Da muss sich sogar die Muttergottes warm einpacken.

Der Schnee ist leider wieder weg. Hier daher noch mal ein hübsches Foto zur Erinnerung.
Gefunden bei facebook.

Bellfrell hat mich mit seiner wunderbaren Katze auf die Idee gebracht, mal in meinem Animalarchiv zu blättern und mich nach gaaaaanz müden Tieren umzusehen. Hier das Ergebnis, mit Dank für die freundliche Anregung an Bell!
Also mein Favorit ist die Katze auf dem Sofa. Das Bild ist leider etwas unscharf, weil ich es aus einem Clip geschnitten habe.

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Der Oberlehrer meint: Was mit fremden Wörtern erklärt wird, bleibt unverstänlich.
Der heilige Thomas stellt seinem Kapitel über die Gnade eine kurze Einleitung voran. Er schreibt in knappen Worten: „Als nächstes sollten wir konsequenterweise über das äußere Prinzip des menschlichen Tuns nachdenken, das Gott ist, insofern er uns durch seine Gnade zum rechten Tun behilflich ist.“ Dann kündigt er kurz die einzelnen Fragen an, die er sich stellen wird und los geht die Betrachtung.
Die theologische Summe, in der wir uns bewegen, gilt als das reifste Werk des Heiligen. Sie ist das letzte Buch, an dem er gearbeitet hat, und was mir an ihm besonders gefällt, ist seine Kürze und Präzision. Im Vorwort hatte Thomas angekündigt, er wolle jetzt ein Werk für Schüler und Anfänger schreiben, und die wolle er nicht mit überflüssigen Wiederholungen ermüden. Diesem Grundsatz ist er sich in allen dreieinhalbtausend Fragen gerecht geblieben, die er sich stellte.
Wenn ein derart gelehrter Könner derart knapp schreibt, dann können einzelne Sätze für den interessierten Schüler zu hübsch verzierten Truhen werden, aus denen sich glänzende Schätze heben lassen. So ließ sich denn auch einer der Kommentatoren hinreißen zu sagen, Thomas habe nur ein paar Jahre an seiner Summe gearbeitet, und ein ganzes Leben würde nicht reichen, sie zu kommentieren.
Da ist etwas Zweites, das mir in den zwanzig Jahren unserer Bekanntschaft immer ein Gegenstand heller Freude war: Die unerschütterliche Klarheit, die Thomas an den Tag legt. Es kommt einem vor, wie wenn über jedem seiner Sätze stünde (was er an anderer Stelle so ähnlich gesagt hat): „Wer richtig nachzudenken versteht, der müsste eigentlich zum selben Schluss kommen. Wer es aber besser weiß, der schreibe es nieder.“ In dieser Klarheit steht fest, und das sollte am besten jeder gleich wissen, bevor er sich ans Werk begibt: Bei Thomas ist Gott katholisch.
Ich sehe schon, wie die Widerständler jetzt prusten und lautstark von den Sitzen fahren. Natürlich hat gerade Thomas geschrieben, unser höchstes Wissen von Gott sei, dass wir ihn nicht wissen können.
Weil er das geschrieben hat, wurde er von vielen zum unfreiwilligen Zeugen ihrer Torheit erklärt.
Natürlich, sie haben Recht: Wir können Gott nicht erkennen, wie er sich erkennt. Wir können auch die Sonne nicht erkennen, weil zu viel Licht unsere Augen trübt. Das heißt aber doch nicht, dass sie nicht ganz konkret unseren Trittstein erwärmt!
Für den Aquinaten steht jedenfalls unerschütterlich fest, dass der selbe, unerkennbare Gott seinen Erdenkindern einen sehr konkreten Weg unter die Füße geschoben hat, auf dem sie gefälligst zu gehen haben, wenn sie zu ihm nach Hause wollen. Der Unerkennbare gibt eine sehr wohl erkennbare Richtung vor! Dieser Weg ist, wie gesagt, sehr konkret. Er ist logisch, und wer ihn kennt, kann sich nicht herausreden. Nicht beim heiligen Thomas.
Das gefällt einer beliebten Behauptung nicht, die nur die erste Hälfte des Thomas begrüßt und bei der zweiten nicht mehr hinhören möchte. Sie sagt: Gott ist unbekannt und deshalb muss alles Religiöse irgendwie unbekannt bleiben.
Man könnte meinen, das sei eine Behauptung der Agnostiker und würde die Katholiken nicht berühren. Das stimmt aber leider nicht. Die Agnostik ( kommt vom griechischen „nicht wissen“ und behauptet, dass niemand ein sicheres Wissen im Religiösen haben kann.) scheint sich vielmehr eine Art innere Zerbröselung in das katholische Selbstbewusstseins verbreitet zu haben, in dem man jetzt meint, zum katholischen Selbstbewusstsein gehöre auf jeden Fall, keins zu haben. „Wir sind zwar irgendwie noch katholisch. Aber so richtig als wahr behaupten, dürfen wir uns nicht mehr trauen“; wie wenn es sich nicht mehr gehören würde.
Der Islam ruft auf der ganzen Welt sein Alla hu agbar!, Gott ist größer!. Ein Ruf, den man – gut thomistisch – jederzeit unterschreiben kann. Zugleich ist es ein Ruf, den man – ebenso gut thomistisch – weit von sich weisen muss.
Natürlich ist Gott immer größer als all unsere Gedanken und Annahmen. Natürlich ist Gott immer größer als alles was wir tun und je geschieht. Wenn er aber als derart „immer größer“ gehandelt werden soll, dass uns alles aus den Fingern gleitet, weil nichts mehr zu halten ist, dann fängt es an zu kränkeln. Ich möchte dann gern ein kerngesundes, katholisches und greifbares „Gott ist groß!“ dagegen in die Welt rufen.
Gott ist groß. Er ist immer eine Nummer zu groß für uns. Aber er ist nicht immer nur größer. Was immer nur größer ist, das bleibt nicht bei uns und kann sich nicht klein machen. Was immer nur größer ist, das kann sich nicht entäußern und schon gar nicht einer von uns werden. Was immer größer ist, kann mich nicht erlösen, weil es immer gerade wieder zu groß für mich ist. Genau das alles ist aber geschehen. Genau das nicht zu Große ist Geschichte geworden und damit so konkret wie das Essen, das gerade auf mich wartet.
Aufs Ganze gesehen hat das Katholische immer beides: Das zu Große in Gott, das niemand auf Erden greifen kann und zugleich diese ganz konkrete, bindende und verbindende Seite. Der heilige Thomas spricht von beidem meisterlich und beherrscht den Spagat. Mitten darin ruht seine Lehre von der Gnade, innerhalb derer sich der Unbegreifliche nicht zu groß ist, uns mit seiner Hilfe zum rechtem Tun, wie Thomas sagt, zur Seite zu stehen.
Ein herzliches Willkommen einem neuen Bloggerteam!
Das „Beiboot-Petri“ hat die Anker gelichtet und die Segel gesetzt, um in der katholischen Bloggerwelt einen Beitrag für Papst und Kirche zu leisten. Auf dem neuen Blog finden sich Beiträge von Cinderella01, Damasus, Ester und Matthäus.
Sie schreiben aus ihrer Sicht über Ereignisse aus dem weiten Feld von Glaube und Kirche. Und – worüber wir uns gefreut (Papst und Kirche) oder geärgert haben (Medien und Politik).
Sie werden dort eigens einen „Raum der Stille“ einrichten, in dem geistliche Texte zu finden sein werden.
Also alle mal rüber geklickt!
Das Startbild ist leider schwarz, weil ich per htmlCode den Autostart aktivieren musste. Ging leider nicht, ohne das Startbild wegzutrashen.

Der Oberlehrer meint: Was mit fremden Wörtern erklärt wird, bleibt unverstänlich.
Ich liebe es, über die Gnade nachzudenken. Sobald ich aber über sie schreiben soll, bekomme ich ein flaues Gefühl in der Magengegend, über das ich gern ein Wort verlieren würde.
Es gibt tausende verschiedene Gnaden, über die man herrlich schreiben kann. Es gibt die Gnade der Natur, die begnadete Künstler erstrahlen lässt. Es gibt die Gnade der gütigen, märchenhaften Könige, die ihre Gefangenen laufen lassen. Es gibt die Gnade, die unsere Kinohelden den Verbrechern verweigern und es gibt die Gnade, die der Natur fehlt, wenn sie unschuldige Menschen unter einer Flutwelle ertrinken lässt. Das alles sind sehr verschiedene und überaus interessante Gnaden, über die man herrlich spannende Dinge schreiben könnte. Über die Gnaden Gottes schreiben aber ist meistens nur für den interessant, der über sie schreibt.
Wenn ich beklage, dass die Katholiken sich heutigentags nicht für die Gnade interessieren, dann meine ich die Gaben, die für gewöhnlich als die bekannten Gnadengeschenke Gottes bezeichnet werden. Die scheinen weniger interessantzu sein.
Würde sich herumsprechen, dass Gott ein Gnadenjahr des Herrn ausgerufen hätte und allen, die zur Kirche kommen, finanzielle Hilfen garantierte, dann müssten sich die Prediger nicht um volle Kirchenbänke sorgen.
Solange sie aber nur mit den Gnaden der göttlichen Verzeihung und mit Freifahrtscheinen in den Himmel werben können, haben sie ihre liebe Not, die Zeitgenossen hinter ihren Öfen hervor zu locken.
Es hat vor einiger Zeit einen evangelischen Pfarrer gegeben, der allen, die zur Kirche kamen, ein kleines Geldgeschenk machte. Die Leute kamen in Scharen. Es zeigte sich aber, dass die Annahme, die gleichen Leute würden später ohne Geldgeschenke noch einmal wieder kommen, ein schöner Traum gewesen war.
Wenn ich mir einmal herausnehme, mich an die Stelle Gottes zu versetzen, dann glaube ich, sein Problem ist nicht, dass er keine Gnaden geben will, sondern, dass er die, die er geben möchte, nicht los wird.
Wie jeder weiß, streiten sich innerhalb der katholischen Kirche wieder mal die Kesselflicker über das Für und Wider von allen möglichen Reformen. Die Diskussionen sind höchst spannend und unterhaltsam. Sie beschäftigen Heerscharen von leidenschaftlichen Journalisten, von Kirchenfürsten und Kirchengegnern.
Die Leidenschaft aber, mit der die Streitereien ausgetragen werden, und die Tatsache, dass sich sogar Leute aus der Politik einschalten, sind verlässliche Zeichen für die Tatsache, dass es um Themen geht, die mit dem eigentlichen Anliegen des Lieben Gottes, nämlich der gnadenhaften Heiligung der Menschen eher weniger zu tun haben.
Das Problem mit den Gnaden ist also nicht, dass die Menschen keine wollen. Das Problem ist eher, dass die Menschen kein Interesse an denen haben, die über ihnen ausgegossen werden sollen. Warum das so ist, das gehört geklärt.
Als man sich beim heiligen Philipp Neri beschwerte, weil die Kinder, um die er um sich scharte, wieder mal viel zu laut waren, antwortete der, von ihm aus könnten sie auf seinem Rücken Holz hacken. Lediglich die Sünde würde ihn traurig machen.
Wer den Heiligen auch nur ein wenig kennt, der weiß, dass es ihm nicht um eine brave Anständigkeit und um spießige Benimmregeln zu tun war. Philipp wusste nur zu gut: Wenn die Kinder der Sünde verfallen wären; das heißt, wenn sie aufgehört hätten, ehrlich zu sein und wenn sie anfangen hätten, einander zu belügen oder zu bestehlen, dann hätte er sie vor allem für das verloren, was ihm immer das Wichtigste war: Dass sie mit ihm in Gott verbunden waren!
Der heilige Phillip war zweifelsohne ein große Menschenführer, wie der heilige Don Bosco auch. Beide werden heute wegen ihrer pädagogischen Fähigkeiten von allen gerühmt. Was sie aber von allen andern Pädagogen unterschied, das war, dass sie in erster Linie gar keine guten Pädagogen sein wollten.
Sie formten aus ihren Schützlingen anständige, ehrliche Leute und tadellose Staatsbürger. Ihr Hauptanliegen war es aber nie, anständige Bürger der Gesellschaft, sonder vor allem Bürger des Himmels aus ihnen zu machen. Das ist bei allen Heiligen so. Und weil das so ist, werden sie in den Reformpapieren der Kirche nie zitiert. Die Heiligen werden heilig genannt werden, weil es ihnen vor allem um Heiligkeit ging. Und ich hege den Verdacht, dass sie heutigentags in der Kirche genau deshalb nicht zu Wort kommen.
Der heilige Thomas scheint das geahnt zu haben und ist hier ein Heiliger wie er im Buche steht. Er beginnt in der Summe sein großes Werk über den Menschen erst einmal damit, dessen großes Ziel, die ewige Glückseligkeit zu beschreiben.
Er fängt nicht, wie man es vermuten könnte, damit an, die Probleme des menschlichen Daseins zu beschreiben. Er beginnt eben so wenig mit der Entwicklung der menschlichen Art, mit deren Machart oder mit Wachsen. Er beginnt auch nicht mit sozialen Dingen oder mit zwischenmenschlichen Angelegenheiten. Er beginnt viel mehr erst einmal mit der großen Aussicht, in die der Mensch gestellt ist: Er spricht erst einmal lang und breit vom Himmel!
Wenn es um den Menschen geht, ist der heilige Thomas wie einer, der erst einmal von den großen Ferien schwärmt, wenn er von der Schule reden soll.
In großen Werk des heiligen Thomas über den Menschen ist das Kapitel von der Gnade Gottes das letzte, das den großen Plan zum Abschluss führt. Zu dem kommt, dass Thomas das große Kapitel über den Menschen überhaupt erst beginnt, nachdem er lang und breit über Gott gesprochen hat.
Das alles bringt meine Schwierigkeiten auf den Punkt, die ich habe, sobald es darum geht, ein Kapitel über die Gnade schreiben zu wollen: Wenn es mit der Gnade beginnt, dann kann es nicht anders, als mitten drin anzufangen und hinten aufzuhören, ohne das erste, das Wichtigste und zugleich Schönste zu erwähnen.
Mein flaues Gefühl beim Schreiben über die Gnade kommt aus dem bangen Wissen, zu beginnen wie unsere müde gewordene Kirche, die von allem, außer vom Lieben Gott zu sprechen versteht. Es kommt aus der Befürchtung, zuvor viel zu wenig über den gesagt zu haben, der die Gnaden so gern unter dem Menschen verteilt wissen will. Man kann eine gute Gabe nicht angemessen beschreiben, ohne ein Loblied auf den Geber zu singen. Ein solches Loblied aber müsste meinem Kapitel vorangehen. Daher mein Zögern und Zaudern.
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