprüchen vorbei fahren, wie sie wollen. Sie weiß es einfach besser. Christus ist nicht vergeblich auf Erden gewesen. Das sind, wenn man so will, die Cognacs des eigenen, geistlichen Lebens.














