Posts mit Tag ‘Wahrheit’

Für eine gute Freundin

Montag, Dezember 6th, 2010

Glaube ist für mich ein emotionaler Prozess. Wenn Gott mich berührt, berührt er mein Herz. Diese Berührung ruft Emotionen in mir hervor. Nur ein einziger solcher Momente kann ganze Lebenszusammenhänge auf den Kopf stellen, ja kann ein ganzes Leben verändern.

Diesen Glauben kann man rational nicht vollkommen durchdringen. Man kann und soll ihn rational erklären. Auskunft geben können an was ich warum glaube. Aber plausibilisieren, dass es für jeden objektiv einsichtig ist, kann man nicht. Der Glaube und Gott als sein Ziel entzieht sich in seiner Unendlichkeit menschlichen Vorstellungen. Übersteigt sie. Dieser Moment, in dem Gott mein Herz ergreift, ist überwältigend, er übertrifft alles, was ich bis dahin fühlen oder denken konnte, ja weil es ein Moment ist, der sprichwörtlich nicht von dieser Welt ist.

Ein solcher Moment negiert aber auch nicht alles, was man bis dahin erlebt und gedacht hat. Glauben heißt eben, zumindest für uns Christen, nicht alles verstehen und alles deuten zu können. Glauben heißt eben nicht, den einen “way of life” zu haben, der ewiges Glück und vollkommene Weisheit verspricht. Glauben heißt sich auf etwas einzulassen. Zuzulassen, dass Gott in meinem Leben wirkt. Zuzulassen, dass er mir neue Perspektiven eröffnet. Zu vertrauen, dass auch das einen Sinn hat, was uns manchmal sinnlos erscheint.

Ich weiß nicht, ob das eine Antwort auf deine Fragen war, aber es war etwas, was mir noch wichtig war, dazu zu sagen.

Richard Dawkins über die Religion

Mittwoch, August 4th, 2010

Richards Dawkins hofft auf ein Ende der Religionen. Sie seien Schuld an Krieg, Leid und Gewalt. Das Video ist ein kurzer Abriss seiner “Philosophie”. Relgiöse Menschen hätten Gründe für Gewalttaten aus ihrem Glauben heraus, die Atheisten nicht haben. Er ist der Auffassung, dass man aus Religion keine ethischen Werte ziehen kann außer die falschen oder nur aus Angst moralische Grundwerte lebt. Insgesamt aufschlussreich, aber erschreckend aufschlussreich.

Ich glaube es ist für uns an der Zeit, zu bekennen…

Für einen sehr wichtigen Menschen

Sonntag, Juli 25th, 2010

Du sagst, du möchtest studieren. Einfach nur studieren. Alles denken, was man denken kann. Nichts als absolutes setzen. Keine Grenzen haben. Wissen haben, um zu verstehen. Die Vernunft benutzen, nur die Vernunft. Möchtest dich nicht festlegen in ethischen Fragen. In überhaupt keinen Fragen. Sondern nur denken. Das ist richtig und gut.

Aber dennoch weißt du um die reale Existenz einer höheren Macht. Von der Realität eines Gottes, der Mensch geworden ist. Der Sinn stiftet, ja vielleicht erst Sinn ermöglicht. Der außerhalb aller Kategorien steht. Der Leben verändert. Absolut handelt und absolut ist. Der auch dein Leben verändert hat, es führt. Wegen dem du da bist, wo du heute bist. Die bist, die du bist. Der Motivation und Grund deines Studiums, deines Weges ist. Der die einzige Antwort auf jedes “Warum?!?” ist. Der konkret an dir gehandelt hat und wie ich finde, konkrete Antworten erwartet. Nicht erwartet als Vorraussetzung seiner Zuwendung. Aber der konkrete Antworten in unserem Leben hervorruft. Die Gnade, die unsere Demut verlangt. Die Nachfolge, die ethische Klarheit verlangt. Das Kreuz, das unser Gottesbild bestimmt. Die Schöpfung, die unser Menschenbild definiert. All das sind Bereiche, in denen unser Wissen um eine absolute, ewige Wahrheit die Suche nach dieser Wahrheit hervorruft. Und die ein Eintreten für diese verlangt. Dass wir sie sichtbar machen in unseren Lebensvollzügen. Und dass wir sie hinaustragen in die Welt. Antworten geben, auf die Fragen der Menschen. Deuten, wo Deutung erforderlich ist. Einschreiten, wo unser Glauben es verlangt. Bekennen, wo es erforderlich ist. Und das absolut, weil Gott absolut ist. Aber immer im Dienst der Liebe und Barmehrzigkeit, der völligen Annahme unseres Gegenübers. Denn christliche Absolutheit ohne gleichzeitiger selbstloser und zweck-loser Liebe ist nicht christlich.

Du weißt warum du den Weg gehst, den du gehst. Warum du ihn gehst, wie du ihn gehst. Und deswegen ist es auch gut und richtig für dich, wie du ihn gehst. Aber vergiss nicht die Antwort auf das “Warum?”.

Die Röhre

Montag, Mai 24th, 2010

Die Röhre… Sie ist laut, sie macht krach, sie röhrt. Sie will polarisieren, macht auf Dinge aufmerksam. Sie ist zynisch, sie ist ironisch, selten melancholisch und schon gar nicht “leise tretend”. Manchmal vergisst sie das Wesentliche, dann besinnt sie sich aber auch wieder. Sie will aufrütteln, wach machen, nimmt sich wichtig und weiß gleichzeitig, dass sie nicht wichtig ist.

Aber vor allem hat sie eine Einstellung, eine Wahrheit, für die sie eintritt. Die manchmal sich selbst verwischt, sich selbst nicht ganz ernst nimmt, aber dennoch klar, offen und angreifbar ist.

So, und jetzt wird geröhrt! ;)