Du fandest meinen Eintrag zum Glauben ganz gut, hast du gesagt. Nur mit dem letzten Satz hast du deine Probleme. “Dass wir uns nur eins wünschen, dass er unser Leben heiligt, zu einem Lobpreis seiner Herrlichkeit.” Was soll das beudeuten? Ist das nicht völlig lebensfremd, hat mit unserem Leben nichts mehr zu tun? Ich versuche zu erklären, was ich meine.
Den Satz, den ich geschrieben habe, ist vielleicht einer meiner, ganz persönlich, größten Wünsche. Auch wenn ich weiß, dass ich Lichtjahre von ihm entfernt bin. Der Wunsch, dass die Gnade unseres Herrn, dass er mich ansieht, mir vergibt, trotz all meiner Sünde, in meinem Leben sichtbar wird. Konkret. Dass er das Zentrum meines Lebens ist. Der erste Gedanke wenn ich aufstehe. Und der letzte bevor ich einschlafe. Dass er mir hilft zu wachsen, in meinen Aufgaben, in meiner Berufung, in meinen Talenten, in meinem Denken, in meinem Sein. Dass die Liebe in meinem Leben sichtbar wird. Ich mich selber zuletzt sehe und zuerst die andern. Ich nicht zuerst darauf achte, was ich will, sondern darauf, wo ich gebraucht werde, was er von mir will, sich für mich wünscht. Dass er mir hilft, mich meinen Zweifeln zu stellen. Meine Fehler auszuhalten. Einfach der Wunsch, dass ich ein bisschen von dem zurückgeben kann, was er mir geschenkt hat.
Zu lebensfremd? Vielleicht ist es das…






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