Manchmal frage ich mich, wie unsere Lebenskosten so günstig sein können. Wie kann eine Apfelschrole bei Rewe, 1,5 Liter, 19 Cent kosten
? Wie kann ein neues Shirt für 5 Euro bei H&M über die Ladentheke gehen? Wie kann das möglich sein? Auf solche Fragen probiert die ARD heute Abend eine Antwort zu geben am Beispiel des Discounters KiK. Ich habe dazu vor einigen die Vorläufer-Reportage auf NDR gesehn. Bewegend, auf was für menschenverachtenden Grundlagen unser Konsum fußt. Ja eigentlich beängstigend. In einer Diskussion wurde mir mal entgegengehalten, die Menschen in Deutschland seien ja nunmal auch so arm, dass sie bei KiK einkaufen müssten. Sind wir wirklich so arm in diesem Land, in denen es uns an den Grundbedüfnissen nicht mangelt, dass wir unsere Konsumgier mit solchen Konzernen befriedigen müssen?
Heute abend, ab 21:45 auf ARD: “Die Kik-Story – die miesen Methoden des Textildiscounters”





Hi Benni,
ich hab die Sendung gestern weitgehend verfolgt und werde selbstverständlich nicht mehr bei Kik einkaufen, weil wie du sagst nur durch unsere Konsumeinstellung so ein Laden ja existieren kann.
Ich denke das Problem ist, dass wir uns daran gewöhnt haben das soviel so günstig zu haben ist…
Mehr Lebensfreude hat dadurch aber niemand, man schätzt einen Gegenstand der teurer ist (vielleicht weil er seinem Wert entspricht) doch viel mehr als einen der eben “billig” ist…
Ich glaube, nicht nur dass man einen teureren Artikel mehr schätzt, weil er teurer ist, sondern auch einfach, weil man ja auch immer noch für Qualität bezahlt. Und darüber muss man sich Gedanken machen. Qualität heißt ja nicht immer nur, dass ich mehr davon habe, sondern manchmal heißt Qualität auch: Qualität in der Produktion oder beim Umgang mit den Ressourcen. Achte selber viel zu wenig auf sowas, was mich aufregt.
Was halt nur einfach heute noch dazu kommt, ist, dass Shoppen bzw. Konsum ein Volkshobby geworden ist. Ich glaube vor allem eine Kompensation. Hauptsache alles kaufen um alles zu haben. Kann das nicht nachvollziehen. Glaub ich blogge darüber mal bei Gelegenheit.
PS: Sag mal, mein Bester, wie lange bist du eigentlich noch in Duderstadt oder bist du gar schon weg?