Glaube ist für mich ein emotionaler Prozess. Wenn Gott mich berührt, berührt er mein Herz. Diese Berührung ruft Emotionen in mir hervor. Nur ein einziger solcher Momente kann ganze Lebenszusammenhänge auf den Kopf stellen, ja kann ein ganzes Leben verändern.
Diesen Glauben kann man rational nicht vollkommen durchdringen. Man kann und soll ihn rational erklären. Auskunft geben können an was ich warum glaube. Aber plausibilisieren, dass es für jeden objektiv einsichtig ist, kann man nicht. Der Glaube und Gott als sein Ziel entzieht sich in seiner Unendlichkeit menschlichen Vorstellungen. Übersteigt sie. Dieser Moment, in dem Gott mein Herz ergreift, ist überwältigend, er übertrifft alles, was ich bis dahin fühlen oder denken konnte, ja weil es ein Moment ist, der sprichwörtlich nicht von dieser Welt ist.
Ein solcher Moment negiert aber auch nicht alles, was man bis dahin erlebt und gedacht hat. Glauben heißt eben, zumindest für uns Christen, nicht alles verstehen und alles deuten zu können. Glauben heißt eben nicht, den einen “way of life” zu haben, der ewiges Glück und vollkommene Weisheit verspricht. Glauben heißt sich auf etwas einzulassen. Zuzulassen, dass Gott in meinem Leben wirkt. Zuzulassen, dass er mir neue Perspektiven eröffnet. Zu vertrauen, dass auch das einen Sinn hat, was uns manchmal sinnlos erscheint.
Ich weiß nicht, ob das eine Antwort auf deine Fragen war, aber es war etwas, was mir noch wichtig war, dazu zu sagen.






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